Montag, 19. Juli 2021

18. Juli 2021

 Menden heute:

Der Keil des Hochs bei Irland bescherte uns heute einen sehr schönen Sommertag. Fast immer schien bei leichter Schwüle die Sonne. In der Natur trocknete es überall rasch ab. Etwas irritierend ist, dass der Brunnen im Kapellenberg trotz des ausreichenden Regens im Juni und den kräftigen Regenfällen im Juli immer noch nicht läuft. Am Hexenteich ist das Hochwasser vollständig abgelaufen. Der kleine See kann ohne Probleme umrundet werden.

Der Hönnepegel ist auf 67 cm gesunken. Er fällt nur noch sehr langsam.

Tageshöchsttemperatur:27,2 °

Tagestiefsttemperatur: 13,8 °

Sonnenscheindauer: 12:30 Stunden (höchster bisheriger Monatswert)

Regen: 0 mm


Entwicklung:

Montag Vormittag überquert uns die Kaltfront eines sehr weit entfernten Tiefs über dem Polarmeer von Nord nach Süd. Sie führt nach freundlichem Tagesbeginn dickere Wolken und deutlich kühlere Luft zu uns. Vor allem um die Mittagszeit ist es stark bewölkt. Später lockert es wieder auf. Der meist schwache Wind kommt aus nördlichen Richtungen. Nach 13 ° in der Frühe ist es nachmittags nur noch 20 °.

Dienstag ändert sich an der Wetterlage wenig. Hinter der Kaltfront übernimmt wieder der Keil des Irlandhochs die Regie. Er führt an seiner Ostseite Nordseeluft zu uns, die unter dem Hochdruckeinfluss abtrocknet. Es ist wolkig bis heiter und trocken. Dabei bleibt es mit morgens 10 ° und nachmittags 19-20 ° kühl.

Mittwoch hat sich das Hoch über weite Teile Europas ausgedehnt. Die nördliche Grundströmung bei uns ist immer noch präsent und damit wolkiges, zeitweise auch heiteres Wetter ohne Regen. Nach 11 ° frühmorgens wird es mit 23 ° nachmittags wieder wärmer.

Donnerstag bleibt es bei dem Hochdruckwetter. Meist ist es heiter, nur gelegentlich wolkig und trocken. Der Wind dreht auf Nordost und ist weiterhin schwach. Nachts 11 °, nachmittags sieht es nach einem wieder warmen Sommertag mit 24 ° aus.


Glaskugelbereich: 

Freitag ist es sommerlich. Heiter, trocken und 26 °. Samstag können von Südwesten erste Gewitterschauer zu uns hereinziehen. Das ist aber noch unsicher. Es bleibt warm.


Samstag, 17. Juli 2021

17. Juli 2021

 Hochwasserkatastrophe:

So richtig will die Wucht dieser Katastrophe nicht in den Kopf. Es ist zum Teil unwirklich, was an Bildern und Videos zu sehen ist. Jetzt läuft das Wasser überall ab und die unfassbaren Schäden werden sichtbar. Der letzte Donnerstag wird in das kollektive Gedächtnis dieses Landes eingehen und unser Denken und Handeln beeinflussen.

Heute war ich mit dem Rad unterwegs. Solche Berge an Sperrmüll, der aus Kellern und Wohnungen in Menden und Hemer stammte, habe ich noch nicht gesehen. Auf dem Schulhof der Oesetalschule in Hemer stand ein großer Container der Fa. Lobbe. Es passte nichts mehr hinein. Auf den Bürgersteigen türmten sich Sperrmüllberge. Nicht viel besser sah es in der Hönnestraße aus. Dort waren die Nachbarn gemeinsam dabei, Straße und Bürgersteig zu reinigen. Mit dabei ein Kehrwagen des Stadtbetriebs.

Oese und Hönne waren friedlich zurück in ihrem Bett. An den Oesewiesen war die Funktionstüchtigkeit der Rückhaltefläche zu sehen. Sie trocknete bereits wieder ab. 

Feuerwehr und Stadtreinigung haben überall gute Arbeit geleistet. Die meisten Bereiche sehen bereits aus wie immer. Man kann aber noch gut sehen, in welche Häuser und in welche Keller die braune Brühe gelaufen ist. Hoffentlich ist es in den meisten Häusern mit Reinigung und Trocknung getan.


Niederschlags-Vorhersagen für Menden am Mittwochabend:

Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes waren seit Tagen heraus. Es wurden Spitzenniederschläge von bis zu 200 mm für möglich gehalten. Konkret für Menden haben die einzelnen WetterApps am Mittwochabend folgende Regenmengen für Donnerstag prognostiziert:

Netatmo:         75,0 mm

Meteogram:     51,0 mm

WetterOnline:  50,0 mm

DWD:              46,0 mm

Wetter.com:     40,0 mm

WeatherPro:    39,7 mm

Agrarwetter:    27,1 mm


Die tatsächliche Regenmenge lag bei 68,5 mm. Bis auf Netatmo lagen alle Vorhersagen unter dem tatsächlich gefallenen Niederschlag. Regenmengen sind sehr schwer vorherzusagen. Meine Erfahrung ist, dass sie bei den Prognosen für Menden meist überschätzt werden. Diesmal war es umgekehrt. Es ist sehr viel mehr Regen heruntergekommen als prognostiziert. 

Zu den vom DWD herausgegebenen Unwetterwarnungen werde ich mich später nochmal äußern. Wer immer worst-case-Szenarien als Warnungen veröffentlicht, die aber nur an ganz wenigen Orten oder gar nicht eintreffen, darf sich nicht wundern, wenn die Warnungen nur sehr bedingt ernst genommen werden. Am Donnerstag ist die als denkbar vorhergesagte Regenmenge von 200 mm in Hagen tatsächlich gefallen.


Menden heute:

Der Keil des Irlandhochs hat sich immer mehr durchgesetzt. Ab Mittag heiterte es auf. Auch in den größten Katastrophengebieten blieb es den ganzen Tag trocken. Dafür hat es heute vor allem Südostsachsen und das Berchtesgadener Land getroffen. Südöstlich von Dresden hat es 111 mm geregnet. Bäche fließen dort durch die Dörfer. Es sieht nach einer weiteren Schadensnacht aus. Die Pegel der Elbe steigen unaufhörlich. Für das Berchtesgadener Land wurde der Katastrophenfall ausgerufen.


Tageshöchsttemperatur: 26,2 °

Tagestiefsttemperatur: 16,3 °

Sonnenscheindauer: 7:08 Stunden

Regen: 0 mm

Hönnepegel: 79 cm


Entwicklung:

Sonntag bleibt der Hochkeil für uns maßgebend. Es ist nach Auflösung morgendlicher Wolkenfelder wieder heiter bis wolkig und trocken. Bei schwachem bis mäßigem nordwestlichen Wind geht die Temperatur bis zum Morgen auf 13 ° zurück. Nachmittags 26 °.

Montag zieht vormittags eine schwache Kaltfront des Tiefs über dem Polarmeer durch. Sie bringt Wolken und kühlere Luft, aber keinen Regen. Ab Mittag nehmen die sonnigen Abschnitte wieder zu. Nachts 14 °, nachmittags 19 °. Abends wird es rasch kühl. Meist schwacher Wind aus Nordnordwest.

Dienstag breitet sich der Hochkeil wieder über uns aus. Die eingeflossene kühle Luft sorgt jedoch für Wolkenbildung und weiterhin gedämpfte Temperaturen. Regen gibt es weiterhin nicht. Es ist wolkig mit Auflockerungen. Nachts nur 11 °, nachmittags 20 °. Meist schwacher nordwestlicher Wind.

Mittwoch ändert sich an der Wetterlage wenig. Die Sonnenanteile sind größer als am Dienstag. Mit 22 ° wird es etwas wärmer. 


Glaskugelbereich: 

Donnerstag und Freitag verlagert sich das Hoch zur Nordsee. Der Wind dreht dadurch von Nord auf Ost und es wird deutlich wärmer. Am Freitag 27 °.


   

16. Juli 2021

 Hochwasserkatastrophe:

Tief BERND hat vermutlich die größte Naturkatastrophe in Deutschland seit Menschengedenken ausgelöst. Die Zerstörungen und die Zahl der Toten sind unwirklich. Es gibt heute so viel dramatisches Videomaterial, dass der Magen verkrampft. Die Gewalt des Wassers hat Dimensionen, die bisher nur aus Hollywood-Filmen bekannt waren.

Die Schäden sind gigantisch. Einiges werden Versicherungen zahlen, das meiste nicht. Nach Corona hat der Staat, haben die Kommunen eine zweite Mammutaufgabe zu stemmen. Ohne deren großes finanzielles Engagement, das wieder nur in Milliarden Euro auszudrücken ist, werden nicht nur die öffentliche Infrastruktur, sondern auch Abrisse, Neubauten und Renovierungen von Privatgebäuden nicht in Gang kommen.

Ich habe zwei dramatische Hochwasserereignisse in Hemer miterlebt. Stadt und Straßen waren überflutet, Keller vollgelaufen. Auch BERND hat Hemer wieder stark getroffen. Wieder war die Innenstadt überschwemmt. Auch Menden hat etwas abbekommen. Die Bieber, größere Bäche und die Hönne konnten der Regenmengen und des aus Balve und Hemer zufließenden Wassers nicht Herr werden. Aber die Bilder aus Altena, aus Hagen und insbesondere aus der Eifel haben noch eine andere Dimension.

Bald wird die Schuldfrage gestellt werden. Zunächst gibt es eine unumstößliche Tatsache: Regenereignisse dieser Dimension mit großflächigen Mengen von mehr als 60, teilweise mehr als 130 Litern je qm können nicht ohne riesige Schäden abfließen. Darauf kann man sich nicht vorbereiten. Darauf kann man das Gewässernetz nicht auslegen. Entsprechend dimensionierte Bach- und Flussbetten wären über die Jahre fast immer leer. 

Mit Ereignissen wie am Mittwoch konnte man bisher nur etwa alle 100 Jahre einmal rechnen. Fast alle Menschen würden es höchstens einmal in ihrem Leben erleben. Niemand von den heute Lebenden hat eine solche von der Natur ausgelöste Wassergewalt je erlebt. Vermutlich erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von Extremereignissen wie Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen in Zukunft. Es macht Sinn, Strategien zu entwickeln, wie man katastrophale Folgen am besten vermeidet. 

Ein wenig muss man den Ruhrverband hinterfragen. Die Aufgabe seiner Talsperren ist es, die Wasserversorgung der Ruhranwohner sicherzustellen (auch die in Menden), die Ruhr möglichst schiffbar zu halten und - darauf kommt es hier an - bei erheblichen Regenmengen Wasser durch freien Stauraum in den Talsperren festzuhalten und damit die Vorflut, letztlich Ruhr und Lenne, soweit das möglich ist, vor katastrophalem Hochwasser zu schützen. Das ist in den letzten Tagen nur sehr bedingt gelungen. Es gab kaum freien Stauraum in den Talsperren. Viel zu spät, erst am 13.07., hat der Ruhrverband damit begonnen, in großem Stil Wasser in die Flüsse abzugeben, um zumindest etwas Raum für die zu erwartenden Unwetterregen zu bekommen. 













Wie man an der Biggetalsperre sieht, war der Stauraum am 12. Juli noch fast voll belegt. Dann hat der Ruhrverband in Erwartung des vorhergesagten extremen Regens Wasser in das Flusssystem abgelassen. Bereits am 15.07. frühmorgens war der Stauraum durch den Regen zu 100 % gefüllt. Ein bisschen hat die Talsperre aufgehalten. Waren die Verantwortlichen nach den Erfahrungen der letzten Jahre zu sehr auf zu erwartende Dürre fixiert und haben ihren Auftrag, Hochwasserereignisse abzupuffern, für weniger relevant gehalten? Solche Fragen werden dem Ruhrverband sicher nicht nur von mir gestellt werden. Vielleicht gibt es plausible Antworten.


Menden heute:

Der Luftdruck ist zwar gestiegen. Der Ostteil des Englandhochs konnte die Stratusbewölkung über großen Teilen Deutschlands aber bei nördlichem bis nordwestlichem Wind noch nicht auflösen. So war des den ganzen Tag hochnebelartig bedeckt. Die Temperatur hat die 20-Grad-Marke nicht erreicht. Bis auf etwas Regen heute Nacht blieb es trocken.

Tageshöchsttemperatur: 19,6 °

Tagestiefsttemperatur: 15,5 °

Sonnenscheindauer: 0 Minuten

Regen: 1,0 mm

Hönnepegel um Mitternacht: 100 cm, Tendenz weiter fallend.

Der Rhein bei Köln dürfte mit 803 cm fast seinen Höchststand erreicht haben.


Entwicklung:

Das für unser Katastrophenwetter mit verantwortliche Höhentief zieht von Süddeutschland nach Italien und löst sich dort auf. Wir gelangen zunächst in 5 km Höhe unter einen Höhenkeil, der aber am Montag durch einen nicht sehr starken Höhentrog abgelöst wird. 

Samstag: Das Bodenhoch dehnt sich von Holland her nur sehr behutsam nach Osten aus. Im Laufe des Vormittags sollte sich die Sonne gegen die von Nordwesten hereindriftenden mittelhohen Wolken durchsetzen. Dann bekommen wir einen schönen Sommertag mit leichtem bis mäßigem nördlichen Wind und nach frühmorgens 15 ° einer Höchsttemperatur von 25 °.

Sonntag geht es ähnlich weiter. Im Vorfeld einer über der Nordsee verlaufenden Kaltfront fließt etwas kühlere Luft zu uns. Es ist heiter bis wolkig, trocken und warm. Nachts 13 °, nachmittags 23 °.

Montag überquert uns vormittags die wenig wetterwirksame Kaltfront. Es ist wolkiger und kühler. Regen fällt aber nicht. Nachts 13 °, nachmittags 20 °. 

Dienstag hat der Keil des umfangreichen nordostatlantischen Hochs wieder das Sagen. Es ist heiter bis wolkig, trocken und bei nordnordwestlichem Wind nur mäßig warm. Nachts nur 10 °, nachmittags 19 ° bis 20 °.


Glaskugelbereich: 

Mittwoch und Donnerstag bleibt es unter Hochdruckeinfluss heiter bis wolkig, trocken und schwach windig. Ab Donnerstag wird es wohl deutlich wärmer. Das Hochwasser ist abgelaufen, die Uferbereiche sind wieder abgetrocknet. Die Schäden sind jetzt in vollem Maße sichtbar. 






Donnerstag, 15. Juli 2021

15. Juli 2021

 Menden heute:














Der Hönnepegel in Bösperde dokumentiert die Katastrophe: Vom 8. Juli bis zum Morgen des 14. Juli lag der Pegel im Bereich des mittleren Niedrigwassers. Dann brach der Regen los und die Hönne stieg in einem atemberaubenden Tempo an. Ihren Spitzenwert erreichte sie etwa um Mitternacht mit 3,36 m. Es regnete seit 19 Uhr nicht mehr. Der Wassernachschub aus dem Hönnetal und dem Oesetal war jedoch noch gewaltig. Seit Mitternacht sank der Pegel zunächst genau so schnell, wie er angestiegen war. Jetzt befindet er sich mit 155 cm bereits wieder im Bereich unterhalb des mittleren Hochwassers. Von der Hönne geht keine Gefahr mehr aus.

In sehr vielen Gebäuden, auch Fabrikations- und Lagerhallen, sind gestern vor allem Kellerräume, aber auch Erdgeschossflächen überflutet worden. Feuerwehr, THW und viele Fachfirmen und freiwillige Helfer waren heute damit beschäftigt, das Wasser wieder aus den Gebäuden zu bekommen. Die Schäden gehen in Menden sicherlich in die Millionen. Vielleicht sind morgen die Straßensperrungen wieder aufgehoben. Die Aufräumarbeiten werden noch Tage dauern, die Wiederherstellung Monate. Mancher wird an seine finanziellen Leistungsgrenzen stoßen. Der Ministerpräsident hat großzügige Hilfen zugesagt.

Aus anderen Teilen NRWs und auch aus Rheinland-Pfalz gibt es bedrückende Filme und Bilder. Eine solch großflächige Naturkatastrophe in Deutschland habe ich noch nicht erlebt.

An der Wetterlage änderte sich heute wenig. Noch immer befanden sich ein Höhentief und ein schwaches Bodentief über Deutschland. Sein Regengebiet war nach Westen und in den Süden Deutschlands gezogen. Die größten Regenmengen bis 50 mm gab es heute in Bayern. Bei uns war es meist stärker bewölkt mit Auflockerungen und trocken. 


Tageshöchsttemperatur: 23,7 °

Tagestiefsttemperatur: 13,8 °

Sonnenscheindauer: 3:34 Stunden

Regen: 0,2 mm


Entwicklung:

Freitag steigt von Westen her der Luftdruck an und die Lage stabilisiert sich. Mit nordwestlichem Wind wird Nordseeluft zu uns geführt. Sie wird durch den entstehenden Hochdruckkeil zwar abgetrocknet. Wir bekommen aber nur einen wolkigen Tag mit einigen Aufheiterungen. Auch wird es kühler sein als am Donnerstag. Nachts 16 °, nachmittags 21 °. Die Schauerneigung bleibt gering.

Samstag werden am Rande des Hochkeils mit weiterhin nordwestlichem Wind immer noch einige Wolkenpakete nach NRW geschickt. Die Sonne scheint aber deutlich länger als am Freitag und wir bekommen einen recht schönen Sommertag. Nachts 14 °, nachmittags 23 °.

Sonntag bleiben wir am Ostrand des Hochkeils in einer nordnordwestlichen Strömung. Die Sonne setzt sich zeitweise durch und es wird heiter bis wolkig und trocken. Nachts 13 °, nachmittags 23-24 °. 

Montag kommen wir unter etwas kältere Luft in 5 km Höhe. Dadurch wird es auch am Böden kühler. Es ist wolkig bis heiter und trocken. Nachts 13 °, nachmittags nur 19 ° bis 20 °. Schwacher bis mäßiger nordnordwestlicher Wind.


Glaskugelbereich: 

Dienstag und Mittwoch hält sich der Hochkeil von England her. Der Luftdruck in der Höhe steigt langsam an. Es ist wolkig bis heiter und trocken. Die Temperaturen bleiben noch gedämpft bei 21-22 °.

Mittwoch, 14. Juli 2021

14. Juli 2021

 Menden heute:

12:30 Uhr:

Tief BERND hat zugeschlagen. In Hagen, Balve und wohl auch in Teilen Iserlohns sind bis heute Mittag Katastrophenniederschläge heruntergekommen.

Hagen: bis 200 mm (Radiomeldung)

Balve: 78,9 mm (Private Wetterstation)

Hemer: 33,7 mm (Meteomedia-Station)

Menden: 21,5 mm (meine Station)

Fröndenberg: 17,0 mm (Stadtmitte), 20,0 mm (Hohenheide)

Menden ist bisher also eher glimpflich davon gekommen. Der Wasserpegel der Hönne ist allerdings kräftig angestiegen. Er liegt vor einer Stunde bei 161 cm, geht also auf das mittlere Hochwasserniveau (188 cm) zu. 

Die Pegel der großen deutschen Flüsse liegen alle im Hochwasserbereich. Die meisten steigen weiter.

Im Augenblick sehe ich eine Diskrepanz zwischen dem aktuellen Regenradarfilm und den Vorhersagen des DWD für heute Nachmittag. Sieht es im Radarfilm eher so aus, als ließe der Regen nach, hält der DWD seine Warnung vor Extremniederschlag für heute Nachmittag aufrecht.


16:45 Uhr:

Der DWD hat die Energie in der Luftmasse gut eingeschätzt. Ständig haben sich in einer Straße von Ostnordost nach Westsüdwest neue Regenwolken gebildet. Sie haben erhebliche Niederschlagsmengen in unserem Raum heruntergelassen. In Hemer waren es bisher heute 64 mm, bei mir jetzt fast 50 mm. Die private Wetterstation Balve hat schon mehr als 130 mm gemessen. Ein absoluter Katastrophenregen, wie er nur alle 100 bis 120 Jahre einmal fällt. 

Der Hönnepegel hat eine seltene Hochwassermarke erreicht: 265 cm. Da ist an vielen Stellen Land unter. 

Jetzt sollte der Regen langsam nachlassen. Sicher ist das bei dieser Wetterlage aber nicht. Wir werden noch viele Schadensmeldungen lesen können. 


22:00 Uhr:

Ein Höhentief über Süddeutschland und ein Bodentief über Deutschland sind die gemeinsamen Schuldigen an der katastrophalen Unwetterlage über weiten Teilen Deutschlands. Das Höhentief bewegt sich seit einigen Tagen von Frankreich kommend kaum von der Stelle. Unter seinem Schutz hat sich das Bodentief über Deutschland eingenistet. Gemeinsam saugen sie in allen Höhen feuchte Luft aus dem Mittelmeerraum an, die mit hoher latenter Energie gefüllt ist. Diese geben sie in der kälteren Luft des Höhentiefs als unwetterartigen Regen wieder ab. Wir haben heute mit am meisten abbekommen, wie die Grafik des DWD von heute Abend zeigt:


















NRW ist der Regenschwerpunkt des Tages. Südöstlich von Dortmund sind die Farben dunkelrot. Dort sind mehr als 100 mm Regen gefallen.

Im einzelnen habe ich registriert:

Balve: 138 mm  (ein hundertjährlicher Regen liegt in unserem Raum etwa bei 95 mm!)

Hemer: 82,3 mm

Voßwinkel: 75,6 mm

Menden: 68,5 mm  (neuer Regenrekord für Menden seit 1972)

Fröndenberg: 57 mm


In Hemer stand die Innenstadt unter Wasser, weil das Bett der Oese am Markt gegenüber von Woolworth überlief. Alles Wasser von Hemer und Balve muss in die Hönne. Sie verzeichnete heute Abend mit 3,27 m am Pegel Bösperde offensichtlich eine neue Rekordhöhe. Die WP berichtet von dem bisherigen Höchststand 2007 (wohl am 22. August) von 2,90 m. Niemand weiß, wie hoch die Hönne in der Innenstadt ohne den Ausbau der großen Retentionsflächen vor allem in Lendringsen gestanden hätte. Jetzt um 23:30 Uhr kommt der Pegel wohl zur Ruhe und steigt nicht mehr weiter an.

Heute haben wir die bisherige Höchstmarke für einen Tagesniederschlag in Menden deutlich übertroffen. Sie lag bei 58 mm und stammte vom Unwettertag 22.08.2007. Jetzt also 68,5 mm.


Tageshöchsttemperatur: 19,3 °

Tagestiefsttemperatur: 15,5 °

Sonnenscheindauer: 0 Minuten

Regen: 68,5 mm


Entwicklung:

Donnerstag ändert sich an der Luftdruckverteilung nichts. Höhen- und Bodentief bleiben, wo sie sind. Allerdings zieht die Regenfront entgegen dem Uhrzeigersinn im Westen aus Deutschland heraus und im Süden nach Bayern. Bei uns lockern die Wolken zeitweise auf und die Sonne kommt heraus. Es besteht noch eine geringe Schauer- und Gewittergefahr am Nachmittag. Mit 12 ° nachts und 23 ° nachmittags  ist es angenehm warm.

Freitag steigt der Luftdruck von Westen leicht an. Ob wir aber einen schönen Tag bekommen, ist noch unsicher. Am Ostrand des Hochkeils fließt Nordseeluft zu uns. Ob sich da ein Schauer versteckt oder auch nur die Wolken ziemlich dicht sind, ist unklar. Selbst wenn zeitweise die Sonne herauskommen sollte, ist es kühler als am Donnerstag: nachts 15 °, nachmittags 20 °.

Samstag und Sonntag übernimmt der Hochkeil die Regie. Es ist heiter bis wolkig, trocken und mit 23 ° oder 24 ° angenehm warm. Sehr viele Menschen werden damit zu tun haben, ihre Häuser wieder vernünftig bewohnbar zu machen. 


13. Juli 2021

 Menden heute:

In diesem Juli reden wir nicht einfach von schlechtem Wetter. Wir sind schon froh, nicht von Unwettern, Überschwemmungen und vollgelaufenen Kellern betroffen zu sein. Auch heute gab es in sehr vielen Orten Deutschlands wieder große Regenmengen über 50 mm mit den entsprechenden Folgen. Inzwischen sind nicht mehr nur die Bäche und kleineren Flüsse betroffen. Auch Rhein, Donau und zunehmend auch die Elbe führen große Wassermengen. Der Rhein bekommt in den nächsten Tagen eine große Welle aus der Schweiz und aus Baden-Württemberg. 

In Menden lag heute eine mäßig warme, ausgesprochen feuchte Luftmasse. Das bevorstehende Regenereignis war körperlich zu spüren. Es hat noch nicht viel geregnet. Der meiste Niederschlag fiel am frühen Morgen. Zumindest bis nach Mitternacht werden wir glimpflich davonkommen. In Iserlohn wird bereits seit einer Stunde sehr heftiger Regen gemeldet. 

Maßgeblich für unser Wetter sind ein steuerndes Höhentief über Südfrankreich, das morgen nach Deutschland zieht, dort bis Donnerstag bleibt und dann nach Oberitalien weiterziehen soll. Korrespondierend legt auch das Bodentief seinen Schwerpunkt nach Deutschland. Die Auswirkungen bekommen wir bereits in der Nacht mit vermutlich kräftigem Regen zu spüren.


Tageshöchsttemperatur: 22,1 °

Tagestiefsttemperatur: 17,5 °

Sonnenscheindauer: 50 Minuten

Regen: 5,6 mm


Entwicklung:

Mittwoch befinden sich Höhen- und Bodentief mitten über Deutschland. Die Atmosphäre ist mit Feuchtigkeit gesättigt und sehr energiereich. Nachts soll es heftig regnen. Am Tag könnte es Regenpausen geben. Nachmittags sind dann Gewitter und Starkregen angesagt. Es soll unwetterartig werden. Ich werde mich mehrfach melden und die Situation beschreiben. Nachts 17 °, nachmittags 22 °. Schwacher bis mäßiger Wind aus nördlichen Richtungen, da der Tiefschwerpunkt südöstlich von uns liegt.

Donnerstag bleiben die Tiefs über Deutschland liegen. Das Niederschlagsgebiet zieht vormittags nach Westen und Südwesten aus dem Sauerland heraus. Es könnte nach dem vielen Regen ein durchaus freundlicher Tag werden. Bei wolkigem, zeitweise auch aufgeheitertem Himmel sind in der weiterhin sehr feuchten Atmosphäre noch einzelne Schauer zu erwarten. Abends auch Gewitter. Der Wind weht zeitweise mäßig aus Nord. Nachts 14 °, nachmittags 23 °.

Freitag streckt das Hoch bei Irland zögernd seine Fühler mit einem noch schwachen Hochkeil nach NRW aus. Auf der Ostseite des Keils bleibt die Strömung auf Nordwest festgezurrt. Es fließt aber keine Luft aus dem Tief, sondern Nordseeluft zu uns. Die ist aber auch nicht besonders trocken. So ist es meist stärker bewölkt. Im Laufe des Tages sollten die Auflockerungen aber zunehmen. Tagsüber bleibt es weitgehend trocken. Nachts 15 °, nachmittags 22 °.

Samstag verstärkt sich der Hochkeil noch etwas. Das nach Oberitalien gezogene Höhentief versucht aber immer noch, sich mit feuchter Luft in unser Wetter einzumischen. Vermutlich bleiben wir westlich der Gewitterzone und es ist wechselnd wolkig mit längeren Aufheiterungen. Nachts 15 °, nachmittags 24 °.


Glaskugelbereich: 

Der Höhenrücken/Höhenhochkeil und das Bodenhoch bleiben zwar westlich von uns, so dass die Strömung weiterhin eine nördliche Komponente hat. Dennoch können wir uns Sonntag und Montag auf Sommerwetter mit ziemlich viel Sonne freuen. Die Temperatur steigt auf 27 °. Und das Wichtigste: Es trocknet großflächig ab. Und durch den Nordwind wird es nicht schwül.

Auch Dienstag wird sich das Sommerwetter nicht großartig ändern: Freibadwetter.

Dienstag, 13. Juli 2021

12. Juli 2021

 Menden heute:

Bei schwachen Luftdruckgegensätzen über Deutschland gab es heute einen warmen Sommertag mit leichter Schwüle. Bis 15:30 Uhr schien meist die Sonne. Dann bezog sich der Himmel langsam. Wer die heranziehenden Wolken beobachtete, sah die typischen Schäfchenwolken (Altocumulus) und am Horizont kleine Castellanuswolken (ich nenne sie Türmchenwolken). Sie sind Schlechtwetterboten.

Tageshöchsttemperatur: 26,3 °

Tagestiefsttemperatur: 15,3 °

Sonnenscheindauer; 6:44 Stunden

Regen: 0 mm


Entwicklung:

Dienstag: Der Deutsche Wetterdienst warnt für Menden vor richtig schlechtem Wetter. Von Dienstag sechs Uhr bis Donnerstag sechs Uhr sollen 60-90 mm Regen fallen. Maßgeblich für unser Wetter sind ein Höhentief über Frankreich, das langsam zu den Alpen zieht und ein Bodentief, das sich von Frankreich nach Süddeutschland verlagert. Diese Konstellation hat alle Voraussetzungen, vor allem im südwestlichen Deutschland und auch bei uns unwetterartigen Regen zu erzeugen. Dienstag erreicht uns das Regengebiet am Vormittag. Es sollte aber zunächst nur zeitweilige Schauer geben. Zwischendurch ist es trocken und auch die Sonne kommt mal durch. Kein Unwettertag. Nachts 16 °, nachmittags 23 °.

Mittwoch liegt das Bodentief direkt über uns. Sein Unwettergebiet kann uns voll erwischen. So wie es jetzt aussieht, regnet es den ganzen Tag. Teilweise sehr heftig und mit Gewittern durchsetzt. Ein Tag, um zu Hause zu bleiben und die Gegend zu beobachten. Es könnte zu Schäden durch Überschwemmungen kommen. Hoffentlich sind die Gullys sauber und die Einläufe in Bachverrohrungen gewartet.  Nachts 17 °, nachmittags 21 °. Ich werde am Mittwoch regelmäßige Kurzfristvorhersagen machen.

Donnerstag liegt das Tief mittags mit seinem Kern über dem Schwarzwald. Das Höhentief soll nicht, wie gestern noch angenommen, von den Alpen nach Kroatien ziehen. Der DWD sieht es jetzt mitten über Deutschland. So müssen wir auch am Donnerstag gelegentlich mit kräftigen Schauern und Gewittern rechnen. Das Hauptregengebiet liegt aber vermutlich südwestlich von uns. Die Hoffnung auf Wolkenlücken ist real. 

Freitag steigt der Luftdruck von Westen her an. Ein Hoch erreicht Irland und schickt einen Keil zu uns. Die Wolken lockern auf und wir bekommen einen Tag mit einzelnen längeren Aufheiterungen und nur geringer Schauerneigung. Die Böden trocknen oberflächig ein wenig ab. Nachts 15 °, nachmittags 22 °. Schwacher Nordwestwind.


Glaskugelbereich: 

Das Hoch bleibt nordwestlich von uns liegen. Der Wind kommt daher schwach aus Nord bis Nordost. Ab Samstag ist es immer freundlicher und auch sonniger. Regen gibt es nicht mehr. Sonntag und Montag kann man mit 26-27 ° rechnen. 

Montag, 12. Juli 2021

11. Juli 2021

 Menden heute:

England hat im Wembleystadion bei zeitweiligem Regen erneut im Elfmeterschießen ein Endspiel verloren. Italien ist allerdings ein verdienter Europameister.

Geringe Luftdruckgegensätze am Boden, ein Kaltlufttropfen in fünf km Höhe und eine Konvergenzlinie quer über Deutschland waren die Zutaten zu leicht unbeständigem Wetter. Es war mäßig warm, gelegentlich schwül, um 15 Uhr gab es einen kurzen, kräftigen Schauer. Die Sonne ließ sich auch hin und wieder blicken. Also von allem etwas. Aber nicht das, was wir von einem Sommersonntag erwarten.


Tageshöchsttemperatur: 22,0 °

Tagestiefsttemperatur: 15,0 °

Sonnenscheindauer: 2:26 Stunden

Regen: 3,5 mm


Entwicklung:

Montag legt sich ein kräftiges Höhentief über die Biskaya. Es wird in den Folgetagen zu den Alpen ziehen und das Wetter im gesamten mittleren und südlichen Europa unbeständig gestalten. Montag bleibt es in Menden noch bei geringen Luftdruckgegensätzen. Ein Tief zieht langsam von Frankreich heran. Seine Schlechtwetterzone erreicht uns erst am späteren Abend. Vorgelagerte Gewitter scheinen sich über Luxemburg und Südwestdeutschland aufzulösen. Zunächst ist es wolkig bis heiter, trocken und sommerlich warm. Nachmittags kommen von Südwesten zunächst hohe, später kompaktere Wolken zu uns. Es bleibt aber regenfrei. Nachts 13 °, nachmittags 26 °. Schwacher südöstlicher Wind.

Dienstag bleibt ein Teil des Tiefs über Frankreich liegen, ein anderer zieht nach Oberitalien. Auch wir sind von den Regenfällen dieser Konstellation betroffen. Aus jetziger Sicht regnet es insbesondere am Morgen und am Abend, vielleicht auch mal kräftig. Zwischendurch kommt auch mal die Sonne durch. Es ist mäßig warm mit Frühtemperaturen um 15 ° und Nachmittagstemperaturen um 22 °. Der schwache bis mäßige Wind weht entgegen dem Uhrzeigersinn um das Tief herum aus Nordost.

Mittwoch liegt das Bodentief genau über Deutschland. Wo genau sein größeres Regengebiet zu liegen kommt, ist noch nicht klar. Es könnte über Westdeutschland sein. Dann kommt einiges vom Himmel. Das ist nicht sicher, wir müssen uns aber darauf einstellen. Es ist zu berücksichtigen, dass die Böden mit Feuchtigkeit gesättigt sind und kaum noch Wasser aufnehmen. Es würde oberflächig ablaufen. Nachts 16 °, nachmittags 22 °. Der Wind dreht auf West und ist weiterhin schwach bis mäßig.

Donnerstag liegt der Schwerpunkt des Tiefs östlich von uns. Von Norden strömt vermutlich trockenere Luft zu uns. Wir müssen aber immer noch mit einzelnen Schauern rechnen. Oft scheint aber auch die Sonne. Es bleibt recht warm mit nachts 16 ° und nachmittags 23 °. Schwacher bis mäßiger nördlicher Wind.


Glaskugelbereich:

Freitag versucht sich ein Hoch über GB mit seinem Keil bei uns. Letzte Schauerreste verschwinden und es ist wolkig mit Aufheiterungen. Nachts 15 °, nachmittags 22 °. Samstag und Sonntag soll sich das Hoch über dem nordwestlichen und nördlichen Europa etablieren. Das Wetter würde immer besser und die Temperatur sollte am Sonntag die 25 °-Marke knacken. 

Sonntag, 11. Juli 2021

10. Juli 2021

 Rückblick:

Der Juli war bisher zu kühl, sehr regenreich und ungewöhnlich sonnenscheinarm.

Die Monatsmitteltemperatur der ersten Monatsdekade betrug 17,6 ° (Mittel 2000-2019: 18,5 °)

Die bisherige Niederschlagssumme liegt bei 53,3 mm (Monatsmittel 2000-2019: 92,2 mm (erreicht 57,8 %)

Die Sonne schien 47:16 Stunden (Monatsmittel 2002-2019: 210:06 Stunden; erreicht 22,5 %)


Menden heute:

Schwacher Zwischenhocheinfluss am Boden und kalte Luft in der Höhe. Das Ergebnis war eine wechselnde Bewölkung mit Aufheiterungen am Morgen und stärkerer Bewölkung am Nachmittag. Tagsüber blieb es trocken. Nachts fielen ein paar Tropfen Regen. Nach Mitternacht begann es leicht zu regnen. 


Tageshöchsttemperatur: 23,2 °

Tagestiefsttemperatur: 13,5 °

Sonnenscheindauer: 5:35 Stunden

Regen: 0,5 mm


Entwicklung:

Sonntag: Leichter Hochdruck am Boden und kühle Luft in fünf km Höhe sind die Zutaten des Sonntagswetters. Nachts und Sonntagfrüh kann es noch etwas regnen. Danach sollte die Schauerneigung zurückgehen und es gibt noch einen angenehmen Sonntagnachmittag. Die Höhenkaltluft kann allerdings leider jederzeit einen Schauer erzeugen. Nachts 15 °, nachmittags 22 °.

Montag schwächt sich die Höhenkaltluft ab und der leichte Hochdruck am Boden bleibt erhalten. Es ist wolkig bis heiter und trocken. Montagabend erreicht uns ein kleines Tief von Frankreich her mit seinen Fronten. Es kann ab 20 Uhr ein bisschen regnen. Nachts 12 °, nachmittags 25 °. 

Dienstag zieht das Tief langsam von West nach Ost über uns hinweg. Es regnet zeitweise, möglicherweise hin und wieder auch kräftig. Die Sonne sehen wir kaum. Ein Tag zum Vergessen. Nachts 16 °, nachmittags 21 °.

Mittwoch bleibt es bei wechselnder Bewölkung sehr unbeständig und zeitweise gewittrig. Zwischendurch kommt immer mal die Sonne durch. Den ganzen Tag sind Schauer zu erwarten. Hinter den Fronten dreht der schwache bis mäßige Wind auf Nordwest. Nachts 15 °, nachmittags 22 °.


Glaskugelbereich: 

Donnerstagnacht ist es weiterhin gewittrig. Am Tag bessert sich das Wetter langsam. Die Schauerneigung lässt nach. Freundliches Wetter ist aber noch nicht zu erwarten. Freitag und Samstag dehnt sich das westeuropäische Hoch nach Westdeutschland aus. Nur noch Freitagmorgen sind einzelne Schauer möglich. Ansonsten ist es wolkig mit Aufheiterungen und trocken. Freitag 21 °, Samstag 22 °.

Samstag, 10. Juli 2021

09. Juli 2021

 Menden heute:

Ein Tief zog heute über Ostdeutschland und Polen zur polnischen Ostseeküste. Sein umfangreiches und ergiebiges Regengebiet hat vielerorts wieder für Überschwemmungen gesorgt. Heute hat es insbesondere in Franken wie aus Kübeln geschüttet. Hof führt die Liste der Regensummen mit 92 mm an. Sehr viele weitere Stationen liegen zwischen 50 und 90 mm. 

Auch in Menden hat es vor allem heute Abend zwischen 20:30 und 21:00 Uhr kräftig geregnet. Hier hatte sich ein örtlicher Schauer gebildet. Hemer, nur ein paar Kilometer Luftlinie entfernt, blieb heute völlig niederschlagsfrei. In Fröndenberg-Mitte hat es mit 14,0 mm etwas mehr geregnet als bei mir.


Tageshöchsttemperatur: 22,0 °

Tagestiefsttemperatur: 15,0 °

Sonnenscheindauer: 3:52 Stunden

Regen: 13,0 mm


Entwicklung:

Das Höhenhoch, das auf den Höhenwetterkarten aussieht wie ein griechisches Omega und Sommerbilderbuchwetter garantiert, liegt nicht über Mitteleuropa, sondern über Westrussland. Bei uns herrschen in fünf Kilometer Höhe kleine Höhentiefs oder Tiefdrucktröge, die die Luftmasse mit ihrer kalten Luft labilisieren und  heftige Regenfälle ermöglichen. Die Atmosphäre erhält ihre Feuchtigkeit aus dem Mittelmeerraum. An der Konstellation in der Höhe ändert sich nur sehr langsam etwas. 


Samstag überquert uns ein Zwischenhochkeil. Das Wetter stabilisiert sich Vor allem vormittags scheint zeitweise die Sonne. Nachmittags zieht von Frankreich eine Störung zu uns herein. Die Wolken verdichten sich von Westen her immer mehr und abends müssen wir mit etwas Regen oder kurzen Schauern rechnen. Nachts 12 °, nachmittags 23 °. Schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen.

Sonntag: Nachts kann es noch zeitweise regnen. Wie es am Sonntag aussieht, ist noch vollkommen unsicher. Es kommt auf die Lage der Tiefs in der Höhe an. Von Schauerwetter bis wolkig mit Aufheiterungen ist alles drin. Es bleibt mäßig warm mit 14 ° frühmorgens und 22 ° nachmittags. Der Wind kommt meist schwach aus Südwest.

Montag ist das Wetter bei geringen Luftdruckgegensätzen und schwachem südöstlichen Wind sommerlich. Die Sonne scheint zeitweise und es ist zumindest bis zum Abend trocken. Dann zieht von Frankreich ein kleines Tief mit einer Mischfront nach Westdeutschland. Es kann den einen oder anderen Schauer geben. Muss aber nicht. Nachts 13 °, nachmittags 25 °.

Dienstag zieht das Tief mit seinen Fronten langsam über uns hinweg nach Polen. Es gibt Schauerwetter mit längeren trockenen Phasen und auch einigen Aufheiterungen. Es kann durchaus auch vorübergehend kräftiger regnen. Nachts 16 °, nachmittags 22 °. Schwacher bis mäßiger westlicher Wind. 


Glaskugelbreich: 

Ab Mittwoch soll sich für einige Tage ein Höhentief über den Alpen etablieren. Das würde bei uns auch nichts Gutes bedeuten. Die Möglichkeiten gehen von leicht unbeständig bis Gewitterlage. Jedenfalls bleibt es warm. 23-24 °. 

Ab Freitag könnte sich von Westen ein Hochkeil bei uns breit machen und besseres Wetter mit weiterhin angenehmen Temperaturen. generieren. Einig sind sich die Modelle aber nicht. Ich werde das beobachten. 

Donnerstag, 8. Juli 2021

08. Juli 2021

 

Menden heute:


Ein eher unscheinbares Tief über dem Alpenraum hat sich mit Mittelmeerluft vollgesogen und lädt diese Feuchte in Form von zum Teil unwetterartigen Regengüssen auf dem Weg zur Ostsee ab. Auch NRW hat wieder einiges mitbekommen. So sind Autobahnen wegen Überflutung gesperrt. In einigen Orten sah es so ähnlich aus wie am Sonntag in Fröndenberg. Bis zum Nachmittag blieb es bei uns trocken. Die Sonne hielt bis mittags durch. Ab 17 Uhr regnete es dann. Es blieb bei Landregen.

Tageshöchsttemperatur: 24,4 °

Tagestiefsttemperatur: 14,0 °

Sonnenscheindauer: 3:25 Stunden

Regen: 12,4 mm


Entwicklung:

Freitag: Auf dem Weg zur Ostseeküste lässt das kleine Tief noch erhebliche Regenmengen vor allem über Ostdeutschland und Polen fallen. Wir bekommen möglicherweise noch kurze Schauer des westlichsten Ausläufers mit. Auch abends ist ein Schauer nicht ausgeschlossen. Ansonsten können wir auch mit wechselnd wolkigem Himmel mit einigem Sonnenschein rechnen. Es bleibt für das Tiefdruckwetter relativ warm mit 14 ° am Morgen und 22 ° am Nachmittag. Der Wind ist schwach bis mäßig aus nordwestlichen Richtungen.

Samstag: Der schwache Zwischenhocheinfluss ist nachmittags bereits wieder Geschichte. Von Westen machen sich Schauerwolken auf den Weg ins Sauerland. Dort kommen sie abends an. Bis zum frühen Nachmittag ist es freundlich mit sonnigen Phasen und schwachem südwestlichem Wind. Dann nehmen die Wolken immer größeren Raum am Himmel ein und etwa ab 18 Uhr kann es zu regnen beginnen. Viel Regen wird es nicht geben. Schwacher Südwestwind. Nachts 13 °, nachmittags 23 °.

Sonntag verstärkt sich der Hochdruckeinfluss erneut. Allerdings wäre es nicht dieser Juli, wenn da nicht ein Haken wäre. Das ist eine Konvergenz, eine Schauerlinie, die irgendwo in unserer Nähe zu liegen kommt. So ist es zwar meist wolkig, teilweise auch heiter. Ob da aber nicht irgendwo ein Schauer lauert, ist nicht wegzudiskutieren. Mit 14 ° am frühen Morgen und 23 ° am Nachmittag bleibt es aber angenehm warm.

Montag befinden wir uns auf der Vorderseite eines Tiefs, das mittags bei London liegt. Seine Mischfront kommt von Frankreich her nur langsam nach Osten voran. So ist es bis zum frühen Abend wolkig mit längeren Aufheiterungen und trocken. Dann schwenkt die Front mit Schauern herein. Mit 13 ° frühmorgens und 25 ° nachmittags ist es sommerlich warm. Der Wind weht schwach bis mäßig aus südlichen Richtungen.


Glaskugelbereich:

Dienstag gibt es mit einem Höhentrog über Frankreich und einem Tiefdrucksumpf über Mitteleuropa für uns einen Vorteil. Es sieht so aus, als säßen wir zwischen den Stühlen in relativ ruhigem und einigermaßen freundlichem Wetter. Vor allem im Südosten und Osten Deutschlands sind erneut kräftige Regenfälle zu erwarten. Mittwoch und auch Donnerstag sieht es dann nach einigen Vorhersagekarten ziemlich grauslich aus. Zum Glück gibt es noch Unsicherheiten.

07. Juli 2021

 Menden heute:

Zumindest ein Elfmeterschießen ist mir heute beim Halbfinale England gegen Dänemark in London erspart geblieben. So wird es nicht ganz so spät. 

Ein schwaches Zwischenhoch sorgte für einen Sommertag in Menden. Bei wolkigem, zeitweise auch heiterem Himmel, war das Wetter ideal für alle Außenaktivitäten. Dazu gehört bei vielen auch das Rasenmähen oder das Nachschneiden der Hecke. Ich war mit dem Rad in Fröndenberg und überrascht, wie schnell der Schlamm von den Straßen und Plätzen verschwunden war. Man musste schon genauer hinsehen, um noch Auswirkungen des Unwetters im Straßenraum zu begegnen. Überrascht hat mich auch der Zustand vieler Getreidefelder, die kaum unter den Regenmassen gelitten haben. Die Fröndenberger genießen die Gastronomie auf ihrem neuen Platz in der Innenstadt. Gelungen.

Tageshöchsttemperatur: 25,3 °

Tagestiefsttemperatur: 13.2 °

Sonnenscheindauer: 7:22 Stunden

Regen: 0,2 mm


Entwicklung:

Donnerstag: Ein Höhentrog macht es sich in den nächsten Tagen gemütlich über dem mittleren und nordwestlichen Europa. Über den Alpen bildet sich ein kleines Tief, das sich mit Mittelmeerluft auflädt und dann mit heftigen Schauern und Gewittern über Bayern und Sachsen nach Polen zieht. Wir geraten ab dem späteren Nachmittag in den Einflussbereich der feuchtlabilen Luft. Das heißt, wir müssen mit Schauern und Gewittern, auch mit Starkregen rechnen. Es kann, wie immer bei solchen Lagen, auch Orte in der näheren oder weiteren Umgebung treffen. Sicher können wir uns nicht fühlen. Bis zum Nachmittag ist es wolkig, ab und zu auch stärker bewölkt, aber vermutlich trocken. Mit nachts 12 ° und nachmittags 23 ° ist es etwas kühler als am Mittwoch.

Freitag ziehen die Schauer mit dem Tief nach Osten ab. Das Höhentief ist aber weiterhin in der Nähe und labilisiert mit seiner kalten Luft die bei uns lagernde Luftmasse. Wir müssen also immer noch mit einzelnen schwachen Schauern rechnen. Meist ist es aber wolkig mit Aufheiterungen. Nachts 14 °, nachmittags 23 °. Meist schwacher nordwestlicher Wind.

Samstag: Tagsüber sorgt eine schwache Hochdruckbrücke für angenehmes Sommerwetter. Nachmittags kommt von Westen eine Schauerlinie ins Sauerland. Etwa ab 18 oder 19 Uhr müssen wir mit Schauern rechnen. Frühmorgens 13 °, nachmittags 23 °.

Sonntag: Ein Zwischenhoch reduziert die Schauerneigung erheblich. Ausgeschlossen sind einige Spritzer aber nicht. Meist ist es wolkig, vor allem nachmittags auch heiter und dann auch trocken. An den Temperaturen ändert sich nichts.


Glaskugelbereich:

Montag dehnt sich das westeuropäische Tief zu uns aus. Allerdings hält das Wetter  vermutlich bis zum späteren Nachmittag. Dann kommen Schauer auf. Mit 13 ° am Morgen und 25 ° nachmittags ist es sommerlich warm. Dienstag ist es bei schwachen Luftdruckgegensätzen ziemlich freundlich. Das Höhentief ist aber ein Unsicherheitsfaktor.

Mittwoch, 7. Juli 2021

06. Juli 2021

 Rückblick:

Endlich schaffe ich es, den Monatsrückblick für Juni zusammenzustellen.

Der Juni war deutlich zu warm und sehr sonnig. Der Regen schaffte eine Punktlandung.

Monatsmitteltemperatur: 19,9 ° (Mittel 2000-2019:  16,8 °; Abweichung +3,1 °)

Monatsniederschlag: 67,5 mm (Mittel 2000-2019: 67,8 mm; erreicht 100 %)

Monatliche Sonnenstunden: 251,4 (Mittel 2002-2019: 204,8 Stunden; erreicht 123 %)


Was gerade abgeht, muss man erst mal verdauen. Seit 1972 gab es fünf Junimonate mit einer Mitteltemperatur von 18,0 ° oder mehr. Es sind die Jahre von 2017 bis 2021. In folgender Reihenfolge:

2019: 20,2 °

2021: 19,9 °

2017: 18,8 °

2018: 18,0 °

2020: 18,0 °


Zum Vergleich: 

Klimamittel Juni 1961-1990: 15,3 °

Mein Gesamtjunimittel 1972-2019: 16,0 °

Mittel 2000-2019: 16,8 °


Menden heute:

Am Vormittag überquerte uns die Kaltfront eines Tiefs, das von Nordengland in die Nordsee zieht. Es gab einige Schauer mit relativ geringer Ausbeute. Der Wind frischte hin und wieder kräftig auf. Vor Frontdurchzug und nachmittags kam die Sonne zeitweise durch. Die Temperaturen bewegten sich im angenehmen Bereich.

Tageshöchsttemperatur: 23,4 °

Tagestiefsttemperatur: 16,5 °

Sonnenscheindauer: 4:11 Stunden

Regen: 1,5 mm


Entwicklung:

Mittwoch ist ein Tag, um das Fahrrad herauszuholen. Ein Zwischenhochkeil baut sich auf und drängt den Einfluss des Höhentiefs über der nördlichen Nordsee zurück. Es ist heiter bis wolkig und trocken. Der Wind weht schwach, gelegentlich mäßig aus Südsüdwest. Nachts 11 °, nachmittags 24 °.

Donnerstag setzt das Höhentief über der norwegischen See einen Trog bis zur Cote d'Azur ab. Dadurch entsteht über uns ein winziges Tief. Vor allem nachmittags sind Schauer und Gewitter möglich. Ansonsten scheint gelegentlich die Sonne und es ist mit nachts 12 ° und nachmittags 23 ° warm. Der Wind weht schwach, nur in möglichen Gewittern mäßig aus meist nordwestlicher Richtung.

Freitag baut sich eine ziemlich dürftige Hochdruckbrücke über Mitteleuropa auf. Die Schauer und Gewitter werden nach der Lesart des DWD nach Osten weggedrückt. Die Amerikaner sehen noch Schauertätigkeit bei uns und nur kurze sonnige Phasen. Das müssen wir noch abwarten. Es ist nicht ganz so warm wie an den Vortagen. Nachts 14 °, nachmittags 22 °. Schwacher nordwestlicher Wind.

Samstag ist es vormittags noch freundlich. Nachmittags und abends zieht ein kleines Tief mit seiner Mischfront und Schauern durch. Frühmorgens 13 °, nachmittags 25 °. Schwacher Wind aus Südost.


Glaskugelbereich:

Sonntag und Montag haben wir es sowohl in der Höhe als auch am Boden mit tiefem Druck über Nordwesteuropa zu tun. Da kann das Wetter nicht beständig sein. Es ist wechselnd wolkig mit einzelnen Schauern. Mit 23 ° bleibt es zumindest warm.

Richtiges Sommer- oder Freibadwetter ist auch an den Folgetagen nicht in Sicht. Das lässt der weit südlich über Europa mäandrierende Jetstream nicht zu. Über Nordwesteuropa und der Nordsee erneuern sich dadurch ständig Höhentiefs bzw. Kaltlufttropfen.

Montag, 5. Juli 2021

05. Juli 2021

 Katastrophenregen Fröndenberg:


Der gestrige Regen in Fröndenberg ist ein derart seltenes Ereignis, dass ich nochmal darauf zurückkomme.

Der Deutsche Wetterdienst gibt Tabellen heraus für jeden Ort, in denen bestimmte Regenspenden einer Jährlichkeit zugeordnet werden (KOSTRA-Tabellen). Die mir vorliegende Tabelle für Hemer ist zwar nicht mehr die aktuellste. Die Daten dürften sich aber nicht wesentlich verändert haben. 

Folgende Regenmengen sollen in Hemer nur alle 100 Jahre fallen:

24-Stunden-Summe:     95,6 mm

1-Stunden-Summe:       53,1 mm

Die Regenmengen in Hohenheide von 120 mm am Tag und 54,5 mm in einer Stunde übertreffen jeweils den Jahrhundertregen in Hemer. Mir ist die KOSTRA (Koordinierte Starkregenauswertung)-Tabelle von Fröndenberg nicht bekannt. Die Werte liegen aber mit einiger Sicherheit nicht höher als in Hemer. Bei einem Jahrhundertregen brechen buchstäblich alle Dämme. Die Schäden gehen in die Millionen.

Wir fragen uns natürlich, ob die extremen Unwetter der letzten Wochen vor allem in Süddeutschland und jetzt auch in NRW schlimme Vorboten noch schlimmerer Ereignisse sind. Kein einzelnes Unwetter kann unmittelbar dem Klimawandel zugeschrieben werden. Der Anstieg der Mitteltemperatur in Deutschland um knapp 2 ° seit Messbeginn hat aber Auswirkungen: Die wärmere Atmosphäre kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen und sie gibt sie immer öfter nicht in Landregen, sondern in extremen Unwettern wieder ab. 

Die Meldungen über Wetterextreme häufen sich. Mehr als 49 ° in Kanada, dadurch erhebliche Zunahme der Sterblichkeit, Vernichtung eines ganzen Dorfes durch ein spontan ausgebrochenes Feuer, mehr als 34 ° am 70. Breitengrad in Finnland,  Murenabgänge und unfassbare Gewalt durch Erdrutsche vor allem auch in Japan. Die Arktis erwärmt sich dreimal so schnell wie der Rest der Welt. Jeden Tag ist die Weltpresse voller dramatischer Meldungen. Sven Plöger vergleicht die Situation mit einem Meteoriteneinschlag in Zeitlupe.

Bei uns und auch in den anderen die Krise auslösenden CO2-Verschmutzer-Ländern wird viel über Ziele geredet und geschrieben, wie der Ausstoß verringert werden soll. Wenn es konkret wird, regiert die Angst vor dem Wähler. Wer geglaubt hatte, zumindest Tempo 130 auf Autobahnen sei eine ausgemachte Sache nach der Bundestagswahl, reibt sich die Augen. Kanzlerkandidat Laschet hat sich kürzlich dagegen ausgesprochen. Mit einem Tempolimit könne man das Klima nicht retten. Nun, das Bundesumweltamt hatte 2020 errechnet, dass durch ein Tempolimit auf Autobahnen jährlich 1,9 Millionen Tonnen CO2 weniger in die Atmosphäre gepustet werden. In einem hat Herr Laschet recht. Ein Tempolimit wäre in erster Linie ein Symbol. Richtig wäre die sofortige Schließung eines Kohlekraftwerks. Das jagt 32 Millionen Tonnen CO2 im Jahr in die Atmosphäre. 


Menden heute:

Zwischen einem komplexen Tiefdrucksystem über Großbritannien und einem umfangreichen Hoch über Nordwestrussland strömt angewärmte Meeresluft zu uns. Eingelagert sind schwache Fronten und Konvergenzlinien, die etwas Regen am Morgen und starke Bewölkung während des größten Teils des Tages erzeugten.


Tageshöchsttemperatur: 21,5 °

Tagestiefsttemperatur: 13,0 °

Tagesmitteltemperatur:

Sonnenscheindauer: 2:49 Stunden 

Regen: 1,5 mm


Entwicklung:

Dienstag: Ein Höhentief zieht in den nächsten Tagen von England zum Nordmeer und schwächt sich ab. Das zugehörige Bodentief bewegt sich langsam zur Westküste Englands. Seine Warmfront überquert uns heute Nacht. Jetzt um 23:45 Uhr wird es wärmer statt kälter. Bereits in den Morgenstunden erreicht uns die Kaltfront des Tiefs mit Schauern und vielleicht auch kurzen Gewittern. Um die Mittagszeit ist die Front durchgezogen und es lockert auf. Nachmittags ist es freundlich und trocken. Bei zeitweise böigem Südwestwind ist es nachts 16 °, nachmittags 23 °.

Mittwoch ist es unter einem Zwischenhochkeil wolkig bis heiter und trocken. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus südsüdwestlichen Richtungen. Mit 11 ° nachts und 24 ° am Tag ist es sommerlich ohne Schwüle.

Donnerstag haben wir es mit einer unübersichtlichen Wetterlage und sehr labiler und feuchter Luft zu tun, die von Süden zu uns gelangt. Es kann ab dem späten Vormittag bei wechselnder, oft starker Bewölkung Schauer und Gewitter geben. Dies gilt vor allem für den späteren Nachmittag. Dabei bleibt es warm und vor allem vormittags scheint auch zeitweise die Sonne. Nachts 13 °, nachmittags 23 °. Schwacher westlicher Wind.

Freitag verstärkt sich der Azorenhochkeil wieder und wir bekommen einen Sommertag mit wolkigem oder heiterem Himmel. Bei meist schwachem Wind aus westlichen oder nordwestlichen Richtungen ist es frühmorgens 13 ° und nachmittags 23 °.


Glaskugelbereich: 

Samstag und Sonntag ist es sommerlich, aber leicht unbeständig. Wir müssen mit einzelnen schwachen Schauern rechnen. Nachts 13 ° und nachmittags 24-25 ° 








Sonntag, 4. Juli 2021

04. Juli 2021

 Katastrophenregen in Fröndenberg:


In Fröndenberg gibt es zwei Wetterstationen des Meteomedia-Messnetzes. Eine liegt in der Stadtmitte, eine andere auf der Hohenheide. Beide haben heute unglaubliche Regenmengen registriert:

Fröndenberg-Hohenheide: 120 mm, davon 54,5 mm von 12-13 Uhr

Fröndenberg Mitte: 89 mm, davon 44,6 mm von 12-13 Uhr


Eine solche Regenmenge dürfte Fröndenberg seit Menschengedenken nicht getroffen haben. Ich habe keine Daten von Fröndenberg. Aber von Menden.

Die Rekordregenmengen seit 1972 (also seit 49 Jahren) für meine Wetterstation Am Kapellenberg:

22.08.2007: 58 mm

13.11.2010: 54,4 mm

03.07.1995: 53 mm

30.06.2005: 51 mm

30.06.1972: 51 mm

Tagessummen von mehr als 40 mm kommen in Menden im Schnitt alle sechs Jahre einmal vor.

Umso gewaltiger ist die Regenmenge in Fröndenberg. Es handelt sich um einen katastrophalen Jahrhundertregen. Kein Wunder, dass Straßen zu Flüssen wurden und erhebliche Schäden an Grundstücken und Häusern entstanden. Die Feuerwehren aus Fröndenberg und umliegenden Städten hatten und haben sicher auch jetzt am Abend noch Großeinsätze.

Aber auch in Menden und Umgebung hat es kräftig geregnet. Die Rangfolge (ohne Fröndenberg):

Werl: 38 mm

Bösperde (Vantage-Station): 31,0 mm

Hemer: 30,4 mm

Menden (meine Station). 17,7 mm


Menden heute:

Eine Mischfront und eine Gewitter-Konvergenz des Tiefs vor Irland haben heute nach freundlichem Vormittag erwartungsgemäß für Aufregung gesorgt. Mittags ging es los. Blitz und Donner, kräftiger Regen, erhebliche Abkühlung von 25,0 ° auf 16,3 °. Es blieb bis zum frühen Abend ungemütlich. Der Mendener Sommer-Flohmarkt musste schließen, nachdem die Besucher das Weite gesucht haben.

Tageshöchsttemperatur: 25,0 °

Tagestiefsttemperatur: 14,5 °

Tagesmitteltemperatur:

Sonnenscheindauer: 2:22 Stunden

Regen: 17,7 mm


Entwicklung:

Montag: Nachts und um die Mittagszeit ziehen weitere schwache Fronten mit möglichen Schauern über uns hinweg. Der Nachmittag sollte im Wesentlichen trocken bleiben. Auch die kühle Luft bleibt uns erhalten. Heute Nacht 14 °, nachmittags 21 °. Meist schwacher Südsüdwestwind.

Dienstag: Vormittags zieht die Kaltfront des von England langsam zur Nordsee ziehenden Tiefs über uns hinweg. Die Niederschlagsintensität ist gering und die Front zieht auch rasch durch. Dahinter fließt Atlantikluft ein. Die Sonne kommt mal durch, hat aber keine großen Möglichkeiten. Nachts 16 °, nachmittags 22 °. Schwacher bis mäßiger Südsüdwestwind.

Mittwoch baut sich vor dem Trog des Tiefs vor Norwegen ein schwacher Hochkeil auf. Er beschert uns einen freundlichen Tag mit wolkigem bis heiterem Himmel. Bei schwachem bis mäßigem Südsüdwestwind ist es frühmorgens 13 °, nachmittags 23 °.

Donnerstag soll bei relativ hohem Luftdruck eine Konvergenzlinie über Westdeutschland liegen. Hier strömen Luftmassen aus unterschiedlichen Richtungen gegeneinander. Wir müssen nachmittags mit Schauern rechnen. Sicher ist das aber nicht. Frühmorgens 13 °, nachmittags 23 °. Schwacher Wind aus West.


Glaskugelbereich: 

In fünf Kilometern Höhe, dort wo das Wetter gemacht wird, ist auf absehbare Zeit kein stabiles Hochdruckwetter, das einige Tage hintereinander Sommerfeeling erzeugt, zu sehen. Freitag und vor allem Samstag ist es freundlich mit am Freitag leichter Schauerneigung. Am Samstag wird es mit 24 ° recht warm. Sonntag kommen wir von Südosten her in eine feuchtere Luftmasse. Die Schauerneigung steigt. Es bleibt aber warm.

03. Juli 2021


Tagebuch:

Meine Vantage pro2 Wetterstation hat zum ersten Mal seit 2007 ihre Arbeit eingestellt. Alle Versuche, sie wiederzubeleben, waren bisher erfolglos. Das führt dazu, dass meine Netatmo-Station den Tagesjob übernehmen muss. Ihr fehlen einige Tools und auch die Unterstützung durch eine komfortable Software. So ist Rechenarbeit erforderlich. Die Monatsauswertung schaffe ich vielleicht morgen.

 

Menden heute:

Ein schwaches Zwischenhoch, eingekeilt zwischen Tiefs im Osten und Westen, ließ heute den Sommer zurück kommen. Es war den ganzen Tag heiter oder leicht bewölkt. Erst am Abend bezog sich der Himmel im Vorfeld einer Mischfront, die langsam von Frankreich hereinzieht. In der schon am Abend labilen Luftmasse kommen vom Rheinland her Schauer und Gewitter auf. Sie ziehen in der Nacht mit Schwerpunkt nördlich von uns über NRW hinweg. Ob wir mehr als die paar Tropfen, die gerade herunter gekommen sind,  mitbekommen, ist ungewiss.


Tageshöchsttemperatur: 26,2 °

Tagestiefsttemperatur: 11,5 °

Tagesmitteltemperatur: 

Sonnenscheindauer: 11:25 Stunden

Regen: 0,0 mm


Entwicklung:

Sonntag übernimmt die Mischfront des Ostatlantiktiefs kurzfristig die Regie über unser Wetter. Vormittags befinden wir uns noch vor der Front. Bei wechselnder Bewölkung mit kurzen sonnigen Abschnitten ist die Schauerneigung noch nicht sehr groß. Nachmittags zieht die Front durch. Wir müssen mit auch kräftigeren Schauern und Gewittern rechnen. Erst zum Abend hin beruhigt sich das Wetter. Nachts 16 °, nachmittags 22 °. In Schauernähe frischt der Wind vorübergehend auf. Er kommt aus südwestlichen Richtungen.

Montag zieht die Front nach Polen ab. Vormittags sind aber immer noch einzelne Schauer möglich. Nachmittags ist es freundlich bei gedämpften Temperaturen. Nachts 13 °, nachmittags 21 °. Schwacher bis mäßiger Südwestwind.

Dienstag überquert uns gegen Mittag die nächste Kaltfront. Sie zieht mit ihren Schauern rasch durch. Am späteren Nachmittag scheint bereits wieder die Sonne. Das Ostatlantiktief zieht nach England. Sein Windfeld erreicht uns bereits am Vormittag. Es sind einige kräftige Böen aus Südwest möglich. Nachts 16 °, nachmittags 23 °.

Mittwoch macht sich bereits wieder schwacher Hochdruckeinfluss bemerkbar. Es ist heiter bis wolkig und trocken. Das Tief zieht über Schottland in die Norwegische See. Es sorgt immer noch für mäßigen bis frischen Südwestwind. Nachts 13 °, nachmittags 23 °.


Glaskugelbereich: 

Donnerstag und Freitag liegen wir am Rande einer Hochdruckbrücke. Im Norden ist ein schwacher Tiefdrucktrog wirksam. Vermutlich ist es leicht unbeständig mit einem Wechsel aus Sonne und Wolken und möglichen kurzen Schauern. An den Temperaturen ändert sich wenig. 

Samstag, 3. Juli 2021

02. Juli 2021

 Menden heute:

Schwacher Hochdruckeinfluss ließ das schlechte Wetter des gestrigen Tages schnell vergessen. Heute Vormittag lockerten die Wolken zögernd auf und im Laufe des Tages bekam die Sonne immer mehr Lücken am Himmel. Auch die Temperaturbewegte sich wieder in angenehmeren Gefilden.


Tageshöchsttemperatur: 22,2 °

Tagestiefsttemperatur: 12,7 °

Tagesmitteltemperatur:

Sonnenscheindauer: 6:15 Stunden

Regen: 0,2 mm


Entwicklung:

Samstag bleibt uns das schwache Hoch noch erhalten. Es ist heiter bis wolkig, trocken und sommerlich warm. Der schwache Wind kommt aus unterschiedlichen, abends südlichen Richtungen. An der Winddrehung auf Süd erkennen wir das Herannahen einer Front bzw. einer Schauerlinie. Sie erreicht uns in der Nacht zu Sonntag. Frühmorgens 10 °, nachmittags 26 °.

Sonntag: In der Nacht zieht die Schauerlinie mit möglicherweise auch gewittrigen Schauern durch. Vormittags kann es vorübergehend auflockern (so der DWD). Andere Vorhersagekarten lassen die Schauertätigkeit fast den ganzen Tag andauern. Nachmittags zieht von Westen eine Kaltfront des Tiefs vor Irland heran. Sie hat weitere Schauer oder auch Gewitter bei sich. Es kann im Laufe des Tages einiges an Niederschlag zusammen kommen. Nachts 15 °, nachmittags 21 °.

Montag lässt die Schauertätigkeit immer mehr nach und ein schwaches Zwischenhoch bestimmt das Wetter, Vor allem nachmittags scheint auch mal die Sonne. Der Südwestwind lebt gelegentlich auf. Die Temperatur bleibt mit 14 ° nachts und 21 ° am Nachmittag noch so eben im angenehmen Bereich. 

Dienstag zieht ein Tief von England zur Nordsee. Seine Kaltfront überquert uns am Vormittag mit Schauern. Nachmittags lockern die Wolken wieder auf. Es wird dann noch freundlich. Nachts 15 °, nachmittags 23 °.


Glaskugelbereich:

Mittwoch und Donnerstag befinden wir uns zwischen Tiefem Druck im Nordwesten und einem schwachen Hochkeil über Süddeutschland. Es ist leicht unbeständig, aber nicht unfreundlich. Bei wechselnder Bewölkung mit Aufheiterungen können vor allem am Donnerstag einzelne Schauer fallen. Nachts 12 °, nachmittags 22-23 °. Schwacher bis mäßiger Wind aus südwestlichen Richtungen.

Freitag, 2. Juli 2021

01. Juli 2021

 Menden heute:

Welch ein Mistwetter. Das Bodentief über der westlichen Ostsee mit seinem zu uns gerichteten Trog und das nicht sehr kalte, aber die Instabilität der Luftmasse fördernde Höhentief, das von Frankreich herangezogen ist, haben einen tristen, von leichtem Regen oder Sprühregen bestimmten Tag produziert. Auch wenn wir dachten, er lässt jetzt von Norden nach - er blieb an Ort und Stelle. Sonne gab es heute in NRW nur eine halbe Stunde in Aachen. Sonst blieb es überall trüb.


Tageshöchsttemperatur: 14,1 °

Tagestiefsttemperatur: 12,6 °

Tagesmitteltemperatur:

Sonnenscheindauer: 0 Minuten

Regen: 6,3 mm


Entwicklung:

Freitag baut sich von Westen ein Hochkeil über uns auf. Das Wetter beruhigt sich. Nachts sind letzte schwache Schauer möglich. Vormittags lockert es langsam auf und es bleibt trocken. Bei schwachem bis mäßigem Westwind ist es frühmorgens 12 °, nachmittags 22 °.

Samstag herrscht in der Höhe und am Boden schwacher Hochdruckeinfluss. Vormittags ist es meist heiter. Am späteren Nachmittag kommen die ersten dichteren Wolken der Mischfront eines Tiefs über dem Atlantik in den Westen Deutschlands. Sie ändern aber nur wenig an dem sommerlichen Eindruck dieses Samstags. Bei schwachem Wind aus unterschiedlichen, später südöstlichen Richtungen ist es morgens 10 °, nachmittags 25 °.

Sonntag sieht es völlig anders aus. Bereits am frühen Vormittag zieht die Mischfront langsam durch. Sie leitet einen unbeständigen Tag mit zum Teil gewittrigen Schauern ein. Sie sind den ganzen Tag mal mehr, mal weniger präsent. Kein Tag für Außenaktivitäten. Nachts 15 °, nachmittags 22 °. Meist schwacher südwestlicher Wind.

Montag baut sich nach Abzug letzter schwacher Schauer erneut ein schwaches Zwischenhoch auf. Es ist wolkig bis heiter und durchweg trocken. Ganz leichte, kurze Schauer sind den ganzen Tag nicht ausgeschlossen. Die Wolken der Mischfront eines vom Atlantik in die Bretagne ziehenden Tiefs erreichen uns erst am späten Abend. Der Südwestwind weht schwach, gelegentlich mäßig. Frühmorgens 14 °, nachmittags 22 °.


Glaskugelbereich: 

Dienstag haben wir es mit der Front eines von England nach Osten ziehenden Tiefs zu tun. Sie zieht vormittags über uns hinweg. Wie stark sie uns tangiert, ist noch offen. Möglicherweise bekommen wir nur ein paar Spritzer Regen ab. Ansonsten ist es nicht unfreundlich mit morgens 14 °, nachmittags 23 °. Mittwoch befinden wir uns auf der Südostseite eines Tiefs über Großbritannien in schwachem Hochdruck. Es ist wolkig bis heiter und trocken. Bei schwachem, zeitweise mäßigem Südwestwind wird es mit 13 ° nachts und 24 ° nachmittags sommerlich warm.

Donnerstag, 1. Juli 2021

30. Juni 2021

 Menden heute:

Wir befinden uns inmitten der Siebenschläferperiode. Wenn sich der Sommer in den nächsten sieben Wochen tatsächlich so gestalten sollte wie in den letzten und den nächsten Tagen, dann könnten wir ihn abschreiben. Jeden Tag treffen die Unwetter in Deutschland andere Regionen und Städte. Heute hat es in NRW Essen und den Flughafen Düsseldorf erwischt. In Essen liefen mit 64 mm (das sind sechseinhalb große Eimer Wasser auf jeden Quadratmeter) die Kanäle über und die Keller voll. Am Flughafen Düsseldorf ging bei 45 mm Regen nicht mehr viel. Die meisten veröffentlichten Wetterstationen registrierten mehr als 10 mm Regen. Menden blieb heute fast völlig verschont. Erst ab 20 Uhr regnete es. 

In vielen Städten und Gemeinden Deutschlands herrschte auch heute Land unter. In Berlin und Potsdam fielen mehr als 50 mm Regen. Das ist dort ein Monatsniederschlag. Itzehoe und Dresden meldeten ähnliche Wassermassen. Die Schäden sind immens. 

Nun ist die Siebenschläferregel in Zeiten des realisierten Klimawandels nicht mehr großartig im Gespräch. Wetterlagen wie diese mit einem Tief, das von Frankreich sehr langsam nach Polen zieht und jetzt an der pommerschen Ostseeküste liegt, werden mehr und mehr zu Episoden. Heute und auch morgen befinden wir uns auf der Rückseite dieses kleinen Tiefs in einer nördlichen bis nordöstlichen Anströmung. Es ist ungewöhnlich kühl und leicht unbeständig. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt uns, dass kühle Lagen nur von kurzer Dauer sind und rasch ein Vorstoß von Mittelmeerluft zu erwarten ist, der sofort für sehr hohe Temperaturen sorgt - und bald für Gewitter.


Tageshöchsttemperatur: 20,5 °

Tagestiefsttemperatur: 14,2 °

Tagesmitteltemperatur:

Sonnenscheindauer: 3:15 Stunden

Regen:3,4 mm


Entwicklung:

Donnerstag: Das Ostseetief zieht einige km westwärts in die Lübecker Bucht. Seine Mischfront und sein Trog halten das unbeständige und kühle Wetter aufrecht. Den ganzen Tag können leichte Schauer herunterkommen. Die Sonne hält sich fast vollständig zurück. Wir bekommen den kältesten Tag der Woche. Dazu weht ein zeitweise leicht böiger Wind aus Westsüdwest. Nachts 13 °, nachmittags 16-17 °.

Freitag zieht das Tief nach Jütland. Südlich davon baut sich vor allem über Süddeutschland ein Azorenhochkeil auf. Er sorgt für Wetterberuhigung, abnehmenden Wind und wieder steigende Temperaturen. Es sollte im Laufe des Tages immer mehr auflockern oder sogar aufheitern. Nachts 13 °, nachmittags 21 °. Schwacher bis mäßiger Westsüdwestwind.

Samstag zieht der Zwischenhochkeil bereits weiter nach Polen. Von Westen kommen uns die Ausläufer eines Tiefs über dem Ostatlantik näher. Sie verdichten am späteren Nachmittag und Abend die bis dahin nur lockeren Wolkenfelder. Ein weiß-blauer Himmel gibt dem Tag einen sommerlichen Anstrich. Bei schwachem Südwestwind ist es nachts 11 °, nachmittags 24 °. Es ist trocken.

Sonntag zieht die Mischfront des Ostatlantiktiefs am Nachmittag über uns hinweg. Bereits in ihrem Vorfeld müssen wir mit einzelnen Schauern rechnen. Für einen genaueren Zeitablauf ist es noch zu früh. Möglicherweise geht die Schauer- und möglicherweise auch Gewittertätigkeit erst am frühen Abend los. Nachts 14 °, nachmittags 23 °.


Glaskugelbereich: 

Montag haben wir es zunächst noch mit der Front und deren Bewölkung sowie einzelnen Schauern zu tun. Dienstag kommt bereits die nächste schwache Front. Es ist aber meist freundlich. Nachmittags kommen Schauer auf. Mit 23-24 ° ist es sommerlich warm.

Mittwoch, 30. Juni 2021

29. Juni 2021

 Menden heute:

Bis 20:10 Uhr war die Welt noch in Ordnung. Den ganzen Tag war es wechselnd, hin und wieder auch stärker bewölkt, aber auch mal längere Zeit sonnig. Dann kam von Süden das Frontensystem des mitteleuropäischen Tiefs herangezogen. Heftiger Gewitterregen oder Landregen bestimmen seitdem das Geschehen. 

Tageshöchsttemperatur: 25,6 °

Tagestiefsttemperatur: 16,5 °

Tagesmitteltemperatur:

Sonnenscheindauer: 5:53 Stunden

Regen: 20,5 mm (vorl.)


Entwicklung:

Mittwoch liegt der Schwerpunkt des Tiefs über Mitteleuropa östlich von uns. Damit dreht die Strömung auf nordwestliche Richtungen. Es bleibt unbeständig, wird aber deutlich kühler. Den ganzen Tag sind meist leichtere Schauer möglich. Gewittrig sind sie nur noch in der Nacht. Die Sonne sehen wir nur sporadisch. Nachts 15 °, nachmittags 18 °.

Donnerstag ändert sich an der Wetterlage wenig. Die einfließende Luft aus Nord bis Nordost ist etwas trockener. Die Schauertätigkeit nimmt ab. Es bleibt aber unbeständig. Nachts 12 °, nachmittags 17 °.

Freitag zieht vormittags noch eine Mischfront mit leichten Schauern durch. Danach stabilisiert sich das Wetter durch einen von Westen nach Süddeutschland gerichteten Hochkeil. Nachmittags sollte es trocken bleiben bei wechselnd wolkigem Himmel. Nachts 12 °, nachmittags 21 °.

Samstag: Zwischen tiefem Druck über Osteuropa und einem Tief über dem Ostatlantik, das bis zur holländischen Küste ausgreift, liegen wir unter einer schwachen Hochdruckbrücke. Endlich scheint bei wechselnder Bewölkung zeitweilig die Sonne. Mit nachts 13 ° und nachmittags 23 ° wird es wieder wärmer. Der westliche Wind ist wie die ganze Woche meist schwach.


Glaskugelbereich: 

Sonntag und Montag befinden wir uns südöstlich einer Tiefdruckzone über dem nordwestlichen Europa unter schwachem Hochdruckeinfluss. Das Wetter dürfte aber nicht vollständig störungsfrei verlaufen. Jedenfalls ist es mit 23 - 24 ° recht warm.