Tagebuch:
Mendens ehemaliger Bürgermeister Volker Fleige ist tot. Das macht mich traurig. Er hat als Leiter des Kulturamtes der Stadt eine kulturelle Revolution in dieser Stadt ausgelöst. Er war ein Vollblut-Kulturmann mit vielen Ideen, von denen er durch eine günstige politische Konstellation in Kulturausschuss und Rat auch viele umsetzen konnte. Seine Regiearbeiten waren zum Teil sensationell (z.B. Brechts Dreigroschenoper im Parkhaus). Scaramouche unter dem Hallenbad, Theater am Ziegelbrand, Zeltdach, alles Ideen von Volker Fleige. Mendener Sommer, Theaterfahrten zu Peymann in Bochum, alles Volker Fleige. Vieles davon hat ihn jetzt überlebt.
Danke, Volker Fleige
Menden heute:
Schauen wir uns die letzten vier Jahre an: Der Sommeranfang war immer sehr warm. Heute kam nach Durchzug des Gewitterclusters zwischen vier und sechs Uhr rasch wieder die Sonne zum Vorschein. Sie blieb uns den ganzen Tag treu. Von Westen baute sich ein Hoch über der Nordsee auf. Dadurch drehte die Strömung auf nördliche bis nordöstliche Richtungen. Der schwache Wind konnte die schwüle Luftmasse zwar nicht wegräumen. Es war aber nicht mehr so heiß wie an den Vortagen. Schauer und Gewitter kamen woanders herunter. Am heftigsten hat es Teile Berlins getroffen. Hier musste das Tennisendspiel der Damen mehrere Stunden verschoben werden, nachdem ein Gewitter mit Sturmböen das Stadion unter Wasser gesetzt hat und die Stromversorgung zusammenbrach.
Tageshöchsttemperatur: 29,6 °
Tagestiefsttemperatur: 18,8 °
Tagesmitteltemperatur:
Sonnenscheindauer: 10:58 Stunden
Regen: 5,8 mm (Waldemei 13 mm, Bad Salzuflen 23,2 mm)
Entwicklung:
Die Omegalage mit einem Höhenkeil über Mitteleuropa und Südskandinavien bleibt vermutlich bis zum Monatsende erhalten. So steht uns weiterhin sehr warmes und niederschlagsarmes Wetter ins Haus. Gewitter könnten eine willkommene Abkühlung sein. Die Langfristprognosen der Dienste für Juli sehen kurz gesagt so aus: sommerlich warm und weniger Regen als normal.
Montag bleibt das Hoch über der Nordsee für uns wetterbestimmend. Es sorgt mit seiner nordöstlichen Strömung im nördlichen Deutschland für leicht gedämpfte Temperaturen. Dabei ist es heiter bis wolkig und trocken. Nachts 17 °, nachmittags 29 °. Meist schwacher Nordostwind.
Dienstag breitet sich das Hoch über ganz Mitteleuropa aus. Über Frankreich wird die Hitze gebietsweise unerträglich. In Paris ist mit 40 °, in Nantes mit 42 ° zu rechnen. An unserem Wetter ändert sich wenig. Heiter bis wolkig und trocken. Nachts 16 ° (lüften), nachmittags 27 °. Schwacher Nordostwind.
Mittwoch soll die Strömung vor einem unscheinbaren Wellentief über Holland auf Süd drehen. Sofort wird es richtig heiß. Bei wolkenlosem Himmel gibt es nachts 18 °, nachmittags 35 °. Das ist schon ein Wort. Die Schwüle soll sich mit Taupunkten meist nicht über 18 ° in Grenzen halten. Schwachwindig.
Donnerstag: Das Nordseehoch kämpft gegen einen von Westen vordringenden Trog des Tiefs südwestlich Irlands an. Die Luft wird dadurch noch feuchter (Taupunkt bis 23 °). Die Sonne scheint erneut von morgens bis abends. Nachts 20 °, nachmittags 33 °. Meist schwacher Wind aus Nordnordost.
Glaskugelbereich:
Freitag wird der "Kampf" des jetzt osteuropäischen Hochs mit dem Atlantiktief fortgesetzt. Noch siegt das Hoch. Es ist heiter bis wolkig und unerträglich heiß: 36 ° nach 22 ° in der Nacht. Samstag kommen wir in eine südwestliche Strömung, mit der feuchtheiße Luft zu uns geführt wird. Mit 30 ° wird es kühler, aber es bleibt schwül.
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