Waldbrand bei Düren:
Evakuierungen bei Waldbränden sind in Deutschland – insbesondere in Westdeutschland – sehr selten. Der aktuelle Brand im Hürtgenwald bei Düren ist daher durchaus als historisch zu bezeichnen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir uns in Zukunft häufiger mit solchen Szenarien auseinandersetzen müssen.
Eine erste Recherche legt nahe, dass im Hürtgenwald, einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete Nordrhein‑Westfalens, vor allem Fichten- und Kiefernbestände vorkommen. Beide gelten als besonders brandanfällig, vor allem nach den trockenen Jahren und dem großflächigen Borkenkäferbefall. Vermutlich werden hierzu in den kommenden Tagen genauere Informationen veröffentlicht.
Natürlich denke ich dabei auch an die Situation in Menden, wo viele Wohngebiete unmittelbar an Waldflächen grenzen. Fast beruhigend ist, dass die meisten Fichtenbestände durch Orkane und Borkenkäfer inzwischen verschwunden sind – auch wenn das aus forstlicher Sicht ein Verlust ist, reduziert es zumindest das Risiko großflächiger Nadelwaldbrände.
Menden heute:
Das Hoch über Ost- und Südosteuropa hatte heute genau die Position, um sehr heiße Luft vom Balkan und von Griechenland zu uns in Bewegung zu halten bzw. zu setzen. Wir haben den Pik der erneuten Hitzeperiode erreicht. Wieder war es den ganzen Tag wolkenlos. Die Verdunstung setzt allen Pflanzen zu. Ich habe längst erkannt, dass Hortensien, jahrhundertelang ideale Gartenstauden in unserer Gegend, seit einigen Jahren sich nur noch im Schatten wohlfühlen. Maßgeblich dafür ist nicht der Temperaturanstieg, sondern die immer längere und intensivere Sonneneinstrahlung und natürlich der in den letzten beiden Sommern fehlende Regen.
Tageshöchsttemperatur: 36,0 °
Tagestiefsttemperatur: 19,8 °
Tagesmitteltemperatur: 27,6 °
Sonnenscheindauer: 13:59 Stunden (14 Stunden sind in diesem Jahr astronomisch nicht mehr möglich)
Regen: 0 mm
Entwicklung:
Samstag: In der heißen Luftmasse bildet sich, ausgehend vom Islandtief, eine Tiefdruckrinne längs über die Mitte Europas. Sie labilisiert die Luftmasse. Vormittags ist es noch heiter bis wolkig. Nachmittags verdichten sich die Wolken. Es zieht eine Kaltfront durch. Ob die Front etwas Regen mitbringt, muss offen bleiben. Nachts 18 °, nachmittags 31 °. Schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen.
Sonntagnacht zieht eine weitere Kaltfront des zur Ostsee wandernden Tiefs durch. Es kann etwas Regen geben. Dahinter kommt ein schwacher Zwischenhochkeil zur Geltung. Tagsüber ist es wechselnd wolkig mit Aufheiterungen und trocken. Nachts 16 °, nachmittags 24 °. Schwacher Wind aus nördlichen Richtungen.
Montag zieht in der Höhe ein Trog durch. Das führt am Boden zu einer Wetteränderung hin zu kühlerem Wetter. Es ist wechselnd, oft stark bewölkt. Vermutlich bleibt es trocken. Nachts 13 °, nachmittags 21 °. Schwacher Wind aus West bis Nordwest.
Dienstag ziehen die Fronten eines Tiefs nördlich Schottlands über uns hinweg. Es ist den ganzen Tag stark bewölkt oder bedeckt, Zeitweise regnet es leicht. Nachts 15 °, nachmittags 22 °. Meist mäßiger Wind aus Südwest bis West.
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