Rückblick auf die erste Augusthälfte:
Es war eine extreme erste Augusthälfte. Sie war unglaublich warm, zeitweise heiß. Bliebe es so, würde der August den bisher wärmsten des Jahres 2022 in den Schatten stellen. Das wird aber nicht so kommen. Dafür sorgt die kommende Woche. Dazu kam eine extreme Trockenheit, die nach dem viel zu trockenen Juli zu Wassermangel im Boden, in Bächen und Flüssen führte. Die Sonne vollbrachte ebenfalls Höchstleistungen. Alles zusammen summierte sich zu Verdunstungsraten, die nur ein Ergebnis haben konnten: Dürre.
Bisherige Augustmitteltemperatur: 22,3 ° (Augustmittel 1999-2023: 18,1 °; Abweichung + 4,2 °)
Bisherige Regensumme: 12,4 mm (Augustmittel 1999-2023: 82,2 mm; davon erreicht 15,1 %)
Bisherige Sonnenscheindauer: 173:47 Stunden (Augustmittel 2002-2023: 201:18 Stunden; erreicht 86,3 %)
12 der 15 Tage waren Sommertage >= 25 °, 5 waren heiße Tage >= 30 °. Einer bekommt die neue Bezeichnung des DWD "sehr heißer Tag" mit >= 35 °.
Alles ist so ähnlich wie in der ersten Augusthälfte 2022. Vor vier Jahren blieb das Wetter den ganzen Monat so extrem. Das wird 2026 nicht der Fall sein.
Menden heute:
Die gestern durchgezogene Kaltfront hat heute zwischen einem Hoch über dem Nordmeer und einem Tief über Finnland zu einer Zufuhr von Polarluft geführt. Ein durchschwenkender Höhentrog sorgte heute Vormittag für etwas Regen. Wer nicht gerade ins Freibad wollte, freute sich über den Wetterumschwung. Auch wenn die Jacke aus dem Schrank geholt werden musste, wo sie seit Mitte Juni ungenutzt blieb. Auf die Sonne mussten wir fast ganz verzichten.
Tageshöchsttemperatur: 17,9 ° (um 0:00 Uhr)
Tagestiefsttemperatur: 14,8 ° (um 11:55 Uhr) -verkehrte Welt-
Tagesmitteltemperatur: 16,1 °
Sonnenscheindauer: 15 Minuten
Regen: 3,8 mm
Vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, aber auch in Teilen Ostdeutschlands hat es heute kräftig geregnet. Es sind vielfach zwischen 30 und 50 mm heruntergekommen.
Entwicklung:
Dienstag: In der Frühe zieht die Warmfront eines Tiefs vor Schottland zu uns herein. Später folgt die Kaltfront. Gegen 7 Uhr beginnt es leicht zu regnen. Der Warmfrontregen endet gegen Mittag. Dann divergieren die Modelle. Gibt es nachmittags nur noch kurze, schwache Schauer oder regnet es einfach weiter (nachfolgende Kaltfront)? Jedenfalls ist es den ganzen Tag stark bewölkt. Ohne Sonne. Nachts 13 °, nachmittags 19 °. Schwacher bis mäßiger südwestlicher Wind.
Mittwoch befinden wir uns in einer Westdrift, in der atlantische Fronten über uns hinwegziehen. Vormittags bleibt es nach dem DWD noch weitgehend trocken und der Regen beginnt nach Mittag. Europäer und Amerikaner sehen auch vormittags schon Regen. Wieder bleibt der Tag ohne Sonne. Nachts 15 °, nachmittags 19 °. Mäßiger Westwind.
Donnerstag bäumt sich in der Westdrift vor einem Trog über Westeuropa ein schwacher Zwischenhochkeil auf. Er sorgt für eine deutliche Wetterbesserung. Es ist wolkig bis heiter und weitgehend trocken. Nachts 14 °, nachmittags 23 °. Mäßiger Südwestwind.
Freitag lenkt ein Tief über Norditalien die Aufmerksamkeit auf sich. Es bringt in Norditalien und dem Alpenraum länger anhaltenden Regen. Wir bekommen davon wahrscheinlich außer hohen, zum Teil dichten Wolken am Nachmittag nicht viel mit. Vor allem vormittags scheint zeitweise die Sonne. Nachts 15 °, nachmittags 22 °. Meist schwacher, tagsüber westlicher Wind.
Glaskugelbereich:
Samstag zieht das Tief auf der bekannten 5b-Route nach Polen. Dabei schwächt sich das Regengebiet langsam ab. Bei uns fließt zwischen einem Tief über Skandinavien und hohem Druck über dem Ostatlantik Meeresluft polaren Ursprungs ein. Vormittags haben wir es mit einem Paket feuchter Nordseeluft zu tun. Es wird gelegentlich leicht regnen. Nachmittags lockern die Wolken auf. Nachts 12 °, nachmittags 20 °. Sonntag befinden wir uns in einem Gebiet schwacher Luftdruckgegensätze. Es ist wolkig mit Aufheiterungen. Nachts frische 10 °, nachmittags 20 °.
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