Menden heute:
Hortensien gehören nicht in die volle Sonne. Da hilft auch kein Gießen. Annette Dittert schreibt in ihrem Buch "Dear Britain", sie habe ihre Hortensie in London im Sommer mit einem Betttuch abgedeckt. Damit hat sie verhindert, was meiner großen Hortensie, die wegen ihres sonnigen Standorts immer besonders früh blüht, heute widerfahren ist. Und morgen wieder. Der Regen heute Abend hat alle Blüten wieder aufgerichtet.
Das Hoch über dem östlichen Europa lenkte sehr heiße, aber relativ feuchte Luft aus dem Mittelmeerraum zu uns. Es war bis zum Abend sonnig, heiß und zeitweise schwül, vor allem vor dem Gewittercluster, der uns von 21 bis 23 Uhr überquerte. Er war an eine Konvergenz gebunden, die von Belgien heranzog. Dabei sank die Temperatur innerhalb kurzer Zeit von 34 ° auf 20 °. Der Regen bewahrt uns morgen vor dem Gießen. Eine Gießkanne voll pro qm reicht erstmal.
Man sollte meinen, jetzt wäre die richtige Zeit, um den kalten Keller durch Öffnen der Türen und Fenster etwas anzuwärmen. Mit ein bisschen Nachdenken lässt man das aber lieber. Der Taupunkt der Außenluft liegt bei 19 °. Die Kellermauern kommen da nicht mit. Sie sind kälter als der Taupunkt. Ergebnis: Sie beschlagen wie sonst nur ein Badezimmerfenster. Und die Wasserleitungen im Keller haben dann das gleiche Problem. Sie werden so feucht, dass sie tropfen.
Tageshöchsttemperatur: 34,3 ° (HT Menden: Rathaus 36 °; HT Deutschland: Kitzingen 38,5 °; HT NRW: Nörvenich 36,4 °)
Tagestiefsttemperatur: 19,2 °
Tagesmitteltemperatur: 25,9 °
Sonnenscheindauer: 10:46 Stunden
Regen: 9,8 mm (Hüingsen: 14 mm, Hemer: 20,1 mm, entsprechend stieg die Öse kurzfristig auf einen Pegel von 67 cm, Die Hönne stieg nur von 20 auf 47 cm)
Stärkste Windböe: 38 km/h (5 Bft)
Entwicklung:
Samstag: Etwa ab 0:45 Uhr zieht eine weitere Konvergenzlinie (hier strömen Luftmassen gegeneinander. Ihnen bleibt nichts anderes übrig als aufzusteigen. Dabei kühlen sie ab und kondensieren) über uns hinweg. Es gibt nochmals Schauer und Gewitter. Sie sind aber nicht so kräftig wie am Freitagabend. Möglicherweise verschonen sie uns ganz. Morgens ist der Spuk vorbei. Es ist den ganzen Tag heiter bis wolkig. Nachts 19 °, nachmittags 32 °. Die Schwüle lässt sich bei einem Taupunkt von 18 ° aushalten. Schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen.
Sonntagmittag hat sich ein neues Hoch über der Nordsee etabliert. Hinter einer wellenden Kaltfront fließt kühlere Luft ein. Ein deutsches Modell sieht Kaltfrontregen um die Mittagszeit. Es ist jedenfalls zumindest leicht unbeständig. Auch die Temperaturen werden unterschiedlich vorhergesagt. 27 ° oder 21 °? Hinter der Front reißt die Bewölkung aber wieder rasch auf und die Sonne scheint. Schwacher auf Nordost drehender Wind.
Montag strömt etwas kühlere Luft aus Nordosten gegen die heiße Luft im Süden. Da die kalte Luft schwerer ist, schiebt sie sich unter die heiße und hebt diese an. Wie gestern stellt sich die Frage, ob diese Lage bei uns Schauer auslöst, oder ob das eher im höheren Sauerland der Fall ist. Die Sonne hat jedenfalls ihren Platz am Himmel. Nachts 19 °, nachmittags 30 °. Der Taupunkt liegt mit 20 ° im schwülen Bereich.
Dienstag bleibt es beim Hochdruckeinfluss und trotz nordöstlichen Windes bei Warmluftzufuhr. Es ist heiter bis wolkig und trocken. Nachts 20 °, nachmittags 32 °. Meist schwacher nordöstlicher Wind.
Glaskugelbereich:
Ab Mittwoch soll der hohe Luftdruck westlich von uns liegen. Es bliebe dann beim meist heiteren Himmel. Die Temperatur ging aber in den angenehmeren Bereich zurück. Da sind aber noch viele Unsicherheiten.

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