Menden heute.
Heute bestimmte eine Tiefdruckrinne mit einer für uns inzwischen ungewohnten labilen und deutlich feuchteren Luftmasse (Taupunkt 18 °) unser Wetter. Vormittags war es noch meist aufgelockert bewölkt. Die Temperatur ging rasch auf fast 30 ° hoch. Nach Mittag verdichteten sich die Wolken und um 14:40 gab es tatsächlich beim Durchzug der angekündigten Kaltfront ein bisschen Regen. Dabei ging die Temperatur kräftig zurück. Das ist das zumindest vorläufige Ende der Hitze.
Vor allem im Rhein-Main-Gebiet war es nochmal unerträglich heiß (Frankfurt 38,6 °).
Im belgischen Hohen Venn westlich von Monschau ist ein riesiger Waldbrand (ca. 2000 ha) ausgebrochen. Monschau hat bisher unsägliches Glück. Der Wind weht meist aus Nord. Käme er aus West, würde der Brand direkt in Richtung Monschau getrieben. Es sieht so aus, als könnten die aus Düren abziehenden Feuerwehren und Hubschrauber gleich im Hohen Venn weitermachen. Man kann allen Einsatzkräften nur von Herzen danken. Wie wichtig sind auch Freiwillige Feuerwehren. Ihre Mitglieder leisten bei solchen Einsätzen viel, oft unter Einsatz ihrer Gesundheit. Für uns und unser Land. Auch die Führungsstäbe solcher Einsätze haben unsere Anerkennung. Solche dramatischen Lagen kann man fast nicht üben.
Tageshöchsttemperatur: 29,9 °
Tagestiefsttemperatur: 18,4 °
Tagesmitteltemperatur: 22,3 °
Sonnenscheindauer: 5:31 Stunden
Regen: 1,2 mm
Entwicklung:
Sonntag kommen wir auf der Rückseite der nach Südosten abziehenden Kaltfront unter schwachen Hochkeileinfluss. Vormittags haben wir einen Mix aus Sonne und Wolken. Nachmittags wird die Luft von Nordwesten feuchter und die Bewölkung wird dichter. Es bleibt trocken. Nachts 14 °, nachmittags 24 °. Schwacher Wind aus nördlichen Richtungen.
Montag soll uns von Nordwesten ein Feuchtepaket erreichen. Vor allem vormittags kann es gelegentlich leicht regnen. Viel Wasser kommt nicht zusammen. Nachmittags sollte mal kurz die Sonne herauskommen. Nachts 14 °, nachmittags 20 °. Schwacher bis mäßiger Nordwestwind.
Dienstag kommen wir in eine Westströmung. Hatten wir schon länger nicht mehr. Schwache Fronten ziehen über uns hinweg. Vor allem vormittags regnet es zeitweise leicht. Es ist durchaus möglich, dass wir erstmals seit 6. Mai die Sonne nicht sehen. Es wird uns frühherbstlich vorkommen. Nachts 12 °, nachmittags 20 °. Schwacher bis mäßiger Südwestwind.
Mittwoch: Nachts zieht die Kaltfront eines kleinen Tiefs über Nordjütland mit einem Regenband über uns hinweg. Vormittags reißen die Wolken unter einem schwachen Zwischenhochkeil wieder auf. Nachmittags ist es freundlich. Nachts 15 °, nachmittags 22 °. Schwacher bis mäßiger Südwest- bis Westwind.
Glaskugelbereich:
Donnerstag dreht vor einem Tief über dem Ärmelkanal die Strömung vorübergehend auf Südsüdwest und führt relativ feuchte, aber warme Luft zu uns. Es ist wechselnd bewölkt, zeitweise auch aufgeheitert und weitgehend trocken. Nachts 14 °, nachmittags 23 °. Freitag soll sich nach den Karten des DWD ein Tief in der Bucht von Genua bilden und auf dem 5b-Weg über die Alpen nach Polen ziehen. Das würde überall dort zu kräftigen Niederschlägen führen. Wir bekämen dann einen gewaltigen Wolkenschirm ohne oder nur mit wenig Regen ab. Das muss sich noch verifizieren.