Sonntag, 3. Mai 2026

03. Mai 2026

 Klimawandel:

In den letzten Tagen hat die WP ein Interview mit Louis Dirks veröffentlicht. Dabei ging es um den von ihm als Student der Filmakademie Baden-Württemberg produzierten Film "Abfahrt auf Zeit". Als jemand, der seit 1960 die Pisten nicht nur in den Alpen befahren hat, habe ich den Film aus zwei Blickwinkeln betrachtet. Zum einen als inzwischen sehr alter Skifahrer, der seit vielen Jahren feststellt, dass auch hochgelegene Skigebiete nur noch mit Kunstschnee überleben können. Die Pisten werden dermaßen gut hergerichtet, Lifte und Bahnen sind so komfortabel und die Ski so perfektioniert, dass auch nicht sehr sportliche junge oder Ambitionierte bis ins hohe Alter Skilaufen können. Das alles ist teuer. Je weiter der fast nirgends auf der Welt stärkere Temperaturanstieg als in den Alpen fortschreitet, umso aufwendiger wird das alles. Skiläufer werden eine Klassengesellschaft. Zum anderen habe ich geschaut, ob sich der Film einreiht in solche mit ideologisch eindeutigem Ansatz (Klimazerstörer!) oder solche mit Werbefilmcharakter. Beides macht er nicht. Ich kann ihn nur empfehlen.

Youtube: Abfahrt auf Zeit


Rückblick:

Der April war zu warm, sehr trocken und sonnig.

Monatsmitteltemperatur: 10,5 °  (Aprilmittel 1999-2023: 9,9 °; Abweichung +0,6 °)

Monatl. Regensumme: 25,0 mm  (Aprilmittel 1999-2023: 46,2 mm; davon erreicht: 54,1 %)

Monatl. Sonnenscheindauer: 270:26 Stunden (Aprilmittel 2002-2023: 182:00 Stunden; erreicht: 148,6 %)


Menden heute:

Wir befinden uns in einem umfangreichen europäischen Tiefdrucksystem. Heranziehende Regengebiete lösten sich wie so oft westlich von uns auf. Wir bekamen nur unmessbare Spritzer ab. Die wechselnde Bewölkung zeigte über viele Stunden größere Lücken.

Tageshöchsttemperatur: 23,1 °

Tagestiefsttemperatur: 11,5 °

Tagesmitteltemperatur:

Sonnenscheindauer: 7:31 Stunden

Regen: 0,2 mm


Entwicklung:

In den nächsten Tagen verabschiedet sich der Höhenrücken (Höhenhochkeil) von uns nach Südosten. Wir geraten immer stärker in einen Höhentrog, der unbeständiges und feuchtes Wetter ins Sauerland bringt.

Montag kommen wir in den Bereich einer Frontengirlande, die von Nordrussland bis nach Marokko reicht. Vormittags ist es noch wolkig mit Aufheiterungen. Nachmittags quellen die Wolken auf und ab dem späten Nachmittag müssen wir mit Schauern und Gewittern rechnen. Nachts 12 °, nachmittags 21 °. Meist schwacher westlicher Wind.

Dienstag bildet sich über dem mittleren Deutschland eine Luftmassengrenze aus, die kühle Luft im Norden von wärmerer Luft im Süden trennt. Morgens sind kurze Schauer möglich. Am späteren Nachmittag kommt dann von Südwesten ein Regen- und evtl. auch Gewittergebiet herangezogen. Es bringt uns zeitweiligen Regen, der bis Mittwochmorgen anhält. Nachts 11 °, nachmittags 14 °.

Mittwoch bewegt sich die Luftmassengrenze nach Süden. Wir werden auf ihrer Nordseite von sehr kühler Luft geflutet. Es ist stark bewölkt mit zurückgehender Schauerneigung. Die Sonne bekommen wir nicht zu sehen. Nachts 7 °, nachmittags 10 °. Schwacher bis mäßiger Nordostwind.

Donnerstag ist der Tiefdruck zum Balkan gezogen. Von Norden steigt der Luftdruck zwar an. Von dort fließt aber feuchte Luft zu uns. Weiterhin herrscht starke Bewölkung. Aufhellungen sind selten oder fehlen ganz. Die Schauerneigung ist gering. Mit nachts 6 ° und nachmittags 14 ° bleibt es kühl.


Glaskugelbereich:

Freitag lockern die Wolken unter dem Einfluss eines Hochs über Skandinavien immer mehr auf. Mit 6 ° nachts und 18 ° nachmittags wird es wieder wärmer. Samstag bleibt das Hoch für uns maßgeblich. Es ist wolkig bis heiter. Nachts 8 °, nachmittags 21 °.

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