Rückblick auf den Monat Januar:
Dieser Januar war etwas besonderes: Er war der kälteste seit 2019, der viertsonnigste seit Einrichtung der Hemeraner Wetterstation im Jahr 2002 und der achttrockenste Januar seit Beginn meiner Messungen 1972.
Es gab 21 Tage mit Nachtfrost. Die meisten seit 2010. Das Mittel seit 1972 liegt bei 12 Frosttagen.
Wenn Sie sich wundern, warum Sie mehr Öl, Gas oder Strom für die Heizung gebraucht haben als in den letzten Jahren, hier haben Sie eine Erklärung.
Monatsmitteltemperatur: 2,1 ° (Mittel 1999 bis 2023: 2,4 °; Abweichung -0,3 °)
Monatsregensumme: 42,0 mm (Mittel 1999-2023: 82,6 mm; erreicht 50,8 %)
monatliche Sonnenscheindauer: 79:18 Stunden (Mittel 2002-2023: 53:00 Stunden; erreicht 149,6 %)
Menden heute:
Trog und Mischfront des Ostatlantiktiefs gestalteten das Wetter ab Mittag unbeständig. Vorher war es stark bewölkt. Zunächst begann es mit Schneeregen. Der ging rasch in Regen über. Nach Durchzug der Front gegen 19 Uhr kam es noch zu kurzen Schauern. In weiten Teilen Hessens und Niedersachsens kam es zu Glätte durch gefrierenden Regen oder Schneefall.
Tageshöchsttemperatur: 3,2 ° (2021: 11,1 °)
Tagestiefsttemperatur: -0,9 ° (2025: -2,8 °)
Tagesmitteltemperatur: 1,2 °
Sonnenscheindauer: 0 Minuten
Niederschlag: 2,8 mm
In Portugal und Südspanien nimmt der Regen kein Ende. Die Böden sind längst gesättigt. Es regnet immer weiter. Die Flüsse führen Hochwasser. Teilweise gibt es Überschwemmungen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Staudämme Wasser ablassen müssen. Mit Erdrutschen ist zu rechnen. Es gibt Stromausfälle. Stürmischer Wind hat zu erheblichen Gebäudeschäden geführt. Die Düse der Straße von Gibraltar führt im angrenzenden Mittelmeer zu orkanartigen Böen. Der Notstand ist ausgerufen.
Meteorologischer Grund ist das seit vielen Tagen blockierende Hoch über dem östlichen Mitteleuropa. Tiefdruckgebiete müssen nach Süden oder Norden ausweichen. Immer wieder kommen sie vom Atlantik und treffen auf die portugiesische und spanische Küste. Dort verursachen Wellen von mehr als 8 m Höhe Schäden. Der Regen bewegt sich dann ins Landesinnere.
Entwicklung:
Mittwoch: Die Front zieht mit Schneefällen ab nach Dänemark. Dahinter fließt aus Südosten trockene und sehr milde Luft zu uns. Es ist den ganzen Tag heiter und trocken. Erst zum Abend hin ziehen dichtere Wolken von Süden auf. Nachts 3 °, nachmittags 10 °. Meist schwacher Südostwind.
Donnerstag ist es nicht mehr so sonnig. Eine Warmfront zieht vom Adriatief nach Norden und versorgt uns mit Wolken. Die Sonne hat aber auch ihre Möglichkeiten. Es ist nicht unfreundlich. Nachts 1 °, nachmittags 6 °. Meist schwacher östlicher Wind.
Freitag: Die Warmfront hinterlässt feuchte Luft bei uns. Zusätzlich schickt ein kleines Tief über dem englischen Kanal Regenwolken. Ob die uns erreichen, ist noch unsicher. Die Sonne hat es aber sehr schwer. Nachts 1 °, nachmittags 8 °. Meist schwacher Südost- bis Südwind.
Samstag befinden wir uns in einem Bereich geringer Luftdruckgegensätze. Die hier lagernde recht feuchte Luft wird nicht weggeräumt. Es ist stark bewölkt mit einigen Aufhellungen. Regen ist kaum zu erwarten. Nachts 6 °, nachmittags 11 °. Meist schwacher südlicher Wind.
Glaskugelbereich:
Sonntag kommt erneut ein Skandinavienhoch auf den Plan. Bei südöstlicher Strömung ist es wechselnd, föhnbedingt auch aufgeheitert und trocken. Nachts 4 °, nachmittags 11 °. Montag versorgt uns ein wieder über Spanien ins Mittelmeer ziehendes Tief mit stärkerer Bewölkung. Die Sonne soll auch mal durchkommen. Regen ist nicht zu erwarten.


