Menden heute:
Der Oktober wird nach Mai der zweite Monat des Jahres mit mehr Regen als im langjährigen Monatsmittel. Das wollen wir mal als positive Nachricht festhalten. So langsam machen sich die Niederschläge der letzten acht Tage auch bei den Flusspegeln bemerkbar. Die Hönne stieg heute vorübergehend auf 60 cm, die Ruhrtalsperren hatten heute früh einen Zufluss von 62 cbm/sec und einen Abfluss von 10 cbm/sec. Das gab es schon lange nicht mehr. Und auch die großen Flüsse wie Main, Mosel und Rhein haben deutlich steigende Wasserstände. Vermutlich nur vorübergehend.
Heute Nacht hat es wieder anhaltend geregnet. Am Tag gab es dann typisches Rückseitenwetter nach Abzug der Kaltfront. Es war wechselnd, oft locker bewölkt mit einigen Schauern. Der Wind blieb zeitweise ruppig. Am stärksten war der Wind heute Nacht. Bei uns 7 Bft, in Hemer 9 Bft. Gestern stammten 74 % des in Deutschland erzeugten Stroms von Windkraftanlagen. Das führte mit Sonne, Wasserkraft und Biogas zu 91 % erneuerbarer Stromerzeugung.
Tageshöchsttemperatur: 13,0 °
Tagestiefsttemperatur: 8,1 °
Tagesmitteltemperatur: 9,6 °
Sonnenscheindauer: 3:33 Stunden
Regen: 15,0 mm
Hönnepegel um 23:30 Uhr: 45 cm, Tendenz langsam fallend
Entwicklung:
Montag: Ein Zwischenhochkeil kommt nur kurz zur Geltung. Denn von Westen zieht die Warmfront des Sturmtiefs westlich Schottlands heran. Deren weit vorlaufender Wolkenschirm erreicht uns schon vormittags. Er lässt die Sonne hin und wieder durch. Meist ist es aber bedeckt. Dabei bleibt es bis zum Abend trocken. Erst dann überquert uns die Warmfront mit ein paar Tropfen Regen. Dahinter lockert es rasch wieder auf. Nachts 7 °, nachmittags 13 °. Mäßiger Südwestwind.
Dienstag befinden wir uns im Warmsektor des jetzt bei den Färöern liegenden Tiefs. Die Warmluft führt zu Wolkenauflösung. Es ist heiter bis locker bewölkt und trocken. Die Abends durchziehende Kaltfront des Tiefs hat unterwegs ihre Kraft verloren. Vielleicht kommt gegen Mitternacht noch ein wenig Regen aus dem Rest heraus. Nachts 10 °, nachmittags 18 °. Mäßiger, gelegentlich frischer Südsüdwestwind.
Mittwoch erreicht uns von Südwesten ein Hochkeil. Über der Nordsee zieht eine Warmfront durch. Anders als gestern gerechnet, soll die Warmfront uns nicht allzu sehr beeinträchtigen. Es ist wolkig bis heiter und trocken. Nachts 8 °, nachmittags 14 °. Meist schwacher westlicher Wind.
Donnerstag verstärkt sich das Hoch mit Kern über Deutschland. Leider wird durch die Lage des Hochs etwas feuchtere Nordseeluft untergemischt. So ist es nicht mehr so sonnig wie am Vortag. Aber weiterhin freundlich und nahezu windstill. Nachts 6 °, nachmittags 14 °.
Glaskugelbereich:
Freitag verlegt das Hoch seinen Schwerpunkt nach Skandinavien. Von Nordosten werden Wolkenfelder herangeführt. So ist es nicht mehr so sonnig, sondern wolkig mit Aufheiterungen. Und trocken. Nachts 5 °, nachmittags 13 °. Samstag hat sich das Hoch über ganz Skandinavien etabliert. In der Ostströmung kommt relativ trockene Luft zu uns. Es ist heiter bis wolkig und trocken. Nachts 4 °, nachmittags 13 °.
Trend:
Bis etwa zum 8. November sehen die Vorhersagezentren kaum Niederschlag für unseren Bereich. Auch Frost ist nicht auf den Mittelfristkarten zu finden.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen