Samstag, 31. Dezember 2022

31. Dezember 2022

 Kurzblog


Menden heute:

Die Warmfront, die uns den Regen der Nacht und des Nachmittags mitbrachte, hat sich inzwischen als Luftmassengrenze an die deutsche Küste gelegt. Sie trennt kühlere Luft im Norden Europas von Warmluft im Süden. Bei uns war es heute so warm wie an noch keinem von mir registrierten Dezembertag. Nur der kräftige Wind verhinderte, dass mancher mit dem T-Shirt draußen zu sehen war. Die Warmluft bleibt den ganzen Abend erhalten.

Tageshöchsttemperatur: 17,6 ° (Köln 18,4 °, München 20,0 °)

Tagestiefsttemperatur: 12,7 °

Tagesmitteltemperatur: 15,3 °

Sonnenscheindauer: 2 Minuten

Regen: 1,8 mm

Stärkste Windböe: 52 km/h (7 Bft), Hemer 67 km/h (8 Bft)


Entwicklung:

Sonntag/Neujahr: In der immer noch sehr milden Luftmasse ist es meist stärker bewölkt mit nur geringer Chance auf längere Auflockerungen. Der Wind flaut nur langsam weiter ab, bleibt aber böig und hin und wieder auch ruppig. Nachmittags kommt von Süden eine weitere Warmfront zu uns mit etwas Regen. Nachts 13 °, nachmittags 14 °

Montag überquert uns vormittags die Kaltfront des wellenden kleinen Tiefs über der Nordseeküste mit Regenschauern. Nachmittags könnten die Schauer nachlassen. Das sehen nicht alle Modelle so. Mit 11 ° nachts und 12 ° nachmittags bleibt es mild. Der südwestliche, später mehr westliche Wind lässt langsam weiter nach.

Dienstag könnte in der weiter wetterbestimmenden Westdrift der einzige Tag der Woche ohne Regen werden. 

Insgesamt bleibt es die ganze Woche mild ohne Nachtfrost mit weiterhin sehr guten Bedingungen für die Windkraft.

Freitag, 30. Dezember 2022

30. Dezember 2022

 Menden heute:

In einer strammen Westdrift überqueren schwache Tiefausläufer NRW. Heute Nachmittag war es eine Warmfront mit etwas Regen. Nachts folgt die nächste. 

Übrigens: Vor einem Jahr hatten wir sehr ähnliches Wetter mit Wind und ungewöhnlich hoher Temperatur (14,6 °)

Tageshöchsttemperatur: 13,0 °

Tagestiefsttemperatur: 5,1 °

Tagesmitteltemperatur: 8,4 °

Sonnenscheindauer: 43 Minuten

Regen: 0,8 mm


Entwicklung:

Samstag: Nachts zieht eine Warmfront heran, die zu einer Luftmassengrenze über Norddeutschland wird. Dort regnet es anhaltend, während bei uns die Schauertätigkeit immer mehr zum Erliegen kommt. Abends und in der Nacht lockert es zeitweise auf. Zum Jahreswechsel flaut sogar der sonst ziemlich ruppige Wind etwas ab. Nachts 10 °, nachmittags 17 °, zum Jahreswechsel 15 °. Mäßiger bis steifer und böiger Südwestwind.

Sonntag: Vormittags zieht die Luftmassengrenze als Kaltfront mit einigen Schauern über uns nach Südosten. Danach lockert es etwas auf, bevor abends die nächste Warmfront Wolken und Regen schickt. Nachts 13 °, nachmittags 15 °. Mäßiger bis frischer und böiger Südwestwind.

Montag: Vormittags folgt die Kaltfront mit zum Teil etwas kräftigeren Schauern. Nachmittags lässt die Schauertätigkeit nach. Es lockert aber nur selten auf. Nachts 10 °, nachmittags 11 °. Mäßiger Südwestwind.

Dienstag: Von Süden her steigt der Luftdruck an. Es wird wolkig bis heiter und trocken. Dabei geht die Temperatur deutlich zurück. Nachts 4 °, nachmittags 7 °. Schwacher bis mäßiger Südwestwind.


Glaskugelbereich: 

Mittwoch verdichten sich vormittags bereits wieder die Wolken und eine Mischfront des Tiefs vor Norwegen zieht durch. Viel Regen hat sie vermutlich nicht bei sich.  Nachts 4 °,nachmittags 9 °. Schwacher bis mäßiger Südsüdwestwind. Donnerstag ist in der westlichen Strömung wieder ein Zwischenhochkeil an der Reihe. Es ist wechselnd bewölkt mit nur geringer Schauerneigung. Abends verdichten sich die Wolken und es regnet  ein bisschen. 

Ab dem 10. Januar sollen die Temperaturen auf die der Jahreszeit entsprechenden Werte zurückgehen.

29. Dezember 2022

 Menden heute:

Eine stramme westliche Strömung mit steifem und böigem Wind führte zu wechselnd, meist stark bewölktem Wetter mit nur kurzen Aufhellungen. Hin und wieder fiel ein kurzer Schauer. 

Tageshöchsttemperatur: 11,8 °

Tagestiefsttemperatur: 7,8 °

Tagesmitteltemperatur: 10,1 °

Sonnenscheindauer: 20 Minuten

Regen: 1,2 mm

Stärkste Windböe: 50 km/h (7 Bft)


Entwicklung:

Freitag: Der Zwischenhochkeil bestimmt leider vor allem heute Nacht das Wetter. Vormittags ist es noch freundlich mit zeitweise aufgelockerter Bewölkung. Ab Mittag verdichten sich die Wolken und nachmittags zieht ein schmales Regengebiet durch. Es ist einer Mischfront des Schottlandtiefs geschuldet. Viel Regen gibt es nicht. Nachmittags und abends ist der südliche bis südwestliche Wind steif und böig. Nachts 6 °, nachmittags 11 °.

Samstag (Silvester) zieht eine Warmfront, die zur Luftmassengrenze wird, langsam über uns von Süd nach Nord hinweg. Nachts regnet es zeitweise, am Tag gelegentlich. Mit der Warmfront fließt von Südwesten in breitem Strom sehr milde Subtropikluft zu uns. Bei mäßigem bis steifem, zeitweilig böigem Wind ist es trotz der 10 ° nachts und 17 ° (!) am Tag eher ungemütlich. Je später der Tag, um so geringer ist die Schauerneigung. Zum Jahreswechsel sollte es trocken sein und auch der Wind lässt etwas nach. Den Neujahrssekt trinken wir bei 15 °. Eine absolute Seltenheit. Wenn es das überhaupt schon einmal in den letzten Generationen gegeben hat. 

Sonntag (Neujahr): Die Luftmassengrenze bleibt nördlich von uns liegen. Nachts regnet es erneut etwas. Am Tag ist es dann wechselnd wolkig mit Auflockerungen und weitgehend trocken. Der Südsüdwestwind flaut weiter ab, ist aber immer noch mäßig bis frisch. Nachts 13 °, nachmittags 15 °. 

Montag: Die Luftmassengrenze zieht am Montag als Kaltfront über uns hinweg. Den ganzen Tag müssen wir zeitweise mit Regen rechnen. Nachts 11 °, nachmittags 12 °. Schwacher bis mäßiger Südwestwind.


Glaskugelbereich:

Dienstag und Mittwoch baut sich über großen Teilen Europas hoher Luftdruck auf. Das windige und unbeständige Wetter wird zumindest unterbrochen. Es ist wechselnd wolkig mit Aufheiterungen und weitgehend trocken. Dienstag nachts 5 °, nachmittags 7 °. Mittwoch nachts 2 °, nachmittags 9 °.

Mittwoch, 28. Dezember 2022

28. Dezember 2022

Menden heute:

Im Warmsektor eines Tiefs über Irland blieb es heute weitgehend niederschlagsfrei. Abends schwenkten Trog und Kaltfront über uns hinweg. Sie brachten dem Ruhrgebiet und dem Bergischen Land einiges an Niederschlag. Bei uns blieb die Ausbeute mehr als dürftig. Der Wind war den ganzen Tag zu spüren. Hin und wieder kam er ziemlich böig daher.

Tageshöchsttemperatur: 9,9 °

Tagestiefsttemperatur: 5,0 °

Tagesmitteltemperatur: 8,0 °

Die Monatsmitteltemperatur hat heute die 3 °-Marke erreicht. Damit war Mitte des Monats nicht zu rechnen. Am 17.12. lag das Monatsmittel unter dem Gefrierpunkt. Und bis Ende des Monats werden wir auch über dem Monatsmittel der Jahre 2000-2019 von 3,3 ° liegen. Dann ist es amtlich: 2022 wird das wärmste Jahr seit Beginn meiner Aufzeichnungen vor 50 Jahren. 

Wir nehmen diese ständigen Temperaturrekorde fast achselzuckend hin. Die Sperrung einer Autobahn aufgrund einer Klebeaktion der "Last Generation" kriminalisieren wir. Die Sperrung einer Autobahn nach einem Lastwagen-Crash hat die gleichen Auswirkungen, ist business as usual. 

Sonnenscheindauer: 1 Minute

Regen: 0,6 mm

Stärkste Windböe: 34 km/h (5 Bft)


Entwicklung:

Donnerstag: Die Kaltfront zieht nach Osten ab. Wir kommen auf ihrer Rückseite in eine flotte westliche Strömung ohne Front. Vormittags kann noch der eine oder andere Spritzer Regen herunter kommen. Dann ist es wechselnd wolkig mit Auflockerungen. Leider bleibt der Wind mäßig, zeitweise auch frisch und böig aus Südwest. Nachts 9 °, nachmittags 11 °.

Freitag: Zunächst ist es unter Zwischenhocheinfluss noch freundlich. Aber bereits im Laufe des Vormittags setzt sich die Westdrift mit dem Beginn einer Frontengirlande fort. Eine Warmfront führt ab etwa 16 Uhr zu leichtem Regen. Abends zieht die nächste Frontengirlande mit weiterem Regen heran. Der zieht erst Samstagvormittag nach Nordosten ab. Nachts 5 °, nachmittags 11 °. Mäßiger bis kräftiger Südwind.

Samstag: Der Regen lässt im Laufe des Vormittags nach. Spätestens abends könnte es trocken bleiben. Es wird eine Rekordwärme für den Jahreswechsel geben. Nachts 10 °, nachmittags 16 °. Um Mitternacht 14 °. In ganz Deutschland wird es Wärmerekorde für Dezember und damit auch für Silvester geben. Man könnte fast im T-Shirt das Neue Jahr feiern, wenn nicht der sehr starke Wind einen Strich durch die Rechnung machen würde. Manche Rakete wird zum Querschläger. 

Sonntag haben wir erneut Warmsektorwetter. Es ist wechselnd, meist stark bewölkt mit gelegentlichen Auflockerungen und nur geringer Schauerneigung. Abends und nachts zieht die Kaltfront mit Schauern durch. Nachts 12 °, nachmittags 14 °. Etwas abflauender, von Süd auf Südwest drehender Wind. 


Glaskugelbereich:

Montag zieht eine Kaltfront mit Regen über uns hinweg. Das Timing ist noch unklar. Nachts 9 °, nachmittags 10 °. Dienstag baut sich von Süden ein Hoch über uns auf. Es wird freundlicher und kühler. Nachts 5 °, nachmittags 7 °.

Dienstag, 27. Dezember 2022

27. Dezember 2022

 Menden heute:

Zwischenhocheinfluss sorgte für wechselnd wolkiges Wetter mit einigen Auflockerungen am Nachmittag. Es war nach Kaltfrontdurchzug kühler als an den Vortagen. Der Wind blieb böig aus Südwest bis Süd.


Tageshöchsttemperatur: 7,2 °

Tagestiefsttemperatur: 3,7 °

Tagesmitteltemperatur:

Sonnenscheindauer: 1:15 Stunden

Regen: 0 mm

Stärkste Windböe: 35 km/h (5 Bft)

Hönnepegel heute Abend: 61 cm, 14 cm über dem mittleren Wasserstand von 47 cm


Entwicklung:

Mittwochvormittag zieht nördlich von uns eine wellende Front durch. Wir bekommen nur wenig von den Niederschlägen ab. Danach ist es bis zum Abend trocken. Dann schwenkt die Mischfront eines Tiefs über Irland mit etwas Regen über uns hinweg. Die Sonne sehen wir fast nicht. Der Südwestwind weht mäßig bis stark.

Donnerstag befinden wir uns in der strammen Westdrift in feucht-milder Meeresluft. Fronten gibt es nicht. Der Regen der Nacht klingt vormittags ab. Dann bleibt es trocken bei meist stärkerer Bewölkung mit einigen Auflockerungen. Nachts 8 °, nachmittags 11 °. Mäßiger bis starker, nachmittags abflauender Südwestwind.

Freitag: Zunächst liegen wir unter einem schwachen Zwischenhoch, das allerdings rasch nach Osten abzieht. Von Westen greift etwa ab Mittag die Warmfront eines Irlandtiefs auf das Sauerland über. Ihr folgt später die Kaltfront. Nach freundlichem Tagesbeginn verdichten sich die Wolken. Etwa ab Mittag müssen wir mit Regen rechnen, der ziemlich lang anhält. Nachts 5 °, nachmittags 12 °. Mäßiger bis steifer und böiger Südwind. 

Samstag: An der Küste bildet sich eine Luftmassengrenze, die feuchtwarme Luft im Süden von kälterer Luft im Norden trennt. An dieser Grenze fällt langandauernder Regen. Wieviel wir davon abbekommen, ist noch nicht sicher vorhersagbar. Von Süden steigt der Luftdruck wahrscheinlich an. Nachts 11 °, nachmittags 15 °. Zum Jahreswechsel könnte das Regengebiet über der Küste liegen. Bei uns wäre es dann trocken. Der tagsüber frische bis starke Südwestwind soll abends etwas abflauen.


Glaskugelbereich:

Den Neujahrstag sollen wir unter einem Zwischenhoch verbringen. Bei wechselnder Bewölkung bleibt es mit 12 ° nachts und 14 ° am Tag rekordverdächtig warm. Am Montag zieht mittags eine schwache Kaltfront durch. Danach setzt sich wieder höherer Luftdruck durch. Mit 9 ° nachts und 10 ° nachmittags ist es nach Kaltfrontdurchzug etwas kühler.

Auch im erweiterten Glaskugelbereich bis 11. Januar mit sehr beschränkter Haftung sehen alle Modelle zu warmes Wetter und so gut wie keinen Nachtfrost. 








 

26. Dezember 2022

 Menden heute:

Heute war es tagsüber bis auf ganz kurze Schauer trocken. Nach Durchzug der Kaltfront heute Nachmittag, die kaum einen Schauer zustande brachte, ging die Temperatur zurück und der Wind flaute ab.

Tageshöchsttemperatur: 11,3 °

Tagestiefsttemperatur: 3,4 °

Tagesmitteltemperatur: 8,6 °

Sonnenscheindauer: 6 Minuten

Regen: 4,4 mm

Stärkste Windböe: 35 km/h


Entwicklung:

Dienstag beruhigt sich das Wetter unter Zwischenhocheinfluss. Es ist wechselnd bewölkt mit kurzen Auflockerungen und trocken. Die Luft hat sich nach der Kaltfront vom Montag deutlich abgekühlt. Nachts 3 °, nachmittags 6 °. Mäßiger bis frischer Südwestwind.

Mittwoch: Nachts zieht eine wellende Kaltfront mit etwas Regen durch. Am Tag liegen wir in der Nähe einer Luftmassengrenze, die kühle Luft im Norden von milderer Luft im Süden trennt. Es ist meist stark bewölkt mit nur geringen Chancen auf Sonne. Bis auf ganz schwache Schauer ist es trocken. Nachts mit 5 ° und nachmittags mit 10 ° wieder deutlich wärmer. Mäßiger bis starker Südwestwind.

Donnerstag: Ein Trog des Norwegentiefs zieht nördlich von uns durch. Nachts regnet es. Am Tag ist die Schauerneigung gering. Die Sonne kommt hin und wieder durch. Nachts 8 °, nachmittags 11 °. Mäßiger, zeitweise böig auffrischender Südwestwind.

Freitag: Vormittags ist es noch wechselnd bewölkt mit Aufhellungen. Nachmittags kommt von Südwesten eine Mischfront mit zeitweiligem Regen heran. Der hält bis in die Nacht hinein an. Nachts 6 °, nachmittags 12 °. Mäßiger, in Böen starker Südwind.


Glaskugelbereich:

Samstag (Silvester) ist es unbeständig mit Regenfällen. Weiterhin bleibt es windig aus Südsüdwest. Nachts 11 °, nachmittags 15 °. Das wäre ein historischer neuer Temperaturrekord für den letzten Tag des Jahres (Bisher 10 ° am 31.12.1987). Am Neujahrstag bessert sich das Wetter unter einem Zwischenhoch. Nachts 11 °, nachmittags 14 °.

Montag, 26. Dezember 2022

25. Dezember 2022

 Menden heute:

Eine Frontengirlande, die von Polen bis zu den Kanarischen Inseln verläuft, bestimmte heute mit feuchter Meeresluft und länger anhaltendem leichtem Regen unser Wetter. Nach zwei recht kühlen Weihnachten 2020 und 2021 haben wir heute den weihnachtlichen Temperaturrekord für Menden von 12,5 ° aus dem Jahr 1983 nur knapp verfehlt. Es ging heute Nachmittag bis auf 12,3 ° hinauf. 

Tageshöchsttemperatur: 12,2 °

Tagestiefsttemperatur: 6,8 °

Tagesmitteltemperatur: 9,6 °

Sonnenscheindauer: 0 Minuten

Regen: 7,0 mm


Entwicklung:

Montag: Am 2. Weihnachtstag überquert uns nachmittags ein Höhentrog und labilisiert die Luftmasse. Gleichzeitig zieht die Kaltfront eines Norwegentiefs über uns hinweg. Vormittags ist es meist stärker bewölkt mit einigen Auflockerungen und bis auf kurze, unergiebige Schauer weitgehend trocken. Nachmittags verdichten sich die Wolken und es fallen dann kurze Schauer. Bei mäßigem bis frischem Südwestwind ist es nachts 10 °, nachmittags 11 °. 

Dienstag kommen wir von Süden in den Genuss eines Hochkeils. Es ist wechselnd wolkig mit längeren Auflockerungen. Bei mäßigem bis frischem Südwestwind merken wir den Durchzug der Kaltfront am Montag sehr deutlich an den Temperaturen: Vormittags 4 °, nachmittags 6 °. 

Mittwoch haben wir es wieder mit leichtem Zwischenhocheinfluss zu tun. Tagsüber ist es bei meist starker, nur hin und wieder auflockernder Bewölkung, meist trocken. Erst abends kommt von Westen die Kaltfront eines Tiefs südlich Islands zu uns voran. Sie überquert uns mit ihrem Regengebiet von etwa 21 Uhr bis 7 Uhr am Donnerstagmorgen. Nachts 4 °, nachmittags 10 °. Mäßiger, in Böen auch starker Wind aus Südwest.

Donnerstag fließt hinter der Front feuchte Meeresluft ins Sauerland. Es ist nach abklingenden Schauern stark bewölkt mit einigen Auflockerungen und weitgehend trocken. Frühmorgens 9 °, nachmittags 10 °. Nachts starker bis steifer Wind aus Südwest. Böen der Stärke 6 sind wahrscheinlich.


Glaskugelbereich: 

Am Freitag zieht von Südwesten ein Regengebiet durch. Wann genau, wird noch unterschiedlich berechnet. Nachts 7 °, nachmittags 10 °. Weiterhin böiger Wind aus südlichen Richtungen. Samstag, am Silvestertag, ziehen aus Südwesten weitere Schauer durch. Mit 10 ° nachts und 13 ° nachmittags ist es noch wärmer als an den Vortagen. Damit ist die Tatsache besiegelt, dass 2022 das wärmste Jahr seit Beginn meiner Aufzeichnungen sein wird. Das war bisher das Jahr 2020 mit einer Mitteltemperatur von 11,7 °. Die mittlere Jahrestemperatur von 1972 bis 2021 beträgt 9,8 °. 

Sonntag, 25. Dezember 2022

24. Dezember 2022

 Menden heute:


Nachdem der Wind abgeflaut war, konnte man eher an einen Frühlingstag denken als an den Heiligen Abend. Hin und wieder lockerten die Wolken kurz auf. Das Turmblasen vor der Vinzenz-Kirche war sehr gut besucht. Für die Bläser gab es schon unangenehmere Bedingungen.

Tageshöchsttemperatur: 11,0 °

Tagestiefsttemperatur: 7,4 °

Tagesmitteltemperatur: 9,7 °

Sonnenscheindauer: 38 Minuten

Regen: 0 mm

Stärkste Windböe: 46 km/h (6 Bft)


Entwicklung:

1. Weihnachtstag: Der Zwischenhochkeil ist nach Osten abgezogen. Von Südwesten überquert uns nachmittags eine Wellenstörung mit ihrem Regengebiet. Bis zum Mittag ist es noch wechselnd bewölkt. Dann nehmen die Wolken rasch zu und es beginnt zu regnen. Mit Unterbrechungen regnet es bis zum frühen Abend. Nachts 5 °, nachmittags 11 °. Mäßiger Süd- bis Südwestwind.

2. Weihnachtsfeiertag: Vor einer Kaltfront, die uns nachmittags erreicht, lockern die Wolken hin und wieder auf. Meist ist es aber stark bewölkt. Zwischen 15 und 16 Uhr kommt die Kaltfront mit Schauern zum Zuge. Am Abend lockern die Wolken wieder auf. Nachts 8 °, nachmittags 10 °. Mäßiger bis frischer Südwestwind.

Dienstag schiebt sich ein Keil des Hochs über den Alpen nach NRW. Es gibt einen Mix aus kurzen sonnigen Abschnitten und meist stärkerer Bewölkung. Dabei ist die durchgezogene Kaltfront an den Temperaturen spürbar. Nachts 3 ° bei zeitweiligem Aufklaren. Nachmittags 6 °.

Mittwoch haben wir es tagsüber wieder mit einem schwachen Zwischenhochkeil zu tun. Es ist wechselnd, meist stark bewölkt. Erst am späteren Nachmittag kommt von Westen ein wenig ergiebiges Regengebiet heran. Nachts 4 °, nachmittags 9 °. Sehr böiger Südsüdwestwind.

23. Dezember 2022

 Menden heute:

Eine wellende und damit langsam ziehende Frontenkette überquerte uns heute Nachmittag und heute Abend mit recht viel Regen und böigem Wind.

Tageshöchsttemperatur: 12,1 °

Tagestiefsttemperatur: 8,4 °

Tagesmitteltemperatur:9,9 °

Sonnenscheindauer: 0 Minuten

Regen: 9,4 mm


Entwicklung:

Am Heiligen Abend ist die Frontenkette nach Nordosten abgezogen. Für kurze Zeit baut sich ein Zwischenhochkeil auf. Er sorgt rasch für wechselnde, oft starke, aber zeitweise auch aufgelockerte Bewölkung. Die Schauerneigung ist gering und der Wind lässt im Laufe des Tages nach. Der dicke Wintermantel kann beim Turmblasen im Schrank bleiben. Nachts 9 °, nachmittags 10 °. Mäßiger bis frischer, nachmittags langsam abflauender Wind aus Südwest.

Am 1. Weihnachtstag schwenkt der Zwischenhochkeil rasch nach Osten und macht Platz für ein neues Randtief, das von Westen auf Deutschland übergreift. Sein Niederschlagsfeld kommt mittags nach NRW. Es ist noch unklar, ob es uns richtig trifft, oder ob es uns nur streift. Davon ist abhängig, ob der Nachmittag total verregnet oder nicht. Jedenfalls bleibt es warm. Nachts 6 °, nachmittags 11 °. Mäßiger Südwind.

Der 2. Weihnachtstag wird wegen des Durchzugs einer Kaltfront um die Mittagszeit sehr unbeständig. Immer wieder regnet es. Auflockerungen sind selten. Bei mäßigem, zeitweise böig auffrischendem Südwest- bis Westwind ist es nachts 9 °, nachmittags 10 °. 

Dienstag: Unmittelbar nach Weihnachten baut sich von Süden her ein Zwischenhoch auf. Hinter der Kaltfront ist deutlich kühlere Luft eingeflossen. Es ist wolkig mit Aufheiterungen und trocken. Nachts 3 °, nachmittags 6 °. Der Südwestwind bleibt frisch und gelegentlich böig. 


Glaskugelbereich:

Mittwoch zieht morgens ein nicht sehr ausgeprägter Trog mit etwas Regen durch. Danach ist es wechselnd wolkig und trocken. Nachts 4 °, nachmittags 8 °. Donnerstag überqueren uns weitere Fronten mit Schauern. Nachts 7 °, nachmittags 8 °. 

Donnerstag, 22. Dezember 2022

22. Dezember 2022

 Rückblick:

Der Deutsche Wetterdienst hat, deutschlandweit gemittelt, die Tage mit einer Schneedecke von 3 cm oder höher für den Zeitraum 1961 bis 2021 ermittelt und eine Trendlinie gezogen. 

Das Ergebnis ist wie erwartet: Nicht nur war früher mehr Lametta, auch mehr Schnee:
















Das obere Diagramm zeigt die Entwicklung im Flachland bis 300 m Höhenlage, dazu gehört Menden. Das untere Diagramm betrifft die Lagen von 300-700 Metern. Die 60er und 80er Jahre waren relativ schneereich. Dann ging es begab. Ein Turm in der Statistik ist das Jahr 2010 mit im Mittel 70 Schneetagen im Flachland. Mit 71 Schneetagen trifft Menden fast genau diesen Durchschnittswert. Danach ging es rapide weiter nach unten.

Auch in Lagen über 700 m ging die durchschnittliche Zahl der Schneetage um 30 % zurück. Nicht umsonst macht sich das Internationale Olympische Komitee Gedanken über die Zukunft der Olympischen Winterspiele.

Wenn der Opa seinen Enkeln sagt, dass früher mehr Schnee lag, dann hat er durchaus recht. Aber Ausnahmen wie 2010 sind immer möglich.


Menden heute:

Hinter dem Trog, der uns den Regen von heute Vormittag bescherte, baute sich ein sehr kurzlebiger Zwischenhochkeil auf. Bereits am Nachmittag setzte vor einer von Südwesten hereinziehenden Warmfront wieder Regen ein. So kam heute einiges an Regen herunter. Die Ruhrtalsperren verzeichnen immer noch einen sehr niedrigen Füllstand von 67,1 %. Er wird sich in den kommenden Tagen deutlich nach oben entwickeln. Im Sauerland hat es mehr geregnet als an seinem nördlichen Rand. Auch die Elbe und der Rhein werden steigende Wasserstände melden. Vor allem im Südwesten Deutschlands fallen sehr ergiebige Niederschläge.

Tageshöchsttemperatur: 9,8 °

Tagestiefsttemperatur: 7,2 °

Tagesmitteltemperatur: 9,0 °

Sonnenscheindauer: 32 Minuten

Regen: 7,4 mm (Meinerzhagen 25 mm, Eslohe 19 mm, Lüdenscheid 18 mm)


Entwicklung:

Freitag: Auch in den nächsten Tagen bleibt es bei der Westströmung, mit der immer wieder unterschiedlich kräftige Fronten zu uns geführt werden. Die Kaltfront von heute Abend zieht rasch ab. Das Zwischenhoch ist nur von geringer Wirkung und auch von kurzer Dauer. Bereits um 15 Uhr erreicht uns das Regengebiet einer Warmfront. Sie ist recht flott unterwegs und schon gegen 21 Uhr durch. Vor der Front ist es frühmorgens bedeckt mit etwas Regen, dann stark bewölkt mit nur geringer Chance auf Aufhellungen. Nachts 7 °, nachmittags 10 °. Mäßiger bis frischer Südwest-, später Südwind.

Samstag/Hl. Abend: Hinter der abziehenden Front baut sich erneut ein schwaches Zwischenhoch auf. Es ist wechselnd wolkig mit Auflockerungen und nur geringer Schauerneigung. Der eine oder andere Spritzer Regen ist möglicherweise nicht zu vermeiden. Der Wind stört nicht besonders. Nachts 9 °, nachmittags 10 °. 

Sonntag/1. Weihnachtstag: Von Westen zieht eine Warmfront heran, die uns aber nur kurzzeitig um die Mittagszeit mit etwas Regen streift. Ansonsten ist es bedeckt mit nur wenigen möglichen Aufhellungen. Nachts 7 °, nachmittags 11 °. Mäßiger Südwind.

Montag/2. Weihnachtstag: Hinter der auf die Warmfront folgenden Kaltfront fließt kühlere Nordseeluft zu uns, die zu einer vorübergehenden Abkühlung führt. Von Westen baut sich ein Zwischenhochkeil auf. Es ist dann wechselnd, meist stark bewölkt mit kurzen Auflockerungen und nur geringer Schauerneigung. Der Wind weht mäßig bis frisch aus Südwest. Nachts 6 °, nachmittags 9 °.


Glaskugelbereich:

Dienstag befinden wir uns an der Nordseite eines Hochs über Süddeutschland. Von Westen fließt (um ein Hoch immer im Uhrzeigersinn) Meeresluft zu uns. Es kann durchaus zu Auflockerungen oder sogar kurzen Aufheiterungen kommen. Regen ist nicht zu erwarten. Nachts 2 °, nachmittags 6 °. Mittwoch kommen wir auf der Westseite des abziehenden Hochkeils in eine südliche Strömung. Die Wolken lockern zeitweise auf und wir bekommen einen recht freundlichen Tag. Leider sehen das nicht alle Modelle so. Kein Wunder am 6. Vorhersagetag. Nachts 4 °, nachmittags 9 °.









21. Dezember 2022

 Menden heute:

Heute Abend um 22:47 Uhr beginnt der kalendarische Winter. Heute hat die Sonne ihre geringste Mittagshöhe erreicht. Sie steht dann an ihrem südlichsten Punkt und wandert aus Sicht der Erdbewohner ab morgen wieder langsam nordwärts. 

Die Tage vom 20.-23.12. sind mit einer Tageslänge von 7:50 Stunden die kürzesten des Jahres. Am 22.12. geht die Sonne um 8:32 Uhr auf und um 16:22 Uhr unter. Bereits am 1. Januar vergrößert sich die Tageslänge um 7 Minuten auf 7:57 Stunden. Das ist allein dem späteren Sonnenuntergang geschuldet. Denn morgens geht die Sonne bis Anfang Januar noch später auf. Am 1.1. um 8:34 Uhr.

Richtig bergauf geht es erst im Februar. Am 5. Februar geht die Sonne um 8:01 Uhr auf und um 17:26 Uhr unter. Die Dämmerung beginnt dann um 7:25 und endet um 18:00 Uhr. Die meisten Schüler können dann zumindest bei Zwielicht zur Schule gehen.


Der wellenden Kaltfront, die uns etwas Regen gebracht hat, folgte ein schwacher Zwischenhochkeil mit trockenem Wetter. Es gab kurze Aufhellungen. Für eine Minute Sonnenschein hat es aber nicht gereicht. Abends kamen die dichteren Wolken einer Warmfront zu uns, die das Wetter am Donnerstag bestimmen wird.

Tageshöchsttemperatur: 10,6 °

Tagestiefsttemperatur: 7,6 °

Tagesmitteltemperatur: 9,2 °

Sonnenscheindauer: 0 Minuten

Regen: 1,6 mm


Entwicklung:

Donnerstag: In einer strammen Westdrift überquert uns ein Höhentrog. In der zweiten Nachthälfte und am Vormittag zieht ein Regengebiet durch. Danach ist es stark bewölkt. Abends zieht dann bereits die Warmfront einer Tiefdruckwelle mit neuem Regen heran. Nachts 7 °, nachmittags 9 °. Mäßiger Südwestwind.

Freitagvormittag ist es zunächst niederschlagsfrei. Dann zieht die Kaltfront der Tiefdruckwelle mit zum Teil kräftigem Regen über uns hinweg. Der Regen hält bis zum Abend an. Nachts 8 °, tagsüber 10 °. Schwacher bis mäßiger Südwind. 

Samstag/Hl. Abend: Nach Durchzug der Front bleibt es nach leichter Schauerneigung am Vormittag später weitgehend niederschlagsfrei. Auflockerungen sind bei schwachem Zwischenhocheinfluss möglich. Mit 9 ° nachts und 10 ° nachmittags ist die Temperatur wenig weihnachtlich. Aber damit haben wir ja auch schon einige gerechnet. Mäßiger bis frischer Südwestwind.

Sonntag/1. Weihnachtstag: Wir befinden uns im Warmsektor eines Tiefs östlich von Schottland in feucht-milder Meeresluft. Es ist stark bewölkt, aber zunächst trocken mit möglichen kurzen Aufhellungen. Nachmittags zieht nördlich von uns ein Feuchtepaket mit Regen durch. Davon können wir etwas abbekommen. Nachts 7 °, nachmittags 11 °. Mäßiger Südwind. Die höchste Temperatur eines 25.12. habe ich 2015 mit 14,3 ° gemessen. 


Glaskugelbereich:

Am 2. Weihnachtstag zieht ein Trog mit einer Kaltfront durch. Es regnet zeitweise bei meist starker Bewölkung. Hinter der Front geht die Temperatur von 9 ° auf 4 ° zurück. Mäßiger bis frischer Südwestwind. Dienstag herrscht Zwischenhocheinfluss. Die Wolken lockern zeitweise auf. Erst am späteren Nachmittag verdichten sie sich erneut. Nachts 3 °, nachmittags 6 °. Mäßiger Südwestwind.

Dienstag, 20. Dezember 2022

20. Dezember 2022

 Rückblick:














Gestern habe ich das erhebliche Regendefizit der letzten 12 Monate dokumentiert. Heute geht es um die Durchschnittstemperatur der letzten 12 Monate.

Das bisher wärmste Jahr seit Beginn meiner Aufzeichnungen war 2020 mit einer Mitteltemperatur von 11,7 °. Das sind 1,5 ° (richtig müsste es Kelvin statt Grad heißen, ich belasse es aber bei Grad) mehr als das Mittel der Jahre 2000-2019. Nehme ich das Mittel meines gesamten Aufzeichnungszeitraums (9,8 °), beträgt die Differenz sogar 1,9 °.

2022 wird den Rekord des Jahres 2020 möglicherweise brechen. Nur der April war kühler als im Referenzzeitraum. Der Zeitraum von November bis November zeigt ein Mittel von 12,1 °. Allerdings war der Dezember 2021 ziemlich mild und die erste Dezemberhälfte 2022 richtig kalt. Das Dezembermittel hat sich aus dem kurzzeitigen Minusbereich bis jetzt auf +0,5 ° "erholt". Bis zum Ende des Monats geht es weiter aufwärts.

Es ist faszinierend und erschreckend zugleich, wie sich der Temperaturanstieg durch die Jahrzehnte zieht. Seit 2014 gab es kein Jahr mehr mit einer Mitteltemperatur unter 10,4 °.


Menden heute:

Warmsektor-Wetter. Hinter der gestern durchgezogenen Warmfront war es bei Zustrom milder Biskaya-Luft außergewöhnlich warm. Bis auf ein paar winzige Aufhellungen blieb es den ganzen Tag bedeckt mit mäßigem Südwind. Abends kam von Westen eine wellende, und damit sehr langsam ziehende Kaltfront nach Deutschland voran. Sie überquert uns in der Nacht mit etwas Regen. 

Tageshöchsttemperatur: 13,1 ° (neuer Tagesrekord für Menden; zu dieser Zeit kann es bei uns bis zu 15 ° warm werden)

Tagestiefsttemperatur: 9,3 °

Tagesmitteltemperatur: 10,8 °

Sonnenscheindauer: 18 Minuten

Regen: 1,8 mm


Entwicklung:

Mittwoch: Mittags liegt die Kaltfront auf der Linie Stettin-Freiburg. Auf ihrer Rückseite fließt etwas kühlere Luft zu uns. Sie ist trockener als die des Vortags. Morgens sind schwache Schauer möglich.  Dann kann hin und wieder die ansonsten starke Bewölkung auflockern. Abends überquert uns schon eine weitere Front mit etwas Regen. Nachts 8 °, nachmittags 10 °. Schwacher bis mäßiger Südwestwind.

Donnerstag: Hinter der abziehenden Mischfront erreicht uns sehr feuchte Luft, die nachmittags mit einer hereinziehenden Warmfront noch verstärkt wird. Wir bekommen einen sehr unfreundlichen, zeitweise regnerischen Tag. Mit 7 ° nachts und 9 ° nachmittags ändert sich an den Temperaturen wenig. Auch der mäßige Südwestwind bleibt erhalten.

Freitag haben wir es vormittags mit einem Zwischenhochkeil zu tun. Die Wolken können mal kurz auflockern, bevor mittags das nächste Frontensystem auf uns übergreift. Gegen 15 Uhr beginnt es zu regnen. Nachts 8 °, nachmittags 12 °. Mäßiger bis frischer Wind aus Südwest.

Hl. Abend: Nach Abzug der Kaltfront kommt ab Mittag nach dem deutschen Modell ein winziger Zwischenhochkeil zur Geltung. Er könnte für einen weitgehend trockenen Nachmittag und Abend sorgen. Nachts 9 °, nachmittags wenig weihnachtliche 10 °. Mäßiger bis frischer Südwestwind.


Glaskugelbereich: 

Am Weihnachtag bleiben wir vermutlich frontenfrei. Die Schauerneigung ist gering. Hin und wieder kann es auflockern. Nachts 7 °, nachmittags 10 °. Mäßiger bis frischer Südwestwind. Der 2. Weihnachtstag beginnt mit einem raschen Trogdurchzug und etwas Regen. Im Laufe des Vormittags kommt von Westen ein Hochkeil nach Westdeutschland. Da kann es gelegentlich auflockern und es bleibt trocken. Nachts 6 °, nachmittags 9 °. Schwacher bis mäßiger Südsüdwestwind.

Dieses recht freundliche Szenario des Deutschen Wetterdienstes teilen auch einige andere Modelle.

19. Dezember 2022

 Menden heute:

Die Eisschicht vor allem auf Gehwegplatten und Klinkersteinen hatte sich bis zum frühen Morgen verflüchtigt. Die Temperatur stieg rasch auf vier Grad. Schneereste und Eis schmolzen rasch ab. Der Straßen- und Fußgängerverkehr in Menden war morgens nicht beeinträchtigt.

Im Warmfrontbereich des ostatlantischen Tiefs blieb es heute den ganzen Tag bedeckt. Die Temperatur stieg auf zweistellige Werte. Erstmals gab es so etwas wie Wind. 

Tageshöchsttemperatur: 10,5 °

Tagestiefsttemperatur: 1,4 °

Tagesmitteltemperatur: 6,5 °

Sonnenscheindauer: 0 Minuten

Regen: 2,8 mm

Stärkste Windböe: 38 km/h (5 Bft)


Entwicklung:

Dienstag: In den nächsten Tagen geraten wir in eine stramme Westdrift. Ein Tiefdrucksystem in fünf km Höhe reicht von Neufundland bis nach Russland. An dessen Südseite überqueren Fronten und kleine Tröge unseren Raum und bringen unbeständiges Wetter. 

Auf der Südostseite des umfangreichen Tiefdrucksystems fließt Dienstag feuchte Meeresluft ins Sauerland. Nachmittags und abends überquert uns eine Kaltfront. Zunächst ist es stark bewölkt mit der Möglichkeit, dass einige Spritzer Regen fallen. Nachmittags verdichten sich die Wolken und es regnet zeitweise, abends auch kräftiger. Nachts 6 °, nachmittags 11 °. Mäßiger bis frischer Wind aus Südsüdwest.

Mittwoch: Nachts regnet es weiter. Zunächst geraten wir unter leichten Zwischenhocheinfluss. Nachmittags zieht ein Trog mit leichtem Regen durch. Vor dem Trog ist es oft stark bewölkt. Zeitweise lockern die Wolken auch auf. Es bleibt sehr mild mit nachts 7 °, nachmittags 9 °. Schwacher bis mäßiger Südostwind.

Donnerstag: Unter Tiefdruckeinfluss ganztägig unbeständig mit zeitweiligem Regen. Nachts 6 °, nachmittags 10 °. Mäßiger bis frischer Südwestwind.

Freitag: Eine Warm- und eine Kaltfront des Tiefs vor Irland überqueren uns im Laufe des Tages. Den ganzen Tag ist es stark bewölkt oder bedeckt mit zeitweisem Regen. Es kommt einiges an Niederschlag herunter. Nachts 8 °, nachmittags 11 °. Mäßiger bis frischer Südwestwind. 


Glaskugelbereich:

Am Heiligen Abend und zu Weihnachten bleibt es bei der milden Westlage. Das ist aber schon das einzige, was sicher ist. Gibt es einen eher mäßig freundlichen Heiligen Abend oder ist es sehr windig und regnerisch? Sicher ist nichts. Ich tendiere aus heutiger Sicht zu eher wenig Regen im nördlichen Sauerland. 

Sonntag, 18. Dezember 2022

18. Dezember 2022

 Glatteislage:

Alle Warnlampen sind an: Der Deutsche Wetterdienst und Meteosafe sehen eine realistische Gefahr für Glatteisregen heute Nacht von etwa 0:00 Uhr bis 6:00 Uhr bzw. 8:00 Uhr. Wer also morgen früh das Haus verlassen muss, sollte als erstes prüfen, ob Gehwege und Straßen glatt sind.

Die Temperatur verharrt zurzeit bei gut einem Grad. Das bedeutet, der Boden taut nicht auf. Es bildet sich  vielmehr bodennah eine dünne Luftschicht mit Temperaturen um oder etwas unter dem Gefrierpunkt. Diese Lage ändert sich im Laufe der Nacht noch nicht durchgreifend. Zwar steigt die Temperatur in zwei Metern Höhe weiter an. Dieser Prozess kommt aber am Boden verzögert an. 

Meist hilft uns hier auf der Nordseite des Sauerlandes bei Südwind der Föhn, um Glatteisregen zu verhindern. Sicher ist das nicht. Also Vorsicht.


Rückblick:

Die Trockenheit der letzten Jahre und auch der letzten Monate ist ins allgemeine Bewusstsein gedrungen. Wie sah es aber konkret in Menden im letzten Jahr aus? Hier ist die Antwort:












In den letzten 12 Monaten ist in Menden fast ein Viertel (genau 22,7 %) weniger Regen gefallen, als das nach den Durchschnittwerten der Jahre 2000-2019 zu erwarten gewesen wäre. Das ist mehr als ein Alarmsignal. Denn die Böden waren durch das Niederschlagsdefizit der vergangenen Jahre ohnehin schon trocken und die Grundwasserstände im Sinkflug. Der Dezember mit bisher 19 mm Regen reiht sich zunächst in die Reihe trockener Monate ein. In den nächsten Tagen wird das Defizit etwas reduziert. Es regnet hin und wieder mal kräftiger.


Menden heute:

Das Hoch der beiden letzten Tage ist nach Polen weitergezogen. Wir gelangen jetzt in den Einflussbereich des Ostatlantiktiefs und damit in milde Meeresluft. Heute Vormittag schien noch die Sonne. Ab Mittag verdichteten sich die Wolken und von Belgien her kommt jetzt Regen auf. Er hat inzwischen NRW erreicht. Aus Bochum wird um 22:22 Uhr eine geschlossene Eisschicht gemeldet. 

Tageshöchsttemperatur: 2,7 °

Tagestiefsttemperatur: -3,9 °

Tagesmitteltemperatur: -0,4 °

Sonnenscheindauer: 2:55 Stunden

Niederschlag: 0 mm

Morgens Schneereste auf dem Rasen 


Entwicklung:

Montag: Nachts zieht die Warmfront des Ostatlantiktiefs über uns hinweg. Zunächst ist Glatteisregen möglich. Er geht im Laufe der zweiten Nachthälfte in Regen über. Vor Betreten von Gehwegen und Fahrbahnen Glättetest machen. Um die Mittagszeit ist der Regen durch. Es ist dann meist stark bewölkt und trocken. Nachts 1 °, nachmittags 9 °. Mäßiger, gelegentlich starker Wind aus Süd.

Dienstag kommt mit einer Mischfront des Tiefs erneut Regen auf. Viel wird es nicht sein. Die Sonne macht sich rar. Abends und nachts zieht ein weiteres Regengebiet durch. Es bleibt mit 7 ° am Morgen und 11 ° nachmittags außergewöhnlich mild. Der Wind weht mäßig bis frisch aus Süd. Nach langer Flaute produzieren die Windräder wieder in größerer Menge Strom und verhindern weitgehend, dass Gas zur Stromerzeugung eingesetzt werden muss. 

Mittwochvormittag zieht das Regengebiet, das an eine Kaltfront gekoppelt ist, nach Osten ab und wir geraten unter Zwischenhocheinfluss. Die Wolken lockern bei geringer Schauerneigung zeitweise auf. Hinter der Kaltfront ist kühlere Luft eingeflossen. Nachts 7 °, nachmittags 8 °. Mäßiger Südwestwind. 

Donnerstag: Wir geraten jetzt vollends in eine stramme Westwetterlage. Es ist leicht unbeständig mit wenigen Auflockerungen und leichten Schauern. Nachts 7 °, nachmittags 10 °.  Mäßiger bis frischer Südwestwind.


Glaskugelbereich: 

Freitagnachmittag zieht eine Warmfront mit einem breiten Regenband über uns hinweg. Es könnte endlich mal ergiebigen Regen geben. Erst gegen Abend lockern die Wolken wieder auf. Nachts 8 °, nachmittags 12 °. 

Am Heiligen Abend sollen wir in eine südwestliche Anströmung mit sehr schwachem Zwischenhocheinfluss geraten. Das würde bedeuten: Wechselnde Bewölkung, nur geringe Schauerneigung. Sehr mild. Bis 12 °. Diese Vorhersage wird allerdings von wichtigen Modellen nicht geteilt. Sie prognostizieren eher regnerisches Wetter, teilweise sogar mit viel Wind. An den Weihnachtstagen soll sich das Wetter beruhigen. Aber auch das ist unsicher. 

Samstag, 17. Dezember 2022

17. Dezember 2022

 Menden heute:
















Der beginnende Nachthimmel vor dem 4. Advent. Solche Sonnenuntergänge mit stahlblauem Himmel und Orangetönen werden wir vorerst nicht mehr sehen. Heute war dieser Traumhimmel der Auftakt für die letzte frostige Nacht bis auf Weiteres. 

Minus 9,6 ° war die tiefste Temperatur der vergangenen Nacht. Richtig kalt. Aber nicht mal ein neuer Tagesrekord für einen 17. Dezember. Am gleichen Tag des Jahres 1981 ging es runter bis auf -13 °. Am 19. Dezember 2009 habe ich -16,3 ° gemessen. Die tiefste Temperatur im Dezember gab es am 31.12.1978: -17 °. Damals lagen 20 cm Schnee. Norddeutschland meldete die größte Schneekatastrophe seit Menschengedenken. Seitdem gibt es dort professionelle Schneeräummaschinen. 

Ein Hoch über Mitteleuropa bestimmte heute unser Wetter. Dort wo der Nebel sich auflösen konnte, schien den ganzen Tag die Sonne. Vor allem im Münsterland, aber auch am Rhein und Teilen des Ruhrgebiets blieb es den ganzen Tag trüb.

Tageshöchsttemperatur: -1,8 ° (der zweite Eistag des Monats)

Tagestiefsttemperatur: -9,6 °

Tagesmitteltemperatur: -6,0 °  (Heute ist die Monatsmitteltemperatur unter den Gefrierpunkt gesunken)

Sonnenscheindauer: 6:49 Stunden (drei Tage hintereinander der selbe Wert. Die Tageslänge verändert sich nur noch graduell)

Niederschlag: 0 mm


Entwicklung:

Sonntag zieht das Hochdruckgebiet langsam nach Polen. Die Strömung dreht auf Süd. Von Westen wandert eine Warmfront des ostatlantischen Tiefdrucksystems in unsere Richtung. Zunächst ist es noch heiter. Ab Mittag kommen zunächst hohe Schleierwolken, dann Schichtwolken auf. Es bleibt aber noch niederschlagsfrei. Heute Nacht wird es nochmal kalt; aber wohl nicht so kalt, wie das vielfach vorhergesagt wird. Ich meine, kälter als -5 ° oder höchstens -6 ° wird es nicht. In der Höhe ist schon etwas mildere Luft angekommen. Etwa um 11 Uhr überschreitet die Temperatur den Gefrierpunkt und wird ihn für längere Zeit nicht mehr unterbieten. Der Wind weht schwach, zeitweise auch frisch aus Südost.

Montag überquert uns die angekündigte Warmfront nachts und vormittags mit Regen. Sehr viel wird nicht herunterkommen. Ab Mittag kann die Bewölkung zeitweilig auflockern. Nachts 1 °, nachmittags 9 °. Mäßiger bis frischer, zeitweise böiger Wind aus Süd.

Dienstag zieht morgens ein wenig ergiebiges Regengebiet durch. Nachmittags erreicht uns eine wellende, also langsam ziehende Front mit einem länger anhaltenden Niederschlagsereignis. Erst Mittwochmittag ist es wieder trocken. Nachts 8 °, nachmittags 11 °. Mäßiger Südwind.

Mittwoch: Nach Abzug der Front lockern die Wolken nachmittags auf und es ist trocken. Die Kaltfront hat etwas kältere Luft zu uns gebracht. Nachts 7 °, nachmittags 8 °. Mäßiger Südwestwind. 


Glaskugelbereich:

Donnerstag zieht nachts und am Vormittag eine weitere Front mit Regenschauern durch. Nachmittags kann es gelegentlich wieder auflockern. Nachts 7 °, nachmittags 9 °. Freitag  kommt von Südwesten eine Wellenstörung mit einem umfangreichen Regengebiet. Nachts 8 °, nachmittags 12 °. Mäßiger, zeitweise böig auflebender Südwestwind. 

Für die Weihnachtstage ist eine verlässliche Vorhersage nicht möglich. Sowohl der britische Wetterdienst als auch der europäische Dienst sehen Sturmpotenzial für Freitag oder auch den Heiligen Abend. Dann könnte es sich vorübergehend auch abkühlen. Es ist fast jedes Jahr dasselbe. Das Weihnachtswetter lässt sich erst kurzfristig in die Karten gucken. 



16. Dezember 2022

 Heizung:

Energiesparen ist angesagt. Empfehlungen zum Sparen beim Duschen, bei der Raumtemperatur und bei der Beleuchtung sind überall zu finden. Gleichzeitig geht es ganz banal ums Geld. Gas und Strom sind teuer. 

Und dann das Unerwartete: Die erste Dezemberhälfte war ungewöhnlich kalt. Eine mittlere Temperatur von nur 0,5 ° ist in diesem Jahrhundert im Dezember erst einmal unterboten worden. Schnell wurde aus der Absicht, die Raumtemperatur abzusenken, der Wahrheitscheck. 19 Grad in den Wohnräumen? Trotz Pullover zu kalt für Senioren. Leichter Husten und Schnupfen sind ohnehin schon ein Dauerzustand. Stärkere Nachtabsenkung in einem nur mäßig gedämmten Haus? Energetisch nicht sinnvoll. Das Aufheizen am Morgen frisst die nachts eingesparten Kilowattstunden rasch wieder auf. Hoffnungen auf die tiefstehende Sonne, die im Winter eine gute Zusatzheizung ist, zerschlugen sich an fast allen Tagen. Nach einigem Probieren haben wir uns auf 20,0 ° am Tag verständigt. Die Heizkörperthermostate halten diesen Wert sehr gut ein. 

Ein Blick auf die Zähler für Gas und Wärmepumpenstrom hatte das erwartete Ergebnis:

Setze ich den Verbrauch der mit 7,2 ° recht warmen letzten Novemberhälfte auf 100 %, dann lag der Verbrauch der ersten Dezemberhälfte mit einer Mitteltemperatur von 0,5 ° bei 371 %. Die Heizung hat also das 3,7-fache verbraucht. Acht Frostnächte mit bis zu -6,0 ° und fünf Tage mit einer negativen Mitteltemperatur forderten ihren Tribut.

Bis Sonntag bleibt es noch sehr frostig. Dann dreht die Witterung auf mild und unbeständig. Der Energiehunger der Heizung beruhigt sich deutlich. 


Menden heute:

Eine Hochdruckbrücke bestimmte heute mit recht trockener Luft unser Wetter. Den ganzen Tag schien wieder die Sonne. Auf die Minute so lange wie gestern. Nur für ein paar Minuten überschritt die Temperatur den Gefrierpunkt. Die Kälte hat sich ziemlich festgesetzt. Wind war erneut Fehlanzeige. Kein guter Monat bisher für die Windenergie. 
















Hexenteich und Kapellenberg im Frost. Die Eisdecke des Hexenteichs ist schon ziemlich fest, aber wohl noch nicht tragfähig zum Schlittern oder Eislaufen. 

Tageshöchsttemperatur: 0,3 °

Tagestiefsttemperatur: -7,4 °

Tagesmitteltemperatur: -4,6 °

Sonnenscheindauer: 6:49 Stunden

Niederschlag: 0 mm

Schneereste auf dem Rasen


Entwicklung:

Samstag entwickelt sich ein Hochdruckgebiet über Deutschland. Nach sternenklarer Nacht mit Nebelfeldern in Flusstälern, die sich vermutlich rasch auflösen, scheint morgen wieder den ganzen Tag die Sonne vom meist wolkenlosen Himmel. Nachts -8 °, nachmittags um den Gefrierpunkt. Meist schwacher südlicher Wind.

Sonntag zieht das Hoch nach Polen ab. Wir geraten auf seiner Westseite in eine südliche Strömung. Von Westen kommen die Fronten des Atlantiktiefs zu uns voran. Sie beenden mit einem breitem Strom milder Luft die Frostperiode. Vormittags ist es noch heiter oder leicht bewölkt. Ab Mittag kommen hohe Stratuswolken an den Himmel, die sich stetig weiter verdichten. Es bleibt aber noch niederschlagsfrei. Gegen 10 Uhr überschreitet die Temperatur den Gefrierpunkt. Wärmer als 2 ° wird es aber noch nicht. Mäßiger, gelegentlich auch frischer Wind aus Süd.

Montag: Vormittags zieht eine erste Warmfront mit leichtem Regen über uns hinweg. Sie beseitigt rasch die Schnee- und Reifbedeckung auf Wiesen und Pflanzen. Mittags ist der Regen durch und die Wolken können hin und wieder auflockern. Nachts 1 °, nachmittags 9 °. Mäßiger bis frischer Südwind.

Dienstag: Vormittags kann ein Feuchtepaket mit etwas Regen durchziehen. Ansonsten befinden wir uns in einer milden Südwestströmung ohne Fronten. Es ist meist stärker bewölkt mit einigen kurzen Auflockerungen. Nachmittags bleibt es trocken. Nachts 7 °, nachmittags 11 °. Mäßiger bis frischer südlicher Wind.


Glaskugelbereich: 

Mittwoch zieht nachts und morgens eine Front mit Schauern durch. Nachmittags nimmt die Schauerneigung ab und die Wolken lockern gelegentlich auf. Nachts 7 °, nachmittags 8 °. Donnerstag überquert uns eine weitere atlantische Front mit Regen. Auch der Freitag ist unbeständig mit Niederschlägen und mit 10 ° sehr mild.

Nach den Modellen des europäischen und amerikanischen Wetterdienstes bekommen wir ein ausgesprochen mildes Weihnachtsfest. 


Freitag, 16. Dezember 2022

15. Dezember 2022

 Rückblick:

Mit einer Mitteltemperatur von 0,5 ° kann die erste Dezemberhälfte als ungewöhnlich kalt gelten. Auf den ganzen Monat bezogen hat es in diesem Jahrhundert nur einen Dezember gegeben, der kälter war: den Dezember 2010 mit einer Mitteltemperatur von -3,0 ° und dem letzten mit weißen Weihnachten an allen drei Tagen. Wie außergewöhnlich diese erste Dezemberhälfte war, kann man daran erkennen, dass der zweitkälteste Dezember dieses Jahrhunderts, der des Jahres 2009, eine Mitteltemperatur von 1,2 ° hatte. Im Durchschnitt der Jahre 2000-2019 lag die Dezembertemperatur bei 3,3 °.

Der Wert wird sich relativieren. Die zweite Dezemberhälfte wird deutlich wärmer.


Menden heute:

Ein schwacher Hochkeil reichte, um einen fast wolkenlosen Tag zu kreieren. Es war bitterkalt heute Morgen und schon um 16 Uhr rutschte die Temperatur nach kurzer Verschnaufpause wieder unter den Gefrierpunkt. Jetzt um Mitternacht ist es -5,3 °, in Bösperde, wo sich im Tal die Kaltluft stärker sammelt, bereits -6,6 °.

Tageshöchsttemperatur: 1,8 °

Tagestiefsttemperatur: -6,0 °

Tagesmitteltemperatur: -3,4 °

Sonnenscheindauer: 6:49 Stunden

Niederschlag 0 mm


Entwicklung:

Freitag: Über dem nördlichen Deutschland bleibt eine schwache Hochdruckbrücke erhalten. Sie verstärkt sich im Laufe des Tages noch etwas. Heute Nacht ist es oft klar und die Temperatur geht wieder in den Keller. Vermutlich wird es noch etwas kälter als am Donnerstag, also etwa -8 °. Am Tag ist es heiter oder wolkig und trocken. Mittags geht es kaum über den Gefrierpunkt hinaus. Der Wind weht schwach aus nördlichen Richtungen.

Samstag baut sich ein abgeschlossenes Hochdruckgebiet über Deutschland auf. Nachts wird es bei klarem Himmel wieder frostig, etwa -6 °. Am Tag ist es heiter bis wolkig, trocken und nochmals kalt. Nachmittags 0 °. Der Wind dreht auf Süd, was mit dem sich nach Osten verlagernden Hoch zu tun hat.

Sonntag kommt die Wetterwende. Das Hoch hat sich mittags nach Polen verlagert, vor der französischen Küste liegt die Warmfront des Atlantiktiefs, die sich in unsere Richtung bewegt. Vormittags ist es noch heiter. Nachmittags ziehen zunächst hohe, dann dichtere Wolken heran. Bis zum Abend bleibt es trocken. Nachts -4 °, mittags überschreitet das Thermometer den Gefrierpunkt. Um Mitternacht ist es etwa 4 °. Der südliche Wind legt deutlich zu.

Montag überquert uns in der ersten Tageshälfte ein Regengebiet, das mit der heranziehenden Warmfront zusammenhängt. Nachmittags ist der Regen durch und es trocknet ab. Nachts 2 °, nachmittags 8 °. Mäßiger bis frischer südlicher Wind.


Glaskugelbereich: 

Dienstag geraten wir in eine Südwestlage, die in den nächsten Tagen zu einer Westlage wird. Unser Wetter wird also atlantisch geprägt. Es ist windig und mild. Am Dienstag ist es meist stärker bewölkt und weitgehend trocken mit nur geringer Schauerneigung. Nachts 7 °, nachmittags 11 °. Mittwoch überquert uns eine Kaltfront. Am Vormittag regnet es, nachmittags lockern die Wolken wieder auf. 

Die Tage werden abends bereits wieder länger. Sonnenuntergang am Freitag 16:20 Uhr, am Mittwoch 16:22 Uhr., am Weihnachtstag 16:24 Uhr.

Zum Weihnachtswetter sind sich die Wettermodelle natürlich noch nicht ganz einig. Wahrscheinlich ist eine sehr milde Wetterlage mit Temperaturen deutlich über 0 °.

Donnerstag, 15. Dezember 2022

14. Dezember 2022

 Menden heute:

Wer heute Vormittag in Richtung Norden schaute, sah die Nahtstelle zwischen bedecktem Himmel und nahezu wolkenlosem Himmel immer an der selben Stelle. Die Aufheiterungszone kam einfach nicht zu uns voran. Die Nordströmung erzeugte an Haarstrang und Sauerland immer wieder Wolken. Erst am späteren Nachmittag kam die Sonne kurz durch. So kam Münster heute auf 5:24 Stunden Sonnenschein, Werl und Fröndenberg auf zwei Stunden, Hemer auf Lüdenscheid gingen leer aus. Da ich immer die Sonnen-Daten aus Hemer übernehme, steht unten also 0 Minuten. Es wurde aber so rechtzeitig wolkenlos, dass die Temperatur nach Sonnenuntergang rasch in den Keller ging. Jetzt kurz vor Mitternacht, messe ich bereits -5,0 °, Hemer ist bereits bei -7,1 °. Es wird noch weiter nach unten gehen. 

Tageshöchsttemperatur: -0,3 °

Tagestiefsttemperatur: -4,9 °

Tagesmitteltemperatur: -2,9 °

Sonnenscheindauer: 0 Minuten

Niederschlag: 0 mm

Schneereste auf dem Rasen


Entwicklung:

Donnerstag ziehen Tiefdruckgirlanden über den äußersten Norden und den äußersten Süden Deutschlands hinweg. Die Luftmassengrenze im Süden hat zum Teil gravierende Auswirkungen auf das Leben der Menschen. Eisregen und auf dem Boden gefrierender Regen, zum Teil zentimeterdick, führten am Mittwoch zu vielen Stürzen und Verkehrsunfällen. Donnerstag ist das Problem noch nicht behoben. Über dem Küstengebiet ziehen Schauer entlang. Wir liegen dazwischen im Bereich geringer Luftdruckgegensätze. Die Sonne scheint voraussichtlich ausdauernd. Von -7 ° am frühen Morgen geht es nachmittags auf 2 ° hinauf. Der Wind weht meist schwach aus Südwest.

Freitag: An der Nordostseite eines Azorenhochkeils, der bis nach Südschweden reicht, fließt recht kalte und mäßig feuchte Luft zu uns. Es ist wolkig mit Aufheiterungen und trocken. Nachts wieder sehr kalt mit -6 °. Nachmittags kommt die Temperatur höchstens knapp über den Gefrierpunkt. Schwacher Nordost- bis Nordwind.

Samstag liegt ein kräftiges Hoch mitten über Deutschland. Wolkenreste der Nacht lösen sich auf und wir bekommen einen meist sonnigen Tag. Frühmorgens ist es wieder sehr kalt mit -6 °. Nachmittags etwa 1 °. Meist schwacher südlicher Wind.

Sonntag verlagert sich das Hoch rasch nach Polen. Von Frankreich nähert sich die Warmfront eines umfangreichen Tiefdrucksystems über dem Atlantik. Sie wird unser Wetter vollkommen verändern. Zunächst ist es noch freundlich. Bereits um die Mittagszeit macht sich der Wolkenschirm der Warmfront bemerkbar. Abends kann es etwas regnen. Der Wind frischt böig auf. Das hatten wir schon lange nicht mehr. Nachts nochmal kalt mit -5 °. Gegen Mittag überschreitet die Temperatur den Gefrierpunkt und wird ihn in den nächsten Tagen nicht mehr unterschreiten.


Glaskugelbreich:

Montag zieht von Südwesten ein Regengebiet durch. Nachts 3 °, nachmittags knapp 10 °. Mäßiger, zeitweise auffrischender Wind aus südlichen Richtungen. Dienstag sind in einer Südwestlage schwache Schauer möglich. Es ist stark bewölkt, sehr windig aus südlichen Richtungen und mit 11 ° ist das Weihnachtstauwetter auch in höheren Lagen angekommen.

An Weihnachten soll es wieder kühler werden. Weiße Weihnachten scheinen aus heutiger Sicht ausgeschlossen. 

Mittwoch, 14. Dezember 2022

13. Dezember 2022

 Menden heute:

Das war der erste Eistag des Winters. Im letzten Winter hatte es keinen einzigen gegeben. An einem Eistag steigt die Temperatur den ganzen Tag nicht über den Gefrierpunkt. Heute Nacht war es richtig kalt. Einige Messdaten aus NRW:

Eslohe: -11,5 °

Neheim: -9,7 °

Lüdenscheid: -9,4 °

Bad Lippspringe: -9,0 °

Werl: -7,5 °

Fröndenberg (Golfclub): -7,2 °

Hemer: -5,7 °

Menden: -5,7 °

Eine Hochdruckbrücke sorgte heute Nacht für einen klaren Himmel. Der Boden strahlte aus. Schneereste und Reif auf den Wiesen verstärkten diesen Prozess. Am Tag schien die Sonne vom meist wolkenlosen Himmel. Nachmittags kamen die hohen Wolken einer Warmfront, die erst die Bretagne erreicht hat, bis zu uns voran. Sie sind auch in der Nacht vorhanden und dämpfen die Ausstrahlung. 

Tageshöchsttemperatur: -0,6 °

Tagestiefsttemperatur: -5,7 °

Tagesmitteltemperatur: -3,5 °

Sonnenscheindauer: 5:52 Stunden

Niederschlag: 0 mm


Entwicklung:

Mittwoch hat die Warmfront Süddeutschland erreicht und bildet dort eine Luftmassengrenze zwischen der Kaltluft nördlich der Grenze und deutlich wärmerer Luft südlich davon. In Süddeutschland schneit es. Unmittelbar an den Alpen droht Eisregen. Wir haben es zunächst noch mit dem Wolkenschirm der Warmfront zu tun. Von Norden reißen die Wolken auf. Unsere Lage im Luv des Sauerlandes ist aber ungünstig. Und so kann es längere Zeit dauern, bis auch bei uns die Sonne scheint. Nachts -5 °. Vermutlich schafft die Temperatur es erneut nicht, den Gefrierpunkt zu erreichen. Der Wind weht schwach aus unterschiedlichen Richtungen. 

Donnerstag ändert sich an der Wetterlage und am Wetter wenig. Nachts oft klar mit Temperaturrückgang auf -6 °. Am Tag heiter und trocken. Nachmittags 2 °. Schwacher bis mäßiger südwestlicher Wind.

Freitag baut sich von Westen ein Hochdruckgebiet auf. An seiner Ostseite fließt zunächst kalte Meeresluft zu uns. Es ist bewölkt. Im Laufe des Tages sollte es immer mehr Aufheiterungen geben.  Nachts -3 °, nachmittags 1 °. Meist schwacher Nordostwind.

Samstag ist es unter einem Hochdruckgebiet meist heiter und trocken. Nachts wieder kalt mit -5 °. Nachmittags 2 °. Schwacher bis mäßiger Südwind. 


Glaskugelbereich:

Sonntag ist der Tag des Wetterwechsels. Nachts ist noch das abziehende Hoch präsent und es wird nochmals kalt: -5 °. Am Tag nimmt die Bewölkung rasch zu. Es bleibt aber bis zum Sonnenuntergang trocken. Bereits mittags wird der Gefrierpunkt überschritten. Am Tagesende sind 4 ° erreicht. Die Kälteperiode ist beendet. Montag überqueren uns die Fronten eines Skandinavientiefs. Es ist unbeständig mit zeitweiligem Regen und nach 2 ° Tiefsttemperatur bis zu 8 ° warm. Dafür wird es aber sehr windig. 

Die deutliche Erwärmung soll nur wenige Tage anhalten. Dann gehen die Temperaturen nach den relativ einigen Modellen auf jahreszeitlich normale Temperaturen von 3-5 ° am Tag zurück. Nachts soll es frostfrei bleiben. Keine weiße Weihnachten.

Montag, 12. Dezember 2022

12. Dezember 2022

Menden heute:

 Westlich von Dortmund schien heute den ganzen Tag die Sonne vom zeitweise wolkenlosen Himmel. Das Hoch über Mitteleuropa zeigte nur dort seine volle Wirkung. Eine Wolkenzone, die längs über Deutschland lag, verlagerte sich nur sehr langsam nach Osten. Ab 18 Uhr war es auch bei uns wolkenlos. Das wird zu deutlich niedrigeren Nachttemperaturen führen.

Tageshöchsttemperatur: 1,5 °

Tagestiefsttemperatur: -2,9 °

Tagesmitteltemperatur: -0,3 °

Sonnenscheindauer: 1:35 Stunden

Niederschlag: 0,2 mm (Reif)


Entwicklung:

Dienstag: Das Hoch reicht mittags von der Nordsee bis zum Schwarzen Meer. Es sorgt für eine klare, sehr kalte Nacht und viel Sonne bis zum späten Nachmittag. Erst etwa zum Sonnenuntergang kommen hohe Wolken des vom Atlantik nach Frankreich ziehenden Tief zu uns herein. Die Temperatur geht heute Nacht auf etwa -5 ° zurück. In Muldenlagen kann es noch kälter werden. Nachmittags schafft es die Sonne, die Temperatur auf 1 ° anzuwärmen. Der Wind weht meist schwach aus südöstlichen Richtungen.

Mittwoch zieht ein Wellentief von Frankreich über die Alpen ostwärts. Es bringt Süddeutschland Schnee, Schneeregen, Eisregen und Regen. Wir bleiben am Nordrand des Schlechtwettergebietes ohne Niederschlag. Zeitweise erreichen die Wolken des Tiefs auch das Sauerland. Es wird nicht so sonnig wie am Dienstag. Die Nachttemperatur hängt von der Wolkendecke ab. So sind sowohl -2 ° als auch -5 ° möglich. Am Tag geht es kaum über den Gefrierpunkt hinauf. Meist schwacher nordöstlicher, später nördlicher Wind.

Donnerstag kommt ein kleines Tief über der Nordsee ins Spiel. Von Norden fließt kalte Meeresluft in die bei uns lagernde relativ feuchte Luftmasse. Es ist wechselnd, meist stärker bewölkt mit Auflockerungen und trocken. Nachts bei Aufklaren wieder -5 bis -6 °. Nachmittags 2 °. Meist nur schwacher Wind.

Freitag kommt von Südwesten ein Hochkeil nach Westdeutschland. Er hält das niederschlagsfreie Wetter aufrecht. Wieder ist es wechselnd wolkig mit Auflockerungen. Nachts erneut kalt mit -3 ° oder -4 °. Nachmittags um den Gefrierpunkt. Meist schwacher westlicher Wind.


Glaskugelbereich:

Samstag bildet sich ein umfangreiches Hoch über Mittel- und Osteuropa. Es wird vom Frontensystem eines atlantischen Tiefs, das nach England zieht, am Sonntag rasch nach Osten abgedrängt. Damit endet die erste längere Kälteperiode dieses Winters. Der Samstag wird freundlich mit längerem Sonnenschein. Nachts -3 °, nachmittags 2 °. Am Sonntag ziehen bald hohe, später auch dichte Wolken heran. Sie bringen abends Niederschlag mit. Er geht rasch in Regen über. Nachts -3 °, nachmittags zunächst noch kalt. Später steigt die Temperatur deutlich über den Gefrierpunkt.

Ab Montag geraten wir in eine Südwestlage. Es soll unbeständig und ziemlich mild werden. Nachts frostfrei, nachmittags etwa 8 °.

Die großen Modelle sind heute einvernehmlich der Meinung, dass es Weihnachten keinen Frost geben soll.


Sonntag, 11. Dezember 2022

11. Dezember 2022

Menden heute:

Ein großflächiges Höhentief über weiten Teilen Europas und schwacher Hochdruckeinfluss am Boden waren die Wetterköche am heutigen Sonntag. Die meisten Teile NRWs blieben auch heute ohne Sonne. Bei uns war es trocken und kalt.

Tageshöchsttemperatur: 0,4 °n

Tagestiefsttemperatur: -0,4 °

Tagesmitteltemperatur: 0,0 °

Sonnenscheindauer: 0 Minuten

Niederschlag: 0 mm

Schneedecke: Reste auf dem Rasen


Entwicklung:

Montag schwächt sich das Höhentief ab. Das Hoch über Deutschland bleibt erhalten. Das erhöht die Chancen auf sonnige Abschnitte. Heute Nacht wird es bei Aufklaren kalt, etwa -2 ° bis -3 °. Nachmittags kommt die Temperatur kaum über 0 ° hinaus. Der Wind weht schwach aus südöstlichen Richtungen.

Dienstag: Das Bodenhoch zieht nach Südosten. Von Frankreich her kommen im Laufe des Nachmittags die Wolkenfelder eines Tiefdruckgebietes nach NRW voran. Es ist wolkig bis heiter und trocken. Kurz vor Sonnenuntergang verdichten sich von Südwesten die Wolken. Nachts bei klarem Himmel -5 °, nachmittags 1 °. Schwacher bis mäßiger Südostwind.

Mittwoch: Bei geringen Luftdruckgegensätzen ändert sich wenig. Über Süddeutschland zieht das Schneefallgebiet hinweg, das vor einigen Tagen noch für uns prognostiziert war. Es bleibt wolkig bis heiter und trocken. Nachts -3 °, nachmittags 1 °. Meist schwacher Südostwind.

Donnerstag hält eine Hochdruckbrücke unser freundliches Wetter aufrecht. Wieder ist es trocken. Die Sonne scheint zeitweise. Nachts -4 °, nachmittags 2 °. Schwacher bis mäßiger Südwestwind.


Glaskugelbereich:

Von Freitag bis Sonntag ändert sich wenig. Nachts Frost von -2 ° bis -3 °, nachmittags 2 ° bis 3 °. Dabei scheint häufig die Sonne. Am Sonntagnachmittag beginnt sich das Wetter umzustellen. Vor einem von England heranziehenden Tief dreht die Strömung auf Süd und es wird langsam wärmer.

Ab Montag wird es für einige Tage deutlich wärmer. Zu Weihnachten hin soll es wieder kühler werden. Die Karten heute sagen frostfreies Wetter für die Feiertage voraus. Das ist aber noch lange nicht in Stein gemeißelt.

10. Dezember 2022

 Rückblick:

Die erste Dezemberdekade war zu kalt, sehr trocken und ungewöhnlich trüb.

Bisherige Monatsmitteltemperatur: 1,8 ° (Mitteltemperatur Dez.  2000-2019: 3,3 °, Abweichung -1,5 °)

Bisherige Niederschlagssumme: 18,8 mm (Mittlerer Niederschlag Dez. 2000-2019: 78,7 mm. davon bisher erreicht: 23,9 %)

Bisherige Sonnenscheindauer: 4:30 Stunden (Mittlere Sonnenstunden im Dezember 2002-2019: 46:48 Stunden; davon bisher erreicht 9,6 %). Es gab überhaupt nur einen Tag mit Sonnenschein.


Menden heute:

Ein umfangreiches Höhentief über weiten Teilen Europas und eine schwache Hochdruckbrücke am Boden bestimmten heute unser Wetter. Geringe Luftbewegung ließ die feuchte Grundschicht unverändert. Es gab zwar zögerliche Aufhellungen, aber keine Minute Sonne. Fast hätten wir den ersten Eistag des Jahres erlebt. Die Temperatur ist erst um 23:30 Uhr aus dem Frostbereich herausgekommen. Kurz vor Mitternacht stieg sie auf 0,1 °. Die meisten Stationen in der Umgebung zeigen noch geringe Minusgrade.

Tageshöchsttemperatur: 0,1 °

Tagestiefsttemperatur: -1,7 °

Tagesmitteltemperatur: -0,9 °

Sonnenscheindauer: 0 Minuten

Niederschlag: 0 mm


Entwicklung:

Sonntag bestimmt schwacher Hochdruckeinfluss am Boden und kalte Luft in der Höhe unser Wetter. Schwacher Südwestwind lässt die bei uns liegende Luftmasse unverändert. Es ist bedeckt mit möglichen kurzen Aufhellungen und trocken. Nachts -1 °, nachmittags 0 °.

Montag kräftigt sich das Hochdruckgebiet über Deutschland und von Osten fließt trockenere Luft zu uns. Nach kalter Nacht mit -3 ° ist es tagsüber wolkig bis heiter und trocken. Die Sonne kann die Luft nachmittags auf 1 ° anwärmen.

Dienstag ist es nachts bei klarem Himmel mit -5 ° eiskalt. Am Tag zieht sich das Hoch nach Osten zurück und nachmittags erreichen uns die Wolken eines Tiefs, das sich von Frankreich her bemerkbar macht. Bis zum Sonnenuntergang sollte es aber bei einem freundlichen Mix aus Sonne und Wolken bleiben. Die Temperatur steigt bei meist schwachem Ostwind auf 1 ° an. 

Mittwoch: Das vom DWD prognostizierte Schneetief (s. gestern Glaskugelbereich) wird von dessen neuesten Rechenläufen auch nicht mehr aufrechterhalten. Leichte Schneefälle soll es nur noch in Süddeutschland geben. Bei uns bleibt es wahrscheinlich niederschlagsfrei. Dabei ist es sowohl nachts als auch am Tag aufgelockert bewölkt. Nachts wird es wieder sehr kalt (-6 °) und am Tag geht es bis knapp über den Gefrierpunkt hinauf. Schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen.


Glaskugelbereich:

Donnerstag und Freitag liegen wir zwischen mehreren Tiefdruckgebieten in einem Bereich geringer Luftdruckgegensätze. Die Vorhersage ist schwierig. Nachts bleibt es wohl frostig. Größere Schneefälle sind  nicht zu erwarten. 

Die Modelle sind sich weitgehend einig, dass die Temperaturen am 19.12. in den Normalbereich ansteigen. Zu den Feiertagen könnte es wieder kälter werden. Das gilt es zu beobachten. Es ist noch lange hin...

Samstag, 10. Dezember 2022

09. Dezember 2022

 Menden heute:

Es gibt sie noch, die Sonne. Schönes Winterwetter bei uns bei geringen Luftdruckgegensätzen. Heute war das Wolkenloch bei uns. Es gab nur noch zwei Wetterstationen in NRW, die mehr Sonnenschein gemessen haben als die in Hemer. Ein Tiefdruckgebiet ist von der iberischen Halbinsel zur ligurischen Küste Italiens gezogen. Es hat heftige Regenfälle mit Überschwemmungen und Erdrutschen hinterlassen. Ein anderes Tief lag über der Nordsee. Wir dazwischen.

Der Kapellenberg, richtig: Rodenberg hatte einen leichten Winteranstrich. Dem Hexenteich fehlen immer noch 20 cm, um den Ablauf zu erreichen. Er war heute ganz dünn mit Eis bedeckt.

Die Ruhrtalsperren kommen aus der viel zu geringen Füllhöhe nicht heraus. Vom Jahrestiefststand 64,3 % haben sie sich auf dürftige 66,8 % hochgearbeitet.

Die Oese bleibt in der Hemeraner Innenstadt vollkommen trocken.
Der Hönnepegel in Bösperde liegt jetzt bei 28 cm im Niedrigwasserbereich.


Tageshöchsttemperatur: 2,2 °

Tagestiefsttempertur: -1,5 °

Tagesmitteltemperatur: 0,4 °

Sonnenscheindauer: 4:30 Stunden

Niederschlag: 0,4 mm

Schneedecke heute Morgen: Reste



Entwicklung:

Samstag: Wir bleiben weiterhin außerhalb der Reichweite von Fronten oder Trögen. Es bildet sich vorübergehend sogar eine schwache Hochdruckbrücke aus. So besteht auch am Samstag das Potenzial für Aufhellungen oder Auflockerungen. Verlassen können wir uns darauf aber nicht. Die feuchtkalte Grundschicht bleibt uns erhalten. Nachts -3 °, nachmittags 1 °. Meist schwacher westlicher Wind. 

Sonntag ändert sich wenig. Der schwache Hochdruckeinfluss bleibt uns treu und damit auch die nur geringe Schauerneigung. Vermutlich bleibt es ganz niederschlagsfrei. Auflockerungen werden - wenn sie überhaupt mal kommen - nur von kurzer Dauer sein. Nachts -2 °, nachmittags 1 °. Schwacher Südwestwind. Töpfe und Tonnen mit Wasser im Garten sollten geleert werden. Es wird nachts noch kälter.

Montag: Der Luftdruck ist weiter angestiegen. Bei schwachem Wind ist es heiter bis wolkig und trocken. Nachts -3 °, bei längerem Aufklaren in Muldenlagen auch kälter. Nachmittags 1 °. Schwacher östlicher Wind.

Dienstag verdrängt ein Tief von Frankreich her unser Hoch. Zunächst bleibt das Wetter noch freundlich. Nachmittags kommen dann von Südwesten hohe Wolken zu uns. Es bleibt trocken. Nachts kann es sehr kalt werden. Die Temperatur geht auf -4 ° bis -6 ° zurück. Am Nachmittags können wir so eben 0 ° erreichen. 


Glaskugelbereich:

Das Modell des Deutschen Wetterdienstes sieht Mittwoch das Frankreichtief als Luftmassengrenze. Bei uns soll es kräftig schneien. Die Modelle der Amerikaner, Kanadier und der Europäer sehen das nicht. Sie sehen den Schnee deutlich südlicher. Da sollte ich mich heute noch raushalten. Am Donnerstag sind dann wieder geringe Luftdruckgegensätze mit freundlichem Wetter am Zuge. Nachts weiterhin mäßiger Frost, am Tag um den Gefrierpunkt.

Erst am 19.12. soll nach ziemlich übereinstimmenden Modellaussagen das Frostwetter vorbei sein. Zumindest vorübergehend. 




Freitag, 9. Dezember 2022

08. Dezember 2022

 Menden heute: 

Trog und Kaltfront des Skandinavientiefs bestimmten heute unser Wetter mit bedecktem Himmel, Sprühregen, Schneeregen und kurzfristig auch mal Schnee. Ein unfreundlicher Tag und der elfte hintereinander ohne jeden Sonnenstrahl.

Tageshöchsttemperatur: 3,8 °

Tagestiefsttemperatur: 1,2

Tagesmitteltemperatur: 2,8 °

Sonnenscheindauer: 0 mm

Niederschlag: 4,4 mm


Entwicklung:

Freitag: Ein riesiges Höhentief überdeckt große Teile Europas. In 5,5 km Höhe ist es über uns -30 ° kalt. Am Boden geraten wir in geringe Luftdruckgegensätze. Kein Trog, keine Front. Die Druckverhältnisse in der Höhe und das nahe Tief über den Alpen, das sich bis zum Main ausdehnt, geben meinen optimistischen Vorhersagen von gestern einen Dämpfer. Zwar sind immer noch Auflockerungen drin. Sicher sind sie nicht. Es bleibt aber trocken. Nachts 0 °, nachmittags 2 °. Schwacher Wind aus östlichen oder südöstlichen Richtungen.

Samstag: Es ändert sich wenig an der Wetterlage. Auch das Wetter ist ähnlich. Die Wahrscheinlichkeit auf ein paar Sonnenstrahlen mehr ist gegeben. Auch bleibt es trocken. Nachts -3 °, nachmittags 1 °. Meist schwacher Wind aus südlichen bis südwestlichen Richtungen. 

Sonntag zieht das Vb-Tief von Italien nach Polen. Es hat viel Schnee im Gepäck. Ostdeutschland kann Schnee abbekommen. Bei uns kommen nur die Wolken des Tiefs und vielleicht ein paar Flocken an. Die Sonne hat kaum eine Chance und die Temperatur kommt nach -2 ° nachts am Nachmittag kaum über den Gefrierpunkt. Schwacher Wind aus meist südlichen Richtungen.

Montag: Vom tief über Polen fließt feuchtkalte Luft zu uns. Über Frankreich baut sich ein Hoch auf. Seine Auflockerungszone kommt mit mittlerer Wahrscheinlichkeit zumindest nachmittags bis zu uns voran. Nachts -4 °, nachmittags 0 °. Also richtiger Winter.


Glaskugelbereich:

Dienstag haben wir winterliches Hochdruckwetter. Nachts geht die Temperatur bei Aufklaren bis auf - 4 ° zurück. Am Nachmittag bleibt es beim Dauerfrost. Den gab es im letzten Jahr den ganzen Winter nicht. Für Mittwoch ist noch vieles unsicher. Von Süden soll nach DWD ein Tief mit Schneefall bis zum Main vorankommen. Es könnte aber unter Hochdruckeinfluss bei uns auch noch einmal recht freundlich sein. Aber auf jeden Fall kalt: Nachts -5 °, nachmittags 0 °.


Donnerstag, 8. Dezember 2022

07. Dezember 2022

 Menden heute:

Auf der Westseite eines Skandinavientiefs floss maritime Kaltluft nach Deutschland. Es war mal wieder ein Tag, an dem wir unter der Luv-Lage zu leiden hatten. Während im Münsterland bis zu drei Stunden die Sonne schien, stauten sich die Wolken an Haarstrang und Sauerland. Südlich von Unna blieb es bei einigen Aufhellungen. Hemer maß am zehnten Tag hintereinander null Minuten Sonnenschein. 

Tageshöchsttemperatur: 5,1 °

Tagestiefsttemperatur: 3,3 °

Tagesmitteltemperatur: 4,1 °  (es dürfte für längere Zeit der wärmste Tag gewesen sein)

Sonnenscheindauer: 0 Minuten

Regen: 2,0 mm


Entwicklung:

Donnerstag überquert uns zunächst der Trog des Skandinavientiefs. Am späteren Nachmittag folgt dann die Kaltfront. Während der Niederschlag bei Trogdurchzug als Regen fällt, kann bei Kaltfrontdurchzug durchaus auch Schnee eine Rolle spielen. Abends ist der Niederschlag durch. Nachts 2 °, am frühen Nachmittag 3 °, danach auf 1 ° zurückgehend. Schwacher bis mäßiger Südwestwind.

Freitag beruhigt sich das Wetter bei schwachen Luftdruckgegensätzen. Endlich können wir uns mal ziemlich sicher sein, dass die Wolken zeitweise auflockern. Sogar heitere Abschnitte sind nachmittags drin. Nachts -1 °, nachmittags 2 °. Schwacher Wind aus wechselnden Richtungen.

Samstag steigt der Luftdruck bei uns noch etwas an, und die Luft wird etwas kälter. Eigentlich könnte das freundliche Wetter seine Fortsetzung finden. Wäre da nicht das Vb-Tief, das von Norditalien nach Polen zieht. Es bringt vor allem in Polen viel Schnee. Wir müssen damit rechnen, in den Wolkenschirm dieses Prozesses zu geraten. Die Vorhersage der Bewölkung ist daher sehr unsicher. Sicher ist der Nachtfrost von -2 ° oder -3 °. Am Tag geht es kaum über den Gefrierpunkt. Schwacher Südwind.

Sonntag geraten wir vollends unter den Wolkenschirm des jetzt über der Ukraine liegenden Tiefs. Auflockerungen sind selten. Einige Modelle sehen bei uns leichten Schneefall. Sehr wahrscheinlich ist das nicht. Vb-Tiefs enden mit ihren Niederschlägen fast immer östlich von Paderborn. Solche Tiefs sind oft für ausgiebige Niederschlagsereignisse verantwortlich. Auch für das Elbe-Hochwasser vor einigen Jahren. Nachts -3 °, nachmittags um den Gefrierpunkt. Meist schwacher südlicher Wind.


Glaskugelbereich:

Montag ist noch das Tief wetterbestimmend. Es könnte dem östlichen Deutschland eine Schneedecke bescheren. Wir bekommen höchstens ein paar Flocken ab. Nachts wieder -3 °, nachmittags 0 °. Dienstag reißen unter einer Hochdruckbrücke vom Nordmeer bis zum Balkan die Wolken auf. Es bleibt bei dem frostigen Wetter. 

Auch in der erweiterten Glaskugel bleibt jetzt die Erwärmung aus. Selbst das Weihnachstauwetter bleibt plötzlich nicht mehr selbstverständlich. Da kann was nicht stimmen ;-)



Mittwoch, 7. Dezember 2022

06. Dezember 2022

 Menden heute:

Auch am Nikolaustag herrschte recht winterliches Wetter. An der Westseite eines bis in große Höhen reichenden Tiefdruckgebietes floss mit schwachen Kaltfronten von der Nordsee angewärmte Polarluft zu uns. Heute Vormittag sorgte die über dem Schnee lagernde kalte Bodenluft für Nebelbildung. Nachmittags schafften es die von Nordwesten hereinziehenden Auflockerungen nicht mehr bis zu uns. Im Münsterland und im Ruhrgebiet schien die Sonne bis zu sechs Stunden, bei uns keine Minute.

Tageshöchsttemperatur: 4,1 °

Tagestiefsttemperatur: 1.1 °

Tagesmitteltemperatur: 2,5 °

Sonnenscheindauer: 0 Minuten (9. Tag ohne Sonne, kommt nicht oft vor)

Niederschlag: 0,9 mm

Schneedecke morgens: 4 cm


Entwicklung: 

Mittwoch hält der Zustrom polarer Meeresluft an. Es gibt einige leichte Schauer. Einzelne Aufhellungen sind möglich. Ich mag sie aber nach den Erfahrungen der letzten Tage kaum noch prognostizieren. Nachts 1 °, nachmittags 4 °. Schwacher bis mäßiger Westwind.

Donnerstag nimmt mit dem Durchzug eines Troges die Schauertätigkeit zu. Viel Regen, der auch mit Schnee vermischt sein kann, kommt nicht herunter. Der Sonne bieten sich nur wenige Wolkenlücken. Nachts 1 °, nachmittags 3 °. Schwacher bis mäßiger meist südwestlicher Wind.

Freitag befinden wir uns auf der Südseite eines Nordseetiefs und der Nordseite einer Wellenstörung über den Alpen in einem Bereich geringer Luftdruckgegensätze. Bei wechselnder, oft aufgelockerter Bewölkung bleibt es trocken. Nachts -1 °, nachmittags 1 °. Meist schwacher südwestlicher Wind.

Samstag bleibt es bei der Wetterlage. Die einfließende Luft ist allerdings kälter. Sie kann nicht so viel Feuchtigkeit aufnehmen. So rechne ich mit oft starker Bewölkung mit einigen längeren Auflockerungen. Nachts -3 °, nachmittags 1 °. Meist schwacher südlicher Wind. Die erste Dezemberdekade ist zu Ende. Sie war deutlich zu kalt. 


Glaskugelbereich:

Sonntag zieht ein Genuatief auf der sog. Vb-Route über die Alpen nach Polen. Sein umfangreiches und kräftiges Schneefallgebiet überquert auch das östliche Deutschland. Wir bekommen davon nichts mit. Der Wolkenschirm des Tiefs sorgt aber für vielfach bedeckten Himmel. Nachts - 3 °, nachmittags 1 °. Montag steigt von Südwesten der Luftdruck an. Es bleibt niederschlagsfrei. Bei wechselnder Bewölkung kommt hin und wieder die Sonne durch. Mit -2 ° nachts und 1 ° nachmittags ist es weiterhin kalt. Die Amerikaner sagen den ganzen Tag Schneefall voraus. Das gilt es zu beobachten. 

Das zu kalte Dezemberwetter soll nach den großen Modellen spätestens am 18.12. ein Ende finden. 

Montag, 5. Dezember 2022

05. Dezember 2022

 Menden heute:















Das Foto von 14 Uhr zeigt eine Winterlandschaft am Kapellenberg. Um 17 Uhr hatten sich auf meinem Messtisch 7 cm Schnee angesammelt. Die Straßen hier oben waren mit nassem Schnee bedeckt

Verantwortlich für dieses Winterwetter war ein kleines Tief über Deutschland. Es war gekoppelt an einen Kaltlufttropfen über Süddeutschland und dem Alpenraum. Von dort wurde aus südöstlicher Richtung das Schneefallgebiet zu uns gelenkt. Es wird jetzt rückläufig und zu einer Kaltfront des zur Ostsee gezogenen Tiefs. Der leichte Schneefall hält noch etwas an. Da die Temperatur aber knapp über 0 ° bleibt, ist mit keiner größeren Straßenglätte zu rechnen.

Tageshöchsttemperatur: 1,7 °

Tagestiefsttemperatur: 0,9 °

Tagesmitteltemperatur: 1,2 °

Sonnenscheindauer: 0 Minuten

Niederschlag: 7,7 mm 


Entwicklung:

Dienstag zieht die Kaltfront in der Nacht über uns hinweg. Es gibt noch etwas Schnee, später in Regen übergehend. Bereits am frühen Morgen ist kein Niederschlag mehr zu erwarten. Die Temperatur steigt langsam an und erreicht nachmittags 4 °. Der Schnee taut langsam ab. Der schwache nordwestliche Wind dreht zum Sonnenuntergang vor einer weiteren heranziehenden schwachen Kaltfront auf Südwest. Kurz vor Mitternacht kann es ein bisschen regnen.

Mittwoch: Das Wetter wird von einem Skandinavientief bestimmt, das langsam zum Baltikum zieht. Aus Nordwesten wird von der Nordsee erwärmte Polarluft zu uns geführt. Es kann einige kurze Schauer geben. Die Luft ist aber trockener als die aus dem Russlandhoch der letzten Woche. So sind kurze Aufhellungen denkbar. Nach 2 ° nachts wird es nicht wärmer als 3 °. Der meist schwache Wind kommt aus westlichen Richtungen. 

Donnerstag bleiben wir im Einflussbereich skandinavischer Tiefdrucktätigkeit. Zunächst gibt es bei meist starker Bewölkung einzelne Schneeregen- oder Schneeschauer. Am späteren Nachmittag zieht eine schwache Kaltfront mit Schneeregen durch. Mit 1 ° nachts und 2 ° am Tag bleibt es winterlich. Schwacher bis mäßiger meist südwestlicher Wind.

Freitag zieht über das Alpengebiet eine Wellenstörung mit möglicherweise ergiebigen Schneefällen hinweg. An der Nordsee wirken sich die Schauer einer Kaltfront des kleinen Nordseetiefs aus. Bei uns herrschen geringe Luftdruckgegensätze. Es kann endlich mal zeitweise die Sonne scheinen. Nachts -2 °, nachmittags nur 1 °. Schnee ist nicht zu erwarten. Meist schwacher Südostwind.


Glaskugelbereich: 

Samstag und Sonntag bildet sich über der Mitte Deutschlands eine schmale Hochdruckbrücke aus. In höheren Luftschichten bleibt es kalt. So ist es oft stärker bewölkt mit einigen Auflockerungen. Zu Schnee reicht es aber kaum. Nachts -3 °, nachmittags 0 ° bis 1 °. Schwacher bis mäßiger südwestlicher Wind.

Bis zum Ende der zweiten Monatsdekade soll es nach den wichtigsten Vorhersagemodellen zum Teil deutlich zu kalt bleiben. Erst ab dem 20. Dezember soll es mit der Temperatur wieder in den Normalbereich gehen.

04. Dezember 2022

 Menden heute:

Zwischen tiefem Druck über Südwesteuropa und hohem Druck über Skandinavien und Osteuropa wird weiterhin aus östlichen Richtungen recht kalte und feuchte Luft in allen Höhen zu uns geführt. Auch heute blieb es den ganzen Tag stark bewölkt bis trüb.

Tageshöchsttemperatur: 2,1 °

Tagestiefsttemperatur: - 0,3 °

Tagesmitteltemperatur: 1,1 °

Sonnenscheindauer: 0 Minuten

Niederschlag: 0 mm


Entwicklung:

Montag: In der zweiten Nachthälfte und morgen Vormittag zieht ein Schneefallgebiet am Rande eines Höhentiefs, das sich von Frankreich nach Deutschland verlagert, von Südost nach Nordwest über uns hinweg. In welcher Form der Niederschlag in unserer Höhenlage fehlt, ist wie immer bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kaum zu prognostizieren. Bei der zu erwartenden Temperatur von einem Grad über Null ist immer dann mit Schneefall zu rechnen, wenn der Niederschlag etwas intensiver fällt und Verdunstungskälte eine Rolle spielt. Ansonsten wird es Schneeregen geben. Straßen zumindest in höheren Lagen können glatt sein. Wann die Front durchgezogen ist, wird unterschiedlich gesehen. Ich schätze, gegen 14 Uhr müsste das Gröbste durch sein. Dabei können einige mm Regen zusammenkommen. Nachts 1 °, nachmittags 2 °. Schwacher Nordwestwind.

Dienstag stellt sich die Wetterlage um. Über Skandinavien bilden sich sowohl ein kräftiges Höhentief als auch ein Bodentief. An deren Westseite fließt angewärmte Polarluft nach Deutschland. Eine eingelagerte Kaltfront ist wenig wetterwirksam. Der eine oder andere kurze Schauer ist nicht ausgeschlossen. Vor allem nachmittags sind Aufhellungen möglich. Man soll die Hoffnung nie aufgeben. Nachts 1 °, nachmittags 4 °. Meist schwacher westlicher Wind.

Mittwoch ändert sich an der Wetterlage nicht. Die von Norden zugeführte Luft ist zeitweise etwas trockener, so dass Auflockerungen möglich sind. Schauer sind in der Polarluft eigentlich angesagt. Es gibt aber keine Fronten und Tröge. So bleibt es meist trocken. Nachts 2 °, nachmittags 3 °. Schwacher bis mäßiger westsüdwestlicher Wind.

Donnerstag befinden wir uns in einem sehr umfangreichen Tiefdrucksystem, das weite Teile Nord- und Westeuropas überdeckt. Über unserem Raum gibt es keine größeren Wetteraktivitäten. Es ist stark bewölkt mit wenigen Aufhellungen und weitgehend trocken. Nachts 1 °, nachmittags 3 °. Schwacher bis mäßiger Südwestwind.


Glaskugelbereich:

Freitag und Samstag ist es leicht unbeständig und ziemlich kalt. Bei wechselnder, meist starker Bewölkung kann es einige Flocken schneien. Vor allem am Freitag werden Auflockerungen vorhergesagt. Nachts -3 °, nachmittags 1 °. Es bleibt also winterlich.

Sonntag, 4. Dezember 2022

03. Dezember 2022

 Menden heute:

Der sechste Tag ohne Sonnenschein. Statt dessen fand sich auf meinem Schneemesstisch auf der Terrasse eine Schneedecke von 0,5 cm. Auf den Rasenflächen war der Schnee liegen geblieben. Die Straßen und gepflasterten Flächen blieben schneefrei. Der Wärmestrom aus den noch warmen oberen Bodenschichten hielt die Straßen glättefrei.












Maßgeblich für die trübe Wetterlage ist ein riesiges Höhentief über fast ganz Europa, angefüllt mit Kaltluft. 

Tageshöchsttemperatur: 1,2 °

Tagestiefsttemperatur: 0,2 °

Tagesmitteltemperatur: 0,7 °

Sonnenscheindauer: 0:00 Stunden

Niederschlag: 0,6 mm


Entwicklung: 

Sonntag: Das südwesteuropäische Tief gewinnt etwas an Raum. Das Hoch zieht sich etwas zurück. Die Tiefs in der Höhe (Kaltlufttropfen) versammeln sich mehr über Frankreich. Kommt endlich mal kurz die Sonne heraus? Die Möglichkeiten sind gegeben. Die Erfahrungen der letzten Tage sprechen eher dagegen. Die Flugwettervorhersage sieht Wolkenlöcher im Bergischen Land. Nachts 0 °, nachmittags 3 °. Meist nur schwacher Nordostwind. 

Montag: Nachts zieht ein Tief von den Alpen nach Norden. Sein Schneefallgebiet erreicht uns in der Nacht. Vermutlich fällt bei uns meist Schneeregen. In etwas höher gelegenen Regionen kann es richtig schneien und der Schnee kann auch mal liegen bleiben. Die meisten von uns werden aber keine Behinderungen vorfinden (so genau weiß man das nie. Bei 2 ° alles ok, bei 1 ° problematisch). Der ganze Tag bleibt bedeckt mit weiterem Schneeregen. Schwacher Nordwestwind. Höchsttemperatur: 2 °.

Dienstag befinden wir uns in einem Gebiet mit geringen Luftdruckgegensätzen. Es bleibt trocken und wieder gibt es realistische Chancen auf ein paar Sonnenstrahlen. Nachts bei 1 ° noch leichte Schauerneigung, tagsüber bis 4 °. Schwacher Westwind.

Mittwoch sehen die meisten Vorhersagemodelle ein Tief über Südskandinavien. Das würde bedeuten, dass die alte Luftmasse von Nordwesten her ausgeräumt und durch Meeresluft ersetzt würde. Es käme etwas Bewegung in die Atmosphäre. Einzelne kurze Schauer und einzelne Wolkenauflockerungen wären möglich. Nachts 2 °, nachmittags 4 °. Schwacher bis mäßiger westlicher Wind.


Glaskugelbereich:

Donnerstag und Freitag unter schwachem Tiefdruckeinfluss leicht unbeständig bei wechselnder, oft starker Bewölkung. Kaum Niederschlag. Nachts leichter Frost, nachmittags nur 2 °. 

Die Modelle sehen übereinstimmend ziemlich kaltes Dezemberwetter ohne größere Niederschläge bis Mitte des Monats.

Samstag, 3. Dezember 2022

02. Dezember 2022

 Rückblick:

Der November war nicht nur der wärmste seit Beginn meiner Messungen 1972. Er war auch ungewöhnlich trocken und sehr sonnig.

Die Sonne schien 113:00 Stunden. Im Durchschnitt der Jahre 2002-2019 gab es an der Wetterstation Hemer im November 63 Sonnenstunden. Der Prozentwert der Überschreitung beträgt 179,4. 

Es gab noch zwei Jahre mit mehr Sonne im November: 

2011 ist kaum nochmal zu erreichen: 151 Sonnenstunden. Das kommt dem normalen September mit 162 Sonnenstunden sehr nah.

2020 war mit 130 Sonnenstunden außergewöhnlich. 

2007 stellt den Negativrekord: 22 Stunden

Es hat 39,0 mm geregnet. Der Mittelwert von 2000-2019 liegt bei 72,4 mm. Davon haben wir 53,9 % erreicht. Es gibt nur 7 Novembermonate seit 1972, in denen es noch weniger geregnet hat. Den Negativrekord hält - wie nicht anders zu erwarten - der Sonnenrekordmonat November 2011 mit nur 3,4 mm Regen. Den nassesten November habe ich 2007 registriert: 133,7 mm.


Menden heute: 

Ein riesiges Hoch mit Kerndruck von 1055 hPa, das von Russland bis nach Irland reicht und ein in 5 km darüber liegendes Höhentief mit noch größerer Ausdehnung vom Polarmeer bis Nordafrika bestimmen unser Wetter. Das Höhentief, angefüllt mit Kaltluft unter -25 °, sorgte für aufsteigende Luftpakete aus der feuchten Grundschicht. Ergebnis war leichter Schneefall, insbesondere in Thüringen. Aber auch bei uns fielen nachmittags einige mm Schnee oder ein wenig Regen.. Am Kapellenberg sahen wir am Abend eine Winterlandschaft. 

Tageshöchsttemperatur: 3,0 °

Tagestiefsttemperatur: 0,7 °

Tagesmitteltemperatur: 1,9 °

Sonnenscheindauer: 0,4 mm

Niederschlag: 0,4 mm


Entwicklung:

Samstag bleiben Stärke und Lage des Russlandhochs unverändert. Über dem Mittelmeer sehen wir Tiefdrucktätigkeit. Die Ostströmung bleibt demnach erhalten. Die feuchte Grundschicht sorgt für bedeckten oder trüben Himmel. Hin und wieder sind Auflockerungen möglich. Es wäre schön, die Sonne mal wieder zu sehen. Nachts 0 °, nachmittags 1 °. Meist schwacher Nordostwind.

Sonntag ändert sich an der Lage wenig. Es ist bedeckt oder stark bewölkt mit wenigen Aufhellungen. Niederschlag ist nicht zu erwarten. Nachts -1 °, nachmittags 3 °.

Montag schiebt sich das Tief von Süden bis nach Deutschland vor. Es ist bedeckt und es kann ein bisschen regnen oder schneeregnen. Die Sonne hat kaum eine Chance. Nachts 2 °, nachmittags 4 °. Schwacher Nordostwind.

Dienstag zieht sich das Hoch nach Russland zurück. Wir haben es mit einem kleinen Tief über Polen zu tun. Wieder ist es den ganzen Tag bedeckt oder stark bewölkt. Die Sonne ist ziemlich chancenlos. Hin und wieder sind einige Regentropfen möglich. Nachts 2 °, nachmittags 4 °. Meist schwacher Nordwind.


Glaskugelbereich: 

Mittwoch und Donnerstag kommt das Tief von Südwesten näher zu uns heran. Der Wind dreht von nördlichen auf südliche Richtungen. Aber am Wetter ändert sich nichts. Vielleicht kommt die eine oder andere Wolkenlücke. Meist wird es aber stark bewölkt sein. Auch an den Temperaturen ändert sich nichts.