Montag, 20. April 2026

20. April 2025

 

Die Trockenheit kommt schleichend. Das Diagramm summiert den tatsächlich gefallenen Regen (blaue Linie) und den langjährig gefallenen Regen (orange Linie) auf. Es beginnt im Januar 2025 und endet im März 2026, beinhaltet also die letzten 15 Monate. Nur der Januar und April 2025 brachten mehr Regen als das 25-jährige Mittel der jeweiligen Monatsniederschläge. Alle anderen Monate waren zu trocken. Statt der eigentlich zu erwartenden 1098 mm fielen nur 756 mm. Es fehlen also 352 mm. Das sind 31 %, fast ein Drittel. Ist uns Normalbürgern das aufgefallen? Nein. Die Konsequenzen für die Natur, den Wald und die Landwirtschaft werden in diesem Sommer aber gravierend sein. Denn auch der April, der im letzten Jahr mit der doppelten Menge des normalen Regens den Sommer rettete, fällt in diesem Jahr als Feuchtelieferant aus. Auch dieser Monat wird wohl viel zu trocken ausfallen. 

Wir werden das erst bemerken, wenn die Verdunstung bei höherem Sonnenstand den Boden austrocknet. Noch macht er einen feuchten Eindruck.

Es kommt ein weiteres hinzu: Die Sonne scheint deutlich länger als vor 30 Jahren. Auch das sollte ich in einer solchen Kurve mal visualisieren. Mehr Sonnenschein gleich höhere Verdunstung. Auch an die vielen sonnigen Tage haben wir uns gewöhnt. Wir würden heute das Wetter von vor 30 oder 40 Jahren grauslich finden. Aber unsere Umwelt verändert sich mit dem Wetter. Schleichend. Vermutlich irgendwann heftig. Das passiert im neuen Thriller von Marc Elsberg, dem Verfasser von BLACKOUT. Sein neues Buch heißt EDEN.


Menden heute:

Das kleine Tief, das sich aus der Kaltfront entwickelt hat, die Samstagnacht auch bei uns für kräftigen Regen gesorgt hat, führte in weiten Teilen Ostdeutschlands zu unwetterartigem Regen mit Mengen zwischen 30 und 80 mm. Dort war der Niederschlag dringend notwendig. Größere Überschwemmungen gab es nicht. Eine Mischfront dieses Tiefs zog heute mit Regen an der Südflanke des Hochs über Nordeuropa entlang nach Westen. Sie erreicht uns in diesen Stunden. Sie ist dabei, sich aufzulösen und hinterlässt nur einige Tropfen Regen in Menden. Nach freundlichem Beginn zog es sich nachmittags im Vorfeld der Front langsam zu.

Tageshöchsttemperatur: 12,1 °

Tagestiefsttemperatur: 4,8 °

Tagesmitteltemperatur:

Sonnenscheindauer: 3:36 Stunden

Regen: 0,0 mm


Entwicklung:

Dienstag: Das von Grönland bis nach Westrussland reichende Hochdruckgebiet bestimmt mit einer trockenen nordöstlichen Strömung unser Wetter. Es ist heiter bis wolkig, bleibt aber recht kühl. Nachts 4 °, nachmittags 14 °. Schwacher bis mäßiger Nordostwind.

Mittwoch schiebt ein Tief über Nordwestrussland das Hoch etwas nach Westen. Die Strömung dreht daher im Laufe des Tages mehr auf Nord. Nach kalter Nacht mit nur 2 ° ( Bodenforstgefahr) wärmt die Sonne die Luft auf immerhin 16 °. Schwacher bis mäßiger nordöstlicher Wind.

Donnerstag hat das Hoch seinen Schwerpunkt zwischen Island und Südengland. Die Absinkbewegung der Luftmasse im Hoch lässt kaum Wolken aufkommen. So ist es oft wolkenlos und trocken. Nachts 2 ° (Bodenfrostgefahr), nachmittags 17 °. Schwacher bis mäßiger, auf nordwestliche Richtungen drehender Wind.

Freitag rückt das gesamte Drucksystem noch etwas weiter nach Westen. Die heranziehende Nordseeluft wird vom Hoch abgetrocknet. So ist es heiter bis wolkig und trocken. Nachts 4 °, nachmittags nur noch 15 °. Schwacher bis mäßiger nordnordwestlicher Wind.


Glaskugelbereich:

Samstag soll das Hoch an Kraft verlieren. Die von Norden hereindriftenden Wolkenfelder werden wahrscheinlich nur zum Teil aufgelöst. Es ist wolkig mit längeren Aufheiterungen und trocken. Nachts 5 °, nachmittags 15 °. Sonntag bleibt es beim Hochdruckeinfluss. Die genauen Luftdruckverhältnisse sind aber noch unklar. Es sieht nach recht freundlichem Wetter aus. 


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