Dürre:
Dieses Diagramm des Deutschen Wetterdienstes für Werl zeigt die für Pflanzen nutzbare Bodenfeuchte in unterschiedlichen Tiefen an. Bis zu einer Feuchte von 30 % stehen Pflanzen unter Trockenstress mit der Folge von Ernteeinbußen. Das ist bis zu einer Tiefe von knapp 35 cm der Fall. Erst in tieferen Bodenschichten gibt es ein ausreichendes Wasserangebot. Unterhalb von 45 cm (über 50 %) ist das Angebot optimal. Schlimm sieht es für Pflanzen aus, die ihr Hauptwurzelwerk in den oberen 20 cm haben.
Wie es zu dieser Trockenheit gekommen ist, zeigt die Summenkurve für den Regen des letzten Jahres. Die Monate sind aufsummiert. Die untere Linie zeigt den gefallenen Regen, die obere den eigentlich zu erwartenden Regen (Mittel 1999-2023). Es gab nur einen einzigen Monat mit Regenüberschuss. Das war - zum Glück - der Mai, in dem die Landwirtschaft und die Natur viel Wasser benötigen. Insgesamt fehlen im letzten Jahr 310 mm Wasser im Boden, in den Flüssen und für das Grundwasser. Das ist dramatisch. Denn auch im letzten Jahr 2025 hat es nur 591 mm geregnet, also 285 mm zu wenig.
Erst wenn wir das Defizit in Liter je Quadratmeter angeben, wird es richtig beeindruckend: Im letzten Jahr hat es 310 Liter je qm zu wenig geregnet. Bei einem mittelgroßen Wohn- Grundstück von 600 qm sind das 186.000 Liter = 186 cbm. Das ist mehr, als ihr Haushalt vermutlich im Jahr an Wasserverbrauch hat.
Wetterumstellung nächste Woche?
Die Wetterdienste sind sich einig, dass sich das Wetter in Deutschland nächste Woche grundlegend umstellt. Einige Modelle sehen sogar den Übergang in den Frühherbst. Ob viel Regen dabei ist, bleibt überall offen. Überhaupt sollten wir erstmal abwarten. Es wird sicher bald viel darüber zu lesen sein.
Menden heute:
Heute lag unser Hoch mit Zentrum bei Rügen. Es war den ganzen Tag wolkenlos. Nach kalter Nacht wurde es nachmittags noch sehr warm. Die Differenz zwischen dem frühen Morgen und dem Nachmittag betrug fast 20 °. Die Sonnenfinsternis, bei der in Menden der Mond nur eine schmale Sichel der Sonne übrig ließ, war beeindruckend. Wann können schon mal alle Menschen in Deutschland eine Sonnenfinsternis sehen? Überall war es wolkenlos.
Tageshöchsttemperatur: 29,2 °
Tagestiefsttemperatur: 9,8 °
Tagesmitteltemperatur: 20,2 °
Sonnenscheindauer: 13:37 Stunden
Regen: 0 mm
Entwicklung:
Donnerstag: Das Hoch rückt etwas nach Osten. Dadurch wird der Weg frei für heiße Luft vom Balkan. Wieder ist es den ganzen Tag wolkenlos und trocken. Nachts 14 °, nachmittags 33 °. Schwacher Südostwind. Vor 65 Jahren wurde die Berliner Mauer gebaut. Für meine Generation eines der einschneidendsten Ereignisse der Nachkriegsgeschichte. Damals herrschte ebenfalls Hochdruckwetter. Es war sommerlich warm. Was damals etwa 25 ° bedeutete.
Freitag: Das Hoch bewegt sich mit Zentrum zur polnischen Ostgrenze. Damit kommen wir zum Höhepunkt dieser kurzen Hitzewelle. Die letzte in diesem Jahr? Es ist meist wolkenlos. Nachts 19 °, nachmittags sehr heiße 36 °. Schwacher, von Südost langsam auf Südwest drehender Wind.
Samstag kommen wir von Frankreich her in eine Tiefdruckrinne. Bis zum späten Nachmittag ist es heiter bis wolkig. Dann verdichten sich die Wolken vor einer Kaltfront. Es bleibt trocken. Nachts 18 °, nachmittags 30 °. Schwacher auf Nord drehender Wind.
Sonntag überquert uns vormittags die Kaltfront eines Tiefs über Finnland. Es wird leicht unbeständig mit gelegentlichem Regen und Aufheiterungen vor allem am späteren Nachmittag. Nachts 15 °, nachmittags 22 °. Meist schwacher nördlicher Wind.
Glaskugelbereich:
Montag bestimmt ein Zwischenhochkeil unser Wetter. Von England zieht ein Tief mit Regenfällen zur Nordsee. Bei uns ist es zunächst locker, später stärker bewölkt. Regen gibt es nicht. Dienstag überquert uns der Trog des zur Ostsee ziehenden Tiefs. Es ist wechselnd, meist stärker bewölkt mit Schauern. Nachts 15 °, nachmittags 22 °.