Rückblick auf den Juli:
Der Juli war deutlich zu warm, sehr sonnig und unglaublich trocken.
Monatsmitteltemperatur: 20,1 ° (Julimittel 1999-2023: 18,4 °; Abweichung +1,7 °)
Für mich sind seit Beginn meiner Messungen Tage mit 20 ° oder mehr angenehme Sommertage. Sie erscheinen daher in jeder Monatsstatistik. Im Mittel sind das im Juli 23 Tage. In diesem Jahr waren es 30 Tage. Nur ein Tag, der 20.07. blieb mit 19,6 Tagen darunter. Zweimal seit 1972 gab es 31 Tage mit 20 ° oder mehr: 1994 und im Jahr des Sommermärchens 2006,
An 17 Tagen war es 25 ° oder wärmer (normal: 11 Tage), vier Tage waren Hitzetage über 30 °. Im Juni waren es 9 Tage gewesen. Die höchste Temperatur habe ich am 30. Juli mit 36,6 ° gemessen. Damit blieben wir unter dem Junihöchstwert von 37,2 °.
Monatliche Regensumme: 13,8 mm (Julimittel 1999-2023: 92,2 mm; davon erreicht: 15,0 %)
So wenig hat es noch nie seit 1972 in einem Juli geregnet. Die bisherigen Mindestwerte:
2019: 29,4 mm
2022: 29,6 mm
1983: 33,6 mm
Es hat also weniger als die Hälfte des bisherigen "Rekordes" geregnet. Und die beiden bisherigen Dürrejahre liegen noch nicht weit zurück.
Der Juli ist in Menden der Monat mit dem meisten Regen. Das liegt an heftigen Regenereignissen, zuletzt 2021 mit 68,5 mm am 14. Juli (Ahrtalkatastrophe). Dabei spielen Gewitter eine große Rolle. 2014 hält den Spitzenwert mit einer Monatssumme von 194,2 mm.
Monatliche Sonnenscheindauer: 259:43 Stunden (Julimittel 2002-2023: 212:30 Stunden; erreicht 122,2 %).
In meiner Statistik seit 2002 liegt er an 4. Stelle. Im Jahr 2018 war der Juli mit 321 Stunden und im Sommermärchen-Juli 2006 mit 310 Stunden unglaublich sonnig. Jeden Tag schien die Sonne im Durchschnitt 10 Stunden.
Menden heute:
Ein von Westen sich verstärkender Hochkeil ließ mit sehr trockener Luft und einer sehr schwachen nördlichen Strömung den Wolken keine Chance. Es war den ganzen Tag wolkenlos oder heiter. Die Luft war angenehm. So fühlt sich der optimale Sommertag an.
Tageshöchsttemperatur: 25,0 °
Tagestiefsttemperatur: 15,0 °
Tagesmitteltemperatur: 19,9 °
Sonnenscheindauer: 11:50 Stunden
Regen: 0 mm
Entwicklung:
Sonntag: Aus dem Hochkeil wird ein eigenständiges Hoch, das langsam nach Osten über uns hinwegzieht. Heute Nacht ist es frisch mit 13 °. Am Tag ist es bei östlichem Wind heiter, zeitweise auch wolkenlos und trocken. Die kühle Nordanströmung ist passé. Es wird wärmer. Nachmittags 28 °.
Montag strömt zwischen dem jetzt über Litauen angekommenen Hoch und einem Hitzetief über Frankreich von Südosten heiße Luft zu uns. Es ist heiter bis wolkig und trocken. Nachts 16 °, nachmittags 34 °. Die Amerikaner und die Kanadier sehen abends Schauer. Meist schwacher südöstlicher Wind.
Dienstag befinden wir uns in einem umfangeichen, von Irland bis zur Ukraine reichenden Tiefdruckgebiet. Vormittags ist es noch wolkig bis heiter. Nachmittags quellen die Wolken und es bilden sich einzelne Schauer oder Gewitter. Nachts warme 21 ° (Tropennacht), nachmittags 31 °. Schwacher bis mäßiger Süd- bis Südwestwind.
Mittwoch schwenkt am frühen Nachmittag eine Kaltfront ohne große Wetterwirksamkeit durch. Hinter der Front wird die Luft trockener, kühlt aber nur wenig ab. Es gibt einen Mix aus Sonne und Wolken. Regen ist unwahrscheinlich. Nachts 21 °, nachmittags 29 °. Schwacher bis mäßiger Süd- bis Südostwind.
Glaskugelbereich:
Donnerstag erreicht uns von Westen ein neuer Hochkeil. Zunächst dreht die Strömung an der Ostseite des Keils auf Nordwest, abends dann auf West. Es ist wolkig bis heiter und trocken. Nachts 16 °, nachmittags 24 °. Freitag dehnt sich der Keil weiter nach Osten aus, soll aber abends von Norden her abgebaut werden. Noch ist es heiter bis wolkig und trocken. Nachts 14 °, nachmittags 24 °.