Menden heute:
Der "Schnellläufer", ein junges Tief mit großem Warmsektor, hinterließ in Norddeutschland sehr große Regenmengen, die an mehreren Stationen 50 mm überschritten. Auch in NRW fielen heute Abend verbreitet 10 mm bis 17 mm. Uns erreichte der Schwanz der Kaltfront um 17 Uhr mit Regen und böigem Wind. Um 19:20, also kurz nach der planmäßigen Eröffnung des Stadtfestes durch den Ministerpräsidenten, war der Regen schon durch. Vorher war es im Warmsektor des Tiefs richtig warm. Fast hatten wir einen Sommertag. Die Sonne hat bei der Wärmeproduktion in Abwesenheit kaum geholfen.
Tageshöchsttemperatur: 24,7 °
Tagestiefsttemperatur: 15,6 °
Tagesmitteltemperatur: 19,8 °
Sonnenscheindauer: 2:18 Stunden
Regen: 4,2 mm
Stärkste Windböe: 36 km/h (5 Bft)
Entwicklung:
Samstag steigt der Luftdruck. Von Westen baut sich ein Hoch auf. Allerdings befinden wir uns auf dessen kühler Ostseite. Von Westnordwest fließt Nordseeluft zu uns. Hinter der Kaltfront sieht die Bewölkung aus dem Weltall aus wie ein Streuselkuchen. Zwischendurch kommt immer wieder die Sonne heraus. Je später, umso länger. Nachts 13 °, nachmittags 19 oder 20 °. Dazu weht ein immer noch mäßiger Westnordwestwind.
Sonntag wölbt sich ein Höhenhochkeil über Europa auf und das Hoch liegt strömungsgünstig an der tschechischen Grenze. Aus Südosten fließt langsam wärmere Luft zu uns. Es ist heiter und trocken. Nachts sehr kühle 9 °. Die muss die Septembersonne erstmal anwärmen. Nachmittags 22-23 °. Es gibt den optimalen Festsonntag. Abends bleibt es deutlich länger warm als am Samstag. Um 20 Uhr ist es noch 19 °. Der Wind weht schwach aus unterschiedlichen Richtungen.
Montag hat uns die Westdrift wieder. Eine Warmfront am Morgen bringt Wolken, aber keinen Regen. Dann heitert es zeitweise auf und wir bekommen einen sehr warmen Sommertag. Abends folgt dann die Kaltfront obligatorisch der Warmfront und es regnet etwas. Nachts 15 °, nachmittags 27 °. Schwacher bis mäßiger Wind aus Süd, abends Südwest.
Dienstag übernimmt das Tief bei Schottland die Regie. Es gibt nicht nur fast einen regelgerechten Temperatursturz. Wir sehen die Sonne auch nicht oder kaum. Gelegentlich regnet es leicht. Nachts 16 °, nachmittags 19 °. Schwacher bis mäßiger Südwestwind.
Glaskugelbereich:
Mittwoch liegen wir auf der Südseite des Tiefs über der Nordsee und an der Nordseite eines Hochkeils über Frankreich. Es ist wechselnd bewölkt. Hin und wieder kann es einen schwachen Schauer geben. Nachts 11 °, nachmittags 18 °. Donnerstag ändert sich wenig. Das Tief zieht langsam nach Südschweden. Nachts 10 °, nachmittags 18 °. Der Herbst klopft mit Macht an die Tür.