Donnerstag, 10. Oktober 2019

10. Oktober 2019

Rückblick:

Die erste Oktoberdekade war etwas zu kühl, ziemlich trüb und regenreich.

Mitteltemperatur: 10,8 ° (langjährig für den ganzen Monat 10,1 °, seit 2000: 10,7 °)
Sonnenscheindauer: 21:18 Stunden (seit 2001: 123 Stunden. davon bisher erreicht 17 %)
Regen: 50,2  mm (langjährig 61 mm, seit 2000: 62 mm; davon bisher erreicht 82 %)


Menden heute:

In der kräftigen Westströmung wurden heute Nacht feuchte, heute Nachmittag trockenere Luftmassen vom Atlantik zu uns geführt. Heute Morgen war es noch meist bedeckt, nachmittags lockerten die Wolken immer mehr auf und die Sonne kam zeitweise heraus.

Tageshöchsttemperatur: 14,7 °
Tagestiefsttemperatur: 9,1 °
Tagesmitteltemperatur: 11,4 °
Sonnenscheindauer: 3:40 Stunden
Regen: 1,4 mm


Entwicklung:

Freitag: In allen Höhen steigt der Luftdruck über NRW an. Leider ziehen über der Nordsee Fronten von West nach Ost. Sie streifen uns mit Wolkenfeldern. Vielleicht gibt es auch mal einen Spritzer Regen. Die Sonne tut sich schwer. Nachmittags sollte sich aber häufiger durchkommen. Nachts 8 °, nachmittags 15 °.

Samstag liegt die Luftmassengrenze wohl doch nicht über uns, sondern deutlich weiter nördlich. Das ist gut für unser Wetter. Zwischen einem Hoch über Südosteuropa und den Fronten westlich von uns kommt Warmluft nach Deutschland. Es ist wolkig mit längeren Auflockerungen oder auch Aufheiterungen und es bleibt trocken. Mit nachts 12 ° und nachmittags 19 ° wird es deutlich wärmer.

Sonntag ändert sich wenig. Von Süden strömt Warmluft zu uns. Es ist aber nicht ganz störungsfrei. Ein schlapper Schauer ist drin. Er würde aber an dem sommerlichen Eindruck dieses Tages nichts ändern. Heiter bis wolkig, mäßiger Südwind. Nachts 12 °, nachmittags 23 °.

Montag kommt uns von Westen eine Kaltfront ziemlich nah. Wie weit der Südwind und der Sauerlandföhn dicke Wolken und Schauer auf Abstand halten kann, ist unsicher. Schauer sind wahrscheinlich, aber auch Sonnenschein. Mit 13 ° nachts und 20 ° am Tag bleibt es warm.


09. Oktober 2019

Menden heute:

Ein umfangreiches steuerndes Tiefdruckgebiet zwischen Schottland und Island bestimmt seit Tagen unser Wetter. Gemeinsam mit dem von Grönland bis Russland reichenden Höhentief sorgt es für eine anhaltende Westdrift. Sie ist eigentlich eine Standardwetterlage für uns und verantwortlich für das typische wechselhafte Wetter. In den letzten Jahren sehen wir sie aber immer seltener. Ihr Fehlen ist verantwortlich für die Dürre der letzten Sommer. Beklagen wir uns also nicht, wenn sie jetzt mal länger anhält.
Heute Vormittag war es vor einem Höhentrog wolkig mit einigen sonnigen Phasen und etwas wärmer als die letzten Tage. Um 15 Uhr zog der Höhentrog durch. Es gab einen heftigen Schauer und einen ebenso kräftigen Temperaturrückgang.

Tageshöchsttemperatur: 14,9 °
Tagestiefsttemperatur: 10,1 °
Tagesmitteltemperatur: 11,9 °
Sonnenscheindauer: 2:38 Stunden
Regen: 3,4 mm


Entwicklung:

Donnerstag: Die Westwetterlage bleibt erhalten. Morgen streift uns eine schwache Mischfront, die nördlich an uns vorbeizieht, mit ihren Wolken. So ist es morgen früh noch stark bewölkt mit etwas Regen. Im Laufe des Vormittags lockert es auf und es bleibt trocken. Nachts folgt eine weitere Warmfront des sich nun deutlich abschwächenden Tiefs über dem Nordmeer. Auch sie bringt nicht viel Regen. Nachts 9 °, nachmittags 14 °.

Freitag ziehen nördlich von uns weitere Tiefausläufer durch. Sie streifen uns mit ihren Wolkenfeldern. Regnen wird es wohl nicht. Es ist wolkig mit Auflockerungen. Nachts 10 °, nachmittags 16 °.

Samstag steigt der Luftdruck in allen Höhen. Quer über Deutschland liegt eine Luftmassengrenze mit starker Bewölkung. Sie trennt Warmluft im Süden von kühler Luft im Norden und verlagert sich nur langsam nordwärts. Vermutlich wird es nichts mit einem goldenen Oktobersamstag. Es ist wechselnd wolkig mit sonnigen Abschnitten. Jedenfalls wird es wärmer. Nachts 12 °, nachmittags 18 °.

Sonntag liegen wir dann zwischen einem südosteuropäischen Hoch und einer Kaltfront über dem Ärmelkanal wettermäßig ideal. Der Südwind vertreibt vormittags die letzten dicken Wolken nach Norden und wir bekommen unterstützt durch einsetzenden Sauerlandföhn (wir merken allerdings auch seinen Wind) einen sonnigen Tag. Nachts 12 °, nachmittags - man mag es noch nicht glauben - 22 bis 23 °.


Glaskugelbereich: Montag und Dienstag hält die Südanströmung an. Es ist wolkig bis heiter und trocken. Die Niederschlagsneigung ist bis auf Montagabend, da kann es Schauer geben, gering. Montag noch 20-21 °, Dienstag 15-16 °.

Mittwoch, 9. Oktober 2019

08. Oktober 2019

Klimakrise:

Ich weiß, es ist nicht völlig widerspruchslos, von einer Krise zu sprechen, wenn bei uns länger die Sonne scheint (s. gestern) oder wenn es bei uns mehr Sommertage gibt. Denn eigentlich finden wir das nicht unangenehm.
Allerdings bedeuten mehr Sonnenschein und mehr sehr warme Tage auch mehr Verdunstung. Höhere Verdunstung gepaart mit wenig Niederschlag führt dann doch in die Krise.

Wir im gemäßigten Sauerlandklima weit weg vom Meer sind  nicht so schlimm betroffen wie die Küstenbewohner. Bei uns werden zwar mittelfristig keine Fichten mehr wachsen, wir haben aber weder mit dem unaufhaltsamen Anstieg des Meeresspiegels zu tun, noch mit den stärkeren Stürmen, die zu erwarten sind und die vor allem den küstennahen Gebieten zu schaffen machen.
Unsere Böden und unser Trinkwasser werden nicht versalzen. Wir leben nicht auf einer Nordseeinsel, die in ihrem Bestand gefährdet ist.
Wir müssen auch in den kommenden Jahren nicht mit Temperaturen rechnen, die ein Leben im Sommer unerträglich machen. Das wird ein Riesenproblem aller Bewohner rund ums Mittelmeer, besonders aber in vielen afrikanischen Ländern.

Wir haben bisher keine größeren Trinkwasserprobleme. Vielleicht macht man sich bei der Bezirksregierung oder beim Land Gedanken darüber, wo noch neue Talsperren gebaut werden können, um die Flusspegel im Sommer stabil zu halten und die Trinkwasserversorgung zu sichern. Es können ja auch mal drei oder vier trockene Jahre hintereinander folgen. "Es ist noch immer gut gegangen" könnte sich als fataler Irrtum erweisen. Und wer unser Planungsrecht kennt, weiß wie lange es von den ersten Plänen bis zur Realisierung dauert.

Zu den Sommertagen: Ich habe zwei Diagramme angefertigt. Eines zeigt die Tage >= 25 ° im Zeitraum 1972 bis 1989, das andere im Zeitraum 2000-2019.
Es ist weniger der Trend, der auffällig ist. Es sind die absoluten Zahlen. Während in den 70er und 80er Jahren die Mehrzahl der Jahre zwischen 20 und 30 Sommertage zählte mit einigen Ausreißern nach oben und unten, sind seit 2000 nur noch zwei Jahre mit 29 Sommertagen - also knapp unter 30 - zu finden. Die meisten Jahre haben Werte zwischen 30 und 50 Sommertagen mit drei kräftigen Ausreißern nach oben.









Klimaänderungen  spielen sich in Jahrzehnten, meist in Jahrhunderten ab. Das was gerade passiert, geht so unglaublich schnell, dass wir Menschen in Deutschland uns zwar irgendwie darauf einstellen können - wir sind ein technisch hoch entwickeltes Land. Die Natur aber hat große Probleme, dem Tempo zu folgen. In vielem wird sie auf der Strecke bleiben. 
Wenn die Menschheit die von ihr selbst gesteckten sehr ehrgeizigen Ziele zur Klimarettung nicht erreicht - das ist aus meiner Sicht ziemlich wahrscheinlich - wird die Erde bald nicht mehr die selbe sein. Es gibt irreversible Kipppunkte. Dazu gehört der ab einer bestimmten Temperatur unumkehrbare Auftauprozess der Permafrostböden mit seinen gravierenden Folgen für die weitere Klimaentwicklung: In den Permafrostböden sind ungeheure Mengen organischen Materials eingeist. Tauen die Böden auf, wird Methan und CO2 freigesetzt. Zum Glück geht das alles wohl nicht so schnell. Aber die Zeit gegenzusteuern läuft uns davon. 
Jeder, der sich intensiv mit diesen Fragen in der umfassend zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Literatur auseinandergesetzt hat, stimmt dem freitäglichen Schulschwänzen unserer engagierten, weil zutiefst betroffenen Schülern aus vollem Herzen zu. 

Eines gilt für uns alle: Umdenken ist das eine, die eigenen Verhaltensweisen zu ändern, das andere.


Menden heute:

Mit Durchzug der Mischfront heute früh hat sich sehr feuchte Meeresluft bei uns eingenistet. Von kurz nach Mitternacht bis kurz vor Mittag hat es zeitweise leicht geregnet. Nachmittags blieb es bei bedecktem Himmel trocken. Erst um Mitternacht herum zogen bei zeitweise auflockernder Bewölkung einzelne Schauer übers Land, die auch Menden kurz trafen.

Tageshöchsttemperatur: 14,3 °
Tagestiefsttemperatur: 10,8 °
Tagesmitteltemperatur: 12,3 °
Sonnenscheindauer: 0 Minuten
Regen: 4,0 mm


Entwicklung: (Kurzfassung)

Mittwoch bleiben wir in der feuchten Meeresluft. Vormittags ist es wechselnd wolkig mit Auflockerungen und trocken. Nachmittags schwenkt in fünf Kilometern Höhe ein Höhentrog über uns hinweg. Er labilisiert die Luft und es wird Schauer geben. Nachts 10 °, am Tag kaum wärmer - 12 °.

Donnerstag bleibt die stramme Westdrift erhalten. Wir kommen in einen sehr schwachen Zwischenhochkeil, der für weitgehend trockenes Wetter sorgt und auch zeitweise der Sonne eine Chance gibt. Nachts 9 °, nachmittags 14 °. Leider ist der Südwestwind ziemlich böig.

Freitag steigt von Süden der Luftdruck an. Vormittags ist es noch leicht unbeständig, nachmittags kommt die Sonne durch. 16 °.
Samstag und Sonntag nur geringe Schauerneigung bei heiterem bis wolkigem Wetter. 20-22 ° sind möglich!










Dienstag, 8. Oktober 2019

07. Oktober 2019

Rückblick:

Ist unser Gefühl richtig, dass immer mehr die Sonne scheint? Ja, wir täuschen uns nicht, wie diese Diagrammauswertung von Sonnenscheindaten der Hemeraner Wetterstation belegt.
Im nördlichen Sauerland betrug die durchschnittliche Sonnenscheindauer in den Jahren 1961 bis 1990 etwa 1470 Stunden im Jahr (Essen 1487 Stunden). Im Jahr 2018 haben wir mit 2135 Stunden erstmals die Marke von 2000 Stunden überschritten. Die Entwicklung ist schon bemerkenswert.


Menden heute:

Bis 15 Uhr hielt die Wirkung des Zwischenhochs an. Dann wurde der zeitweilige Sonnenschein durch die dichte Bewölkung der von Westen heranziehenden Fronten abgelöst. Bis zum Tagesende blieb es noch trocken.

Tageshöchsttemperatur: 13,9 °
Tagestiefsttemperatur: 5,8 °
Tagesmitteltemperatur: 9,5 °
Sonnenscheindauer: 5:26 Stunden
Regen: 0,2 mm


Entwicklung:

Dienstag: Heute Nacht und Dienstagvormittag zieht die Mischfront des Tiefs südlich von Island sehr langsam über uns hinweg. Der Regen wird länger andauern als gestern noch vorhergesagt. Auch nachmittags hat die Sonne nur wenige Chancen. Statt dessen ist der Wind wieder ein Thema. Er weht zeitweise böig aus Südwest. Nachts 10 °, nachmittags 14 °.

Mittwoch gibt es zwar keine neue Front. Wir befinden uns aber in der von Westen einfließenden ziemlich feuchten Meeresluft. Nachmittags zieht ein Höhentrog mit Schauern über uns hinweg. So kann vormittags bei wechselnder Bewölkung auch mal die Sonne scheinen. Nachmittags regnet es gelegentlich schauerartig. Viel Regen kommt nicht herunter. Der Wind bleibt böig aus Südwest. Nachts 10 °, nachmittags 13 °.

Donnerstag ändert sich wenig. Weiterhin ist es meist stark bewölkt mit kurzen Auflockerungen und einzelnen Schauern. Abends zieht von Westen eine Warmfront heran. Ihr Regen beginnt aber erst nach Sonnenuntergang. In der sehr kräftigen Westdrift nimmt der Wind noch zu. Nachts 9 °, nachmittags 13 °.

Freitag steigt von Süden der Luftdruck und die Niederschlagsneigung lässt nach. Wir müssen aber noch mit schwachen Schauern rechnen. Immer noch weht ein kräftiger Südwestwind. Die Sonne kommt gelegentlich durch. Mit nachts 10 ° und nachmittags 15 ° wird es etwas wärmer.


Glaskugelbereich: Samstag ist es unter Hochdruckeinfluss heiter bis wolkig und trocken. Der Südwestwind ist immer noch spürbar. Nachts 11 °, nachmittags 20 °. Sonntag hält das Hoch noch. Es ist wolkig bis heiter und bis zum Abend trocken. Dann kommt ein schwacher Tiefausläufer mit etwas Regen heran. Nachts 12 °, tagsüber 19 °.
In den Tagen danach bleibt es voraussichtlich ziemlich warm für Mitte Oktober.






Montag, 7. Oktober 2019

06. Oktober 2019

Menden heute:

Es ist relativ lange trocken geblieben. Das Regengebiet zog seit 11 Uhr zu uns heran, erreichte uns aber erst gegen 15 Uhr. Seitdem regnet es mit Unterbrechungen leicht. Das vom Ärmelkanal über Belgien nach Südosten ziehende Tief zieht jetzt weiter  nach Süddeutschland. Im Laufe der Nacht hört der Regen auf.
Insgesamt hat es an vielen Stationen in NRW zwischen 10 und 22 mm geregnet. In Menden und Umgebung waren es deutlich weniger.


Tageshöchsttemperatur: 10,7 °
Tagestiefsttemperatur: 6,2 °
Tagesmitteltemperatur: 6,2 °
Sonnenscheindauer: 32 Minuten
Regen: 4,6 mm


Entwicklung:

Montag: Es bleibt bei der Westdrift. Montag ist mal wieder ein Zwischenhoch dran. Es liegt mittags bereits über Ostdeutschland. Bei uns scheint bis zum Nachmittag oft die Sonne. Ab dem frühen Nachmittag dreht der Wind vor einer neuen Front, die langsam von Frankreich heranrückt, auf Süd. Es wird deutlich wärmer als am Sonntag. Doch die Wolken werden nachmittags wieder dichter und die Sonne verschwindet langsam unter hohen Schichtwolken. Nachts 6 °, nachmittags 14 °.

Dienstag: In der Nacht ziehen die Fronten des nordatlantischen Tiefs über uns hinweg. Bereits mittags liegen sie über Südostdeutschland. Der Regen lässt im Laufe des Vormittags nach und die Sonne kommt gelegentlich heraus. Nachts 10 °, nachmittags 14 °.

Mittwoch ist es zunächst bewölkt mit Auflockerungen und nur geringer Schauerneigung. Nachmittags bilden sich in der feuchten Atlantikluft der Westdrift immer wieder Schauer. Es ist etwas kühler. Nachts 9 °, nachmittags 12 °.

Donnerstag ändert sich wenig. Es bleibt unbeständig. Schauer fallen vor allem nachmittags. Nachts 9 °, nachmittags 13 °.


Glaskugelbereich: Freitag steigt von Süden der Luftdruck an. Vor allem nachmittags scheint zeitweise die Sonne und die Temperatur steigt auf 15 °. Samstag kann es sogar an die 20 ° heran gehen. Dabei scheint zeitweise die Sonne. Es sieht nach einem schönen Wochenende aus.
Ob diese wärmere Phase nur 2-3 Tage andauert oder länger anhält, ist unter den Modellen streitig.

Sonntag, 6. Oktober 2019

05. Oktober 2019

Rückblick:


Auch bei der Sonnenscheindauer sehen wir das Delta zwischen den Sonnenstunden der letzten beiden Sommer und dem Mittel seit Bestehen der Hemeraner Wetterstation. Bis auf den Mai 2019 waren alle Monate sonniger als der Normalwert.
Insgesamt schien 2018 die Sonne 1287 Stunden und 2019 1125 Stunden. Der Jahrhundertsommer 2018 bleibt also in allen maßgeblichen Kriterien (Temperatur, Sommertage, Sonnenscheindauer und Regen) unangetastet.
Aber auch der Sommer 2019 geht in die Mendener Wettergeschichte als warm, sonnig und trocken  ein.


Menden heute:

Zwischenhoch und höhenkalte Luft. Das bedeutet trockenes Wetter, aber wenig Sonne, weil sich durch die nordöstliche Anströmung im Luv des Sauerlandes immer wieder Quellwolken und Schichtwolken bildeten. Dennoch - es war ein recht angenehmer, wenn auch kühler Herbsttag.

Tageshöchsttemperatur: 12,5 °
Tagestiefsttemperatur: 7,6 °
Tagesmitteltemperatur: 9,6 °
Sonnenscheindauer: 1:42 Stunden
Regen: 0,2 mm


Entwicklung:

Sonntag beginnt der Tag noch mit gelegentlichem Sonnenschein. Ab Mittag verdichten sich die Wolken und erneut zieht ein Tief vom englischen Kanal her über Belgien nach Deutschland. Sein Regengebiet kommt weiter nach Osten als von den meisten Modellen gestern noch angenommen. Wir müssen etwa ab 14 oder 15 Uhr mit einsetzendem Regen rechnen. Es wird dann den ganzen Nachmittag und Abend zeitweise leicht regnen. Nachts 5 °, am Tag 9 °.

Montag zieht das Tief ab und wir kommen wieder in den Eiflussbereich des Skandinavienhochs. Es ist wolkig bis heiter und trocken. Abends nehmen die Wolken vor den heranziehenden Fronten des neuen Atlantiktiefs zu. Es bleibt aber noch trocken. Nachts 3 °, tagsüber 13 °. Am frühen Morgen besteht wohl doch keine Bodenfrostgefahr.

Dienstag beginnt es morgens unter den hereinziehenden Fronten zu regnen. Die Sonne kann nur mal kurz durch die Wolken schauen. Wie ausdauernd und ergiebig der Regen sein wird, ist noch nicht klar. Nachts 9 °, am Tag 13 °.

Mittwoch befinden wir uns hinter den Fronten in feuchter Atlantikluft. Es ist bewölkt mit nur wenigen Auflockerungen. Nachmittags dürfte es bedeckt sein mit etwas Regen. Nachts 9 °, am Tag 13 °.


Glaskugelbereich: Donnerstag und Freitag in der anhaltenden Westdrift leicht unbeständig mit gelegentlichem Sonnenschein und einzelnen schwachen Schauern. 13-16 °.

Samstag, 5. Oktober 2019

04. Oktober 2019

Der Jahresvergleich zur Sonnenscheindauer muss leider bis morgen warten.

Menden heute:

Ex-Hurrikan Lorenzo lag heute Abend genau über dem Sauerland. Seit 21:30 Uhr steigt der Luftdruck, der Wind hat auf Nordwest gedreht und die Temperatur geht zurück. Alles Belege dafür, dass Lorenzo, der hier nur noch laue Lüftchen, dafür aber doch ausgiebigen Regen produzierte, nach Osten abgezogen ist. Mit Einbrechen der kälteren Luft gab es einen hefigen Schauer mit einer Regenrate von mehr als 100 mm. Der Regen lässt ab Mitternacht  endgültig nach.

Tageshöchsttemperatur: 12,6 °
Tagestiefsttemperatur: 7,9 °
Tagesmitteltemperatur:9,9 ° (erste einstellige Mitteltemperatur seit 16.05.)
Sonnenscheindauer: 0 Minuten
Regen: 11,2 mm (Menden gehörte ausnahmsweise mal zu den regenreichsten Orten NRWs)


Entwicklung:

Samstag steigt der Luftdruck und wir geraten ins Herrschaftsgebiet des Skandinavienhochs. Der Wind dreht von Nord auf Nordost. Zunächst werden Nordseeluftmassen, später trockenere Skandinavienluft zu uns geführt. Die Sonne hat es nicht leicht, sich gegen die herandriftenden Wolken aus Norden durchzusetzen. Das Sauerland liegt auf der falschen (Luv-)Seite. Nachts 8 °, nachmittags wieder 12 °.

Sonntag zieht auf der blockierenden Südwestseite des Skandinavienhochs ein neues Tief von GB zu den Alpen. Es streift uns vor allem mit kompakten Wolken. Wolkenlücken gibt es aber auch. Noch immer ist nicht ausgemacht. ob uns auch der Regen des Tiefs erreicht. Die meisten Modelle gehen davon aus, dass wir erst zum späten Nachmittag oder Abend mit Regen rechnen müssen. Nachts 5 °, nachmittags 11 °.

Montag sorgt das Tief bereits am Mittelmeer für Schauerwetter. Wir kommen wieder in den Einflussbereich des Skandinavienhochs. Nachts klart es auf und wir müssen mit Bodenfrost rechnen. In Mulden- und Tallagen kann es den ersten Luftfrost geben. Empfindliche Blumen müssen zumindest kurzfristig in den Keller oder die Garage. Am Tag ist es wolkig bis heiter und trocken. Nachts 1 °, nachmittags 13 °.

Dienstag kommen spätestens mittags die Fronten eines weiteren Tiefs, das südlich von Island liegt, zu uns herein. Nachmittags und abends regnet es zeitweise. Vorher kann auch mal die Sonne scheinen. Mit nachts 9 ° und nachmittags 13 ° ist es etwas wärmer.


Glaskugelbereich: Es bleibt zunächst bei der strammen Westwetterlage, mit der immer wieder Tiefausläufer mit Regen über das Sauerland geführt werden. Dazwischen gibt es auch trockene Phasen. Auch mittelfristig ist weiterhin kein goldener Oktober zu erkennen.

Freitag, 4. Oktober 2019

03. Oktober 2013

Rückblick auf den Sommer:

Gestern die Temperatur. Heute geht es zum Niederschlagsvergleich. Sommer 2019 im Vergleich zum Sommer 2018 und dem durchschnittlichen Regen der Jahre 2000-2018.


Man muss nicht lange hinschauen, um das große Delta zwischen dem mittleren Niederschlag der letzten 19 Jahre und dem Regen in den letzten beiden Sommern zu erkennen. Die blaue Linie dieses Sommers unterscheidet sich eigentlich nur im September wesentlich vom Jahrhundertsommer 2018. Die Natur musste zwei absolute Trockensommer über sich ergehen lassen. Verbunden mit den hohen Verdunstungsraten während der Hitzeperioden ist der Trockenstress geradezu zu greifen.

Morgen geht es um den Sonnenschein im Vergleich.


Menden heute:

Ein Höhentrog mit - 25 ° in 5,5 km Höhe und ein Zwischenhochkeil am Boden sorgten für die Mischung aus Auflockerungen und Quellwolken am Tag der Deutschen Einheit. Tagsüber blieb es niederschlagsfrei. Heranziehende Schauer haben einen Bogen um Menden gemacht. Die Regenmengen in NRW lagen zwischen 0 und 9 mm.

Tageshöchsttemperatur: 13,7 °
Tagestiefsttemperatur: 8,2 °
Tagesmitteltemperatur: 10,4 °
Sonnenscheindauer: 3:40 Stunden
Regen: 0,2 mm


Entwicklung:

Freitag: Ex-Lorenzo hat sich doch wirklich Deutschland für seinen Weg in die Auflösung ausgesucht. So nimmt morgen früh die Bewölkung relativ rasch zu. Schon am mittleren Vormittag beginnt es zu regnen. Selten kommt zwischen dem Regen die Sonne mal raus. Es wird ein regnerischer, unfreundlicher Tag. Nachts 8 °, nachmittags 13 °. Der Südwestwind ist in Böen frisch, aber trotz des über uns hinwegziehenden Ex-Hurrikans nicht stürmisch.

Samstag: Lorenzo ist nach Südosten abgezogen und löst sich auf. Der Wind dreht auf Nordost. Das bedeutet, wir gelangen vorübergehend in den Einfluss des umfangreichen Skandinavienhochs. Es ist wolkig mit zunehmenden Auflockerungen und trocken. Der Nordostwind ist zwar relativ schwach, aber ziemlich kalt. Nachts 7 °, nachmittags 11 °.

Sonntag hat sich das Hoch schon wieder nach Skandinavien zurückgezogen und das nächste Tief rauscht von England heran. Es soll mit seinem Regengebiet im wesentlichen südwestlich an uns vorbeiziehen und sich erst abends mit dichter Bewölkung und etwas Regen auch im Sauerland auswirken. Der "Grenzverlauf" ist aber noch unsicher. Nachts 4 °, am Tag 10 °.

Montag übernimmt das Skandinavienhoch dann wieder die Regie. Bei östlichem Wind ist es heiter bis leicht bewölkt und trocken. Nachts nur 2 ° mit Bodenfrost. Nachmittags 12 °


Glaskugelbereich: Dienstag ist das nächste Tief an der Reihe. Die Wolken nehmen vormittags langsam zu. Wir müssen mit einzelnen Schauern rechnen. Auch Mittwoch ist es unbeständig. Nachts 8 °, nachmittags 13 °.















Donnerstag, 3. Oktober 2019

02. Oktober 2019

Sommer 2019:


Das Diagramm setzt die monatlichen Durchschnittstemperaturen in Vergleich zum Sommer 2018 und dem Mittelwert 2000 - 2018.
Sowohl 2018 als auch 2019 war der Sommer deutlich wärmer als im Mittel der Jahre 2000 bis 2018.
Deutlich wird aber auch, dass es in diesem Jahr nur einen Monat gab, der wärmer war als 2018: den Juni. Der Mai blieb sogar kälter als im Mittel der letzten 18 Jahre.
2019 kann also dem Jahrhundertsommer bei der Temperatur nicht das Wasser reichen.
Und noch eins ist auffällig: Der September kommt sowohl 2018 als auch 2019 dem Mittelwert recht nah.

Morgen: Niederschlagsvergleich


Menden heute:


Trotz der kräftigen Regenfälle der letzten Tage führt der Hexenteich absolutes Niedrigwasser. Sein Wasserspiegel ist noch einige Meter vom Einlaufbauwerk des Abflusses entfernt. Auch der Hönnepegel liegt nach kurzfristigen Ausschlägen in der Folge kräftiger Schauer wieder im Niedrigwasserbereich bei 23 cm. Gleiches gilt für fast alle Flusspegel. Sie zeigen sich immer nur kurz von Regenereignissen beeindruckt. Dann fallen sie wieder in relativ niedrige Pegelhöhen zurück.
Das liegt zum einen an den niedrigen Grundwasserständen, zum anderen an der großen Aufnahmebereitschaft der Böden.


Die Wiesen haben sich durch die Regenfälle der letzten Wochen deutlich erholt, wie man an dieser Wiesenfläche bei Braukmann oberhalb der Tennisanlage des TC Rodenberg gut erkennt.


Eine Windwurffläche des Sturms Friederike aus 2018. Überall hat die Natur ihr Werk verrichtet. Bald wird man von der Katastrophe nicht mehr viel sehen. Die Fichten sind hier Vergangenheit.


Der mit Kaltluft angefüllte Höhentrog über Norddeutschland sorgte dafür, dass wir erstmals in diesem Herbst wärmende Kleidung brauchten. Dank des Azorenhochkeils ließ uns die Sonne nicht im Stich und so kam noch ein ganz freundlicher Tag zustande.
Er hatte ziemlich grauslich begonnen. Kurz nach Mitternacht regnete es wie aus Kübeln. Bis 5:30 Uhr fielen weitere Schauer, so dass einiges an Regen zusammenkam. Dann verabschiedete sich die Kaltfront nach Südosten und ließ uns in ziemlich kühler Nordseeluft zurück.
Hurrikan Lorenzo hat auf den Azoren erhebliche Schäden verursacht. Er zieht gerade als kräftiges Sturmtief auf Irland zu.


Tageshöchsttemperatur: 15,2 ° (kurz nach Mitternacht)
Tagestiefsttemperatur: 8,1 °
Tagesmitteltemperatur: 10,4 °
Sonnenscheindauer: 2:58 Stunden
Regen: 19,0 mm


Entwicklung: 

Donnerstag (Tag der Deutschen Einheit): Der Höhentrog rückt etwas nach Osten, was an der nördlichen Höhenströmung wenig ändert. Am Boden bleibt ein Zwischenhoch für uns maßgeblich. Der Trog erzeugt heute Nacht einige Schauerstraßen, die auch Menden treffen können. Am Tag ziehen die Schauer südostwärts ab. Bei wechselnder Bewölkung sind aber weitere kurze Schauer den ganzen Tag nicht ausgeschlossen. Nachts 7 °, nachmittags 13 °.

Freitag: Bereits Donnerstagabend melden sich von Westen die hohen Stratuswolken der Front des Ex-Hurrikans Lorenzo an. Freitag verlagert sich das Tief nach Westdeutschland. Sein Drehzentrum könnte über dem Sauerland liegen. Wir müssen den ganzen Tag mit Schauern rechnen. Die Sonne kommt kaum mal durch. Nachts 8 °, am Tag nur 11 °.

Samstag dreht der Wind auf östliche Richtungen. Ein untrügliches Zeichen, dass das Skandinavienhoch die Regie über unser Wetter übernimmt. Leider nur für kurze Zeit. Und Tief Lorenzo ist auch noch nicht weit weg über Osteuropa. Es ist wechselnd wolkig mit Aufheiterungen und trocken. Der Ostwind ist leider auch nicht wärmer als die Nordseeluft. Nachts 7 °, am Tag 11 °.

Sonntag kommt das nächste Tief. Seine Zugbahn ist aber noch unsicher. So ist noch unklar, wann und wie ausgiebig es zu regnen beginnt.


Glaskugelbereich: Montag kommt kurz das Skandinavienhoch zum Zuge. Danach geben sich die Tiefs wieder die Klinke in die Hand.
Die erste Oktoberhälfte sieht über ganz Mitteleuropa ziemlich kühl und eher feucht aus. Kein goldener Oktober in Sicht.












Mittwoch, 2. Oktober 2019

01. Oktober 2019

Hurrikan bei den Azoren:

Gestern habe ich angedeutet, dass sich hier besonderes ereignet. Heute schreibt der DWD dazu u.a.:



Am frühen Morgen des 29. Septembers (vergangenen Sonntag) wurde über dem tropischen Atlantik Geschichte geschrieben. Der Wirbelsturm LORENZO intensivierte sich zu einem extrem starken Hurrikan der höchsten, fünften Kategorie. Nie zuvor wurde ein Hurrikan der fünften Kategorie so weit östlich über dem tropischen Atlantik beobachtet (rund 1000 km östlicher als der bisherige Rekordhalter). Die geschichtsträchtige Entwicklung von LORENZO ist Folge einer Kombination sehr "günstiger" atmosphärischer und ozeanischer Bedingungen, wie geringe Windscherung und sehr hohe Meeresoberflächentemperaturen.



So weit draußen auf dem Atlantik möchte man aber meinen, er gefährde kein bewohntes Gebiet. Das war bisher der Fall und wird über weite Strecken seines Lebens auch so bleiben. Doch ein kleiner Inselarchipel befindet sich leider in direkter "Schussrichtung" von Hurrikan LORENZO. Auf seiner Zugbahn nach Nordosten nähert er sich unaufhaltsam den Azoren, wo er voraussichtlich am morgigen Mittwoch aufschlägt.


Menden heute:


Heute Vormittag um kurz nach 10 Uhr kam von Westen her diese Böenwalze auf uns zu. Über Dortmund rechts im Bild sind schon die Fallstreifen des herannahenden Regens zu erkennen. Nach diesem kräftigen Schauer war es dann wie so oft bei uns: Es kamen viele Schauer vorbei, sie trafen Menden aber nicht. Heute Nachmittag blieb es fast trocken.
Vom Ärmelkanal her zog ein kleines Tief über Norddeutschland hinweg. Sein Hauptregengebiet lag über Niedersachsen. In Diepholz fielen 46 mm, in Lingen 43 mm Regen. Auch in NRW gab es viele Stationen mit Mengen zwischen 10 und 21 mm.
Trotz des zum Teil ergiebigen Regens im Sauerland (in den letzten drei Tagen Meinerzhagen 52 und  Kahler Asten 51 mm) ist die Füllhöhe der Talsperren weiter gefallen. Heute Morgen wurde mehr Wasser abgegeben als zugeführt. Auch die Flusspegel befinden sich weiterhin im Niedrigwasserbereich. Offensichtlich saugt der Boden die anfallenden Regenmengen begierig auf.

Tageshöchsttemperatur: 16,5 °
Tagestiefsttemperatur: 12,2 °
Tagesmitteltemperatur: 14,3 °
Sonnenscheindauer: 0:40 Stunden
Regen: 6,2 °
Füllhöhe Ruhrtalsperren: 63,3 % (vor einem Jahr 56 %; es ging bis zum 3.12. noch bis auf 42,8 % abwärts. Dann begann es anhaltend zu regnen)

Nachzutragen habe ich die Spitzenböe von gestern. Mit 53 km/h (7 Bft) war der Wind so stark wie seit März nicht mehr.


Entwicklung: 

Mittwoch: Hinter der heute Nacht durchziehenden Kaltfront dreht der Wind auf Nordwest. Es gibt einige kräftige Schauer. (Der erste sehr heftige Schauer mit einer höchsten Regenrate von 130 mm ist gerade durchgezogen. Regenrate: Wenn es eine Stunde so durchregnet, fällt so viel Regen) Vor allem vormittags lockert es dann aber in der einströmenden frischen Nordseeluft häufig auf. Schauer sind kaum noch zu erwarten. Ab Mittag bilden sich in der kühlen Luft (in 5,5 km Höhe minus 25 °) vermehrt Quellwolken. Leider ist es ziemlich kalt. Nachts 9 °, nachmittags 13 °. Der Wind ist noch hin und wieder böig.

Donnerstag erreicht Lorenzo als nunmehr kräftiges Sturmtief den Westen Irlands. Hier entsteht eine ungewöhnliche Sturmlage. Bei uns herrscht schwacher Hochdruckeinfluss. Der Höhentrog fordert aber seinen Tribut und so ist es bei wechselnder Bewölkung mit Auflockerungen wohl nicht ganz niederschlagsfrei. Nachts 7 °, nachmittags 12 °. Das Wetter ist gut genug, um mal wieder an die frische Luft zu gehen. Der Wind ist zwar noch da, kommt aus Südwesten und stört nicht.

Freitag ziehen im Laufe des Nachmittags die Ausläufer von ex-Lorenzo nach Westdeutschland. Die meisten Vorhersagekarten sehen das Tief sogar abends und in der Nacht zu Samstag über uns hinwegziehen. Es würde dann bis zum Samstagvormittag regnen und so kühl bleiben wie am Donnerstag.

Samstag sollen wir in den Einflussbereich eines Hochs über Skandinavien kommen. Bei nordöstlicher Strömung bliebe es dann bei wechselnder Bewölkung trocken und weiterhin kühl mit nachts 8 ° und nachmittags 12 °.

Glaskugelbereich: Sonntag zieht ein Tief von Nordwest nach Südost südwestlich an uns vorbei. Wir sollen nur wenig Regen abbekommen. Montag bestimmt höherer Luftdruck das Wetter und es ist freundlich-kühl.














Dienstag, 1. Oktober 2019

30. September 2019

Menden heute:

Zunächst ist der Niederschlagswert von gestern zu korrigieren. Bei Durchzug des Trogs gegen 22 Uhr gab es eine Zeitlang heftige Schauer. Die Regenmenge erhöhte sich noch von 5,0 auf 14,6 mm.
Heute war das Wetter schlechter als erwartet. Der durchgezogene Höhentrog ließ ausgerechnet bei uns einen kleinen Ableger noch einige Zeit liegen. So nutzte der steigende Luftdruck am Boden wenig. Es blieb windig-schaurig und meist bedeckt. Der bis zum 22.9. noch sehr trockene September konnte doch noch einiges zum normalen Monatsniederschlag aufholen. Morgen dazu mehr.

Tageshöchsttemperatur: 14,7 °
Tagestiefsttemperatur: 11.7 °
Tagesmitteltemperatur: 13,1 °
Sonnenscheindauer: 45 Minuten. Diesmal gehörte Hemer zu den sonnenscheinärmsten Wetterstationen in NRW
Regen: 7,0 mm  (Werl 29,0 mm, Hemer 19,2 mm, Arnsberg 17 mm)
Stärkste Windböe: 53 km/h (7 Bft)


Entwicklung:

Dienstag zieht bereits das nächste Tief von England heran. Morgen früh gibt es noch trockene Phasen. Dann regnet es zeitweise ununterbrochen. Regenpausen können wir mit dem Regenradar herausfinden. Wieder frischt der Südwestwind mit Böen 5-6 Bft auf. Mit 12 ° nachts und 17 ° nachmittags bleibt es noch recht warm.

Mittwoch erreicht Hurrikan Lorenzo mit extremen Windgeschwindigkeiten die Azoren. Wann hat es ein Hurrikan schon mal bis zu den Azoren geschafft? Dazu werden wir sicherlich bald etwas lesen.
Bei uns regiert erneut ein Höhentrog mit kalter Luft in 5,5 km Höhe. Das Tief vom Dienstag liegt bereits über der nördlichen Ostsee, seine Kaltfront ärgert die Alpenländer. Von Westen schwenkt ein schwacher Hochkeil ins Sauerland. Die Schauer der Nacht lassen am Vormittag rasch nach. Es wird wechselnd wolkig mit längeren Auflockerungen. Meist dürfte es trocken bleiben. Die labile Situation mit Kaltluft in der Höhe kann jedoch auch mal einen Schauer produzieren. Die Temperatur geht auf der Rückseite des Tiefs und unter dem Trog deutlich zurück. Nachts 8 °, am Tag 12 °.

Donnerstag erreicht Lorenzo als Ex-Hurrikan immer noch mit Orkanböen das Seegebiet westlich Irlands. Wir befinden uns in der kalten Luftmasse, die am Mittwoch eingeflossen ist. Sie kommt unter dem schwachen Hochkeil zur Ruhe. Von der Nordsee ziehen immer wieder Wolken herein, die hin und wieder einen Schauer erzeugen können. Die Sonne hat auch ihre Möglichkeiten. Es ist ziemlich kalt. Nachts 7 °, am Tag 13 °. Kein Bilderbuchfeiertag.

Freitag ist noch vieles unklar. Zieht der Ex-Hurrikan nach Deutschland herein oder nicht? Kein beständiges Wetter. Es bleibt kalt.

Sonntag, 29. September 2019

29. September 2019

Menden heute:

Ein in allen Höhen gut ausgeprägtes Tief zog heute von England über das deutsche Küstengebiet zur Nordsee. Seine Regengebiete überquerten im wesentlichen das nördliche Deutschland. Auf den Nordseeinseln regnete es zum Teil mehr als 40 mm. Viele Wetterstationen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen meldeten mehr als 20 mm.
Bei uns hielt sich der Niederschlag mal wieder in Grenzen. Hemer war die sonnenscheinreichste Wetterstation NRWs - nicht zum ersten Mal.
Der Süd- bis Südwestwind war den ganzen Tag stramm und böig. Der Trog des Tiefs (die nach 
Süden gerichtete Ausbeulung) zieht gegen Mitternacht über uns hinweg. Dann dürfte es die stärksten Böen geben. Bisher hielt sich noch alles in Grenzen.

Tageshöchsttemperatur: 16,8 °
Tagestiefsttemperatur: 13,4 °
Tagesmitteltemperatur: 14,9 °
Sonnenscheindauer: 2:09 Stunden
Regen: 14,6 mm
Stärkste Windböe: 40 km/h (6 Bft) um 19:10 Uhr


Entwicklung:

Montag: Das Tief zieht heute Nacht weiter Richtung Polen. Um den Tageswechsel herum müssen wir die stärksten Windböen erwarten. Mit Durchschwenken des Troges dreht der Wind unter Verstärkung von Südwest auf West. Morgen im Laufe des Vormittags entwickelt sich bei steigendem Luftdruck ein schwacher Zwischenhochkeil. Langsam flaut der Wind ab. Die Wolken lockern zögernd auf. Schauer sind kaum noch zu erwarten. Nachts 13 °, nachmittags 16 °.

Dienstag zieht bereits das nächste Tief von England kommend über Norddeutschland hinweg nach Osten. In der Nacht überquert uns die Warmfront mit leichtem Dauerregen. Nachmittags folgt die Kaltfront mit zum Teil kräftigen Schauern. Gewitter sind nicht ausgeschlossen. Dazwischen kommt immer mal kurz die Sonne durch. Nachts 12 °, nachmittags 17 °. Der Wind bleibt spürbar, aber nicht mehr problematisch.

Mittwoch dreht der Wind auf Nordwest. Von Skandinavien kommen trockenere Luft zu uns. Es ist ziemlich kalt bei wechselnder, oft nur lockerer Bewölkung. Regen gibt es nicht. Nachts 7 °, am Nachmittag 12 °.

Donnerstag, am Tag der Deutschen Einheit, breitet sich in der kalten Luft ein schwacher Hochkeil von Westen nach NRW aus. Vormittags sind noch schwache Schauer möglich. Die Wolken bekommen immer größere Lücken. Es wird aber nicht viel wärmer. Nachts 7 °, nachmittags 13 °.


Glaskugelbereich: Ab Freitag wird die Lage unübersichtlich. Das liegt am Ex-Hurrikan Lorenzo, der in unser Wettergeschehen eingreift. Mit solchen Ex-Tropenstürmen können unsere Wettermodelle so recht nicht anfangen. Jedes Modell sieht eine andere Zugbahn oder Auswirkung. So sind Vorhersagen Glückssache.

Samstag, 28. September 2019

28. September 2019

Menden heute:

Zwischen einem Tief über der Nordsee und hohem Luftdruck über Süddeutschland und dem Alpenraum herrschte eine stramme Westströmung über dem nördlichen Deutschland. Am frühen Abend schwenkte der nicht sehr stark ausgeprägte Trog des Tiefs über uns hinweg. Er beendete das ziemlich schauerarme Wetter im nördlichen Sauerland. Bei uns kam mal wieder nicht viel Regen an. In Hemer beeinträchtigte ein kräftigerer Schauer zwischen 18.45 und 19:15 Uhr die Hemeraner Herbsttage zu einem ziemlich ungünstigen Zeitpunkt. Denn gleichzeitig geht in solchen Schauern die Temperatur zurück und erholt sich dann nicht mehr.
Die Sonne war immer mal wieder da. Allerdings bestimmte ein gelegentlich ruppiger Südwestwind den nicht sehr hohen Wohlfühlfaktor.

Tageshöchsttemperatur: 17,4 °
Tagestiefsttemperatur: 12,9 °
Tagesmitteltemperatur: 14,3 °
Sonnenscheindauer: 3:10 Stunden
Regen: 2,0
Stärkste Windböe um 12:50 Uhr: 49 km/h (knapp 7 Bft)


Entwicklung:

Sonntag: Morgen zieht im Laufe des Tages ein relativ kräftiges Tief von England zur Ostsee. Sein Regen- und Windfeld überquert dabei insbesondere das nördliche Deutschland. Weiterhin fällt es schwer, genauer vorherzusagen, wie stark uns das Regengebiet trifft. Es kann sein, dass es im wesentlichen nördlich von uns bleibt. Sicher ist das aber nicht. Wir müssen mit Regen und starkem bis stürmischem Wind rechnen. Schön, wenn es dann doch nicht viel regnet. Denn Schirme sind kaum nutzbar. Bitte das Regenradar nutzen. Nachts 13 °, nachmittags 17 °.

Montag ist das Tief über Nordosteuropa angelangt. Wir gelangen auf seine Rückseite und nachmittags schiebt sich ein schwacher Azorenhochkeil nach Südwest- und Westdeutschland. Nachts kann es kräftig regnen und winden. Regenschauer und Starkwind lassen am Montagvormittag nach. Gelegentlich lockert es bereits auf. Nachmittags flaut der Wind weiter ab und die Sonne kommt noch öfter durch. Ab 14 Uhr sollte es weitgehend niederschlagsfrei bleiben. Nachts 12 °, nachmittags nur noch 15 °.

Dienstag zieht das nächste Tief von England heran und überquert uns bis zum Mittwochmorgen. Einige Vorhersagedienste sagen größere Regenmengen voraus. Jedenfalls wird es wieder ungemütlich mit kräftigen Windböen. Die Sonne werden wir nur sehr selten zu Gesicht bekommen. Nachts 12 °, nachmittags 17 °.

Mittwoch dreht der Wind hinter dem Tief auf Nordwest und die Schauer lassen rasch nach. Zeitweise kommt die Sonne heraus. Dennoch ist es ziemlich kalt. Nachts 8 °, nachmittags 12 °.


Glaskugelbereich: Von Donnerstag bis Samstag ist es leicht unbeständig, oft aber auch freundlich. Viel Regen fällt nicht mehr. Am Tag der Deutschen Einheit ist es nur 12 ° "warm". Danach wird es jeden Tag etwas wärmer.

Freitag, 27. September 2019

27. September 2019

Menden heute:

Auf der Südostseite des Englandtiefs floss heute aus Südwesten relativ milde Luft zu uns. Da keine Fronten unterwegs waren, fehlte der Schauerantrieb. Der letzte Regen fiel am Morgen. Danach war es zunächst wechselnd wolkig, später heiter und trocken. Der Wind blieb noch recht zahm.

Tageshöchsttemperatur: 19,3 °
Tagestiefsttemperatur: 12,8 °
Tagesmitteltemperatur: 15,2 °
Sonnenscheindauer: 6:02 Stunden (damit gehörte Hemer mal wieder zu den sonnenscheinreichsten Orten in NRW, in denen der Sonnenschein registriert wird)
Regen: 2,8 mm


Entwicklung:

Samstag zieht das Tief von England zur Nordsee. In einer sich nun etablierenden starken Westwetterlage folgen weitere Tiefs vom Atlantik nach. Dabei verstärken sich die Luftdruckgegensätze zwischen Nordsee und Süddeutschland. Das führt zu kräftigem Wind. Nachmittags müssen wir mit Böen der Stärke 7 (ca. 60 km/h) rechnen. Auch der Durchschnittswind frischt von 3 Bft am Vormittag auf 4 Bft am Nachmittag auf. Viel Regen gibt es wegen fehlender Fronten nicht. Allerdings ist immer mal ein kurzer Schauer drin, vor allem beim Durchzug des Tiefdrucktroges morgen Nachmittag. Die Sonne schafft es hin und wieder, durch die Wolken zu blicken. Nachts 13 °, nachmittags 17 °.

Sonntag zieht ein neues Tief nördlich an uns vorbei. Sein Regengebiet bleibt im wesentlichen ebenfalls nördlich von uns. Wieviel wir vom Regen abbekommen, ist nicht genau zu sagen, da wir an der Grenze zwischen kräftigem Niederschlag in Norddeutschland und schönem Wetter in Süddeutschland liegen. Die meisten Wettermodelle lassen es bei uns gelegentlich regnen, wobei die Schauerwahrscheinlichkeit abends zunimmt. Der Südwestwind bleibt weiterhin stark mit steifen Böen. Nachts 12 °, nachmittags 18 °.

Montagvormittag ziehen bei auf Nordwest drehendem Wind die letzten Schauer ab und wir kommen in leichten Zwischenhocheinfluss. Im Laufe des Tages dreht der Wind bei wechselnder, oft starker Bewölkung auf West zurück und flaut langsam ab. Nachmittags dürfte es trocken bleiben. Nachts 13 °, nachmittags nur 15 °.

Dienstag zieht bereits das nächste Tief von England kommend knapp nördlich an uns vorbei nach Osten. Es wird bei wechselnder, meist starker Bewölkung sehr windig. Immer wieder regnet es. Ein wettermäßig ziemlich scheußlicher Tag. Nachts 12 °, am Tag 18 °.


Glaskugelbereich. Mittwoch und Donnerstag kühl bei tagsüber 12 ° und leicht unbeständig. Der nicht mehr sehr kräftige Wind kommt aus West bis Nordwest. Die Sonne kommt zeitweise durch.

26. September 2019

Menden heute:

Das Tief bei Irland schickte heute Mittag seine Warmfront nach NRW. Bereits am Vormittag war es mit der Sonne vorbei. Warmfrontbewölkung ließ kaum noch Sonnenstrahlen durch. Zwischen 13 und 15 Uhr hat es leicht geregnet. Jetzt gegen 23:30 Uhr zieht die Kaltfront durch. Ihr Hauptregengebiet liegt nördlich von uns. In Menden wird nicht sehr viel Niederschlag fallen. Kurz vor Durchzug der Kaltfront habe ich um 23:05 Uhr die höchste Tagestemperatur gemessen.

Tageshöchsttemperatur: 17,0 °
Tagestiefsttemperatur: 13,8 °
Tagesmitteltemperatur: 15,6 °
Sonnenscheindauer: 1:11 Stunden
Regen: 2,4 mm


Entwicklung:

Freitag: Die Kaltfront liegt morgen Mittag bereits an der polnischen Grenze. Wir kommen in eine frontfreie Zone innerhalb der südwestlichen Strömung. Heute Nacht und bis morgen Mittag sind noch schwache kurze Schauer möglich. Insgesamt bekommen wir aber einen freundlichen Tag mit längerem Sonnenschein. Dazu wird es angenehm warm. Abends nehmen die Wolken wieder zu. Nachts 14 °, nachmittags 19 °.

Samstag geraten wir in eine hochreichende, ziemlich stramme Westdrift. Es ist wechselnd wolkig, aber deutlich windiger als bisher. Es besteht eine leichte Schauerneigung. Viel Regen wird es nicht geben. Nachts 12 °, nachmittags 17 °.

Sonntag kommen wir immer stärker in den Einflussbereich des von England heranziehenden Tiefs. Zwar scheint immer mal wieder kurz die Sonne. Meist ist es aber stark bewölkt und wir müssen mit Schauern rechnen. Regenpausen werden von den Modellen zu unterschiedlichen Zeiträumen gerechnet. Das deutsche Modell ICON sieht eine trockene Phase zwischen 16 und 20 Uhr. Es wird noch windiger als am Samstag. Nachts 12 °, nachmittags 17 °.

Montag hat das Tief bereits Deutschland überquert und liegt mittags bei Danzig. Auf seiner Rückseite dreht nachts der Wind auf Nordwest und es wird deutlich kühler. Tagsüber lassen die Schauer immer mehr nach und die Sonne hat ihre Möglichkeiten. Es bleibt sehr windig. Nachts 12 °, nachmittags nur noch 14 °.


Glaskugelbereich: Dienstag und Mittwoch unbeständig. Dabei wird es Dienstag trotz vieler Schauer 17 ° warm, Mittwoch nur noch 12 °. Danach wird die Vorhersagequalität sehr schwach.

Donnerstag, 26. September 2019

25. September 2019

Menden heute:

Eine umfangreiche europäische Tiefdruckrinne bestimmte heute unser Wetter. Es war stark bewölkt bis bedeckt. Nachts und kurz vor Mitternacht hat es geregnet. Tagsüber blieb es bis auf einige Sprühregenspritzer trocken. Die Sonne sahen wir nur in homöopathischen Dosen.


Tageshöchsttemperatur: 17,4 °
Tagestiefsttemperatur: 13,3 °
Tagesmitteltemperatur: 15,0 °
Sonnenscheindauer: 0:48 Stunden
Regen: 1,8 mm


Entwicklung:

Donnerstagmittag rückt die Warmfront, abends die Kaltfront des vor Schottland liegenden Tiefs zu uns herein. Das führt ab etwa 12-13 Uhr zu anhaltendem Regen mit nur kurzen Unterbrechungen. Es ist dabei immer noch recht mild mit Nachttemperaturen bei 12 ° und Nachmittagstemperaturen von 18 °.

Freitag kommen wir auf der Rückseite der Kaltfront in etwas trockenere Luft. Ab dem späteren Vormittag ist die Schauerneigung gering und die Sonne scheint zeitweise. Mit 12 ° nachts und 19 ° am Tag ist es angenehm.

Samstag ist das Wetter in Deutschland zweigeteilt. Während es im Norden sehr unbeständig mit Schauern und windig ist, herrscht in Süddeutschland der Hochdruck aus Südeuropa. Wir liegen dazwischen. Ein bisschen Regen werden wir wohl abbekommen. Nachmittags und abends sollte es trocken bleiben, Nachts 12 °, nachmittags 16 °.

Sonntag kommt in der strammen Westwetterlage schon das nächste Tief herangerauscht. Wieviel Regen wir bekommen, ist immer noch unsicher. Auf die Sonne müssen wir nicht verzichten. Sie kommt immer mal wieder zum Vorschein. Der Südwestwind könnte etwas unangenehm werden. 12 ° am frühen Morgen, 16 ° am Nachmittag.


Glaskugelbereich: Montag bis Mittwoch bei Tiefdruckwetter Schauer und jeden Tag kühler. Mittwoch kaum wärmer als 11 °, dafür nachmittags Aufheiterungen

Dienstag, 24. September 2019

24. September 2019

Menden heute:

Das Zwischenhoch hielt bis zum frühen Nachmittag durch. Dünne hohe Wolken bestimmten heute Vormittag das Himmelsbild. Die Sonne konnte ganz gut durchscheinen.
Etwa ab 14 Uhr mussten wir auf die Sonne verzichten. Die Vorboten der von Westen langsam heranziehenden Warmfront bezogen die Himmel. Erst gegen 20:30 Uhr begann es mit Unterbrechungen leicht zu regnen.

Tageshöchsttemperatur: 19,7 °
Tagestiefsttemperatur: 11,1 °
Tagesmitteltemperatur: 14,9 °
Sonnenscheindauer: 5:26 Stunden
Regen: 1,0 mm


Entwicklung:

Mittwoch. Die Front liegt mittags bereits an der polnischen Grenze. Wir befinden uns in einer großräumigen Tiefdruckrinne, die von Grönland bis zum Balkan reicht. Sie ist angefüllt mit feuchter Luft. So müssen wir mit leichten Schauern rechnen. Allerdings ist keine Front auf den Wetterkarten über Deutschland zu sehen. Viel Regen werden wir also wieder nicht abbekommen. Statt dessen wird sich die Sonne hin und wieder durch die Wolken kämpfen. Abends überquert uns der Trog des Englandtiefs mit Regen. Nachts 12 °, nachmittags 18 °.

Donnerstag bekommen wir vormittags erneut eine längere Regenpause in der jetzt doch deutlich spürbaren Westdrift. Erst am frühen Nachmittag setzt die typische hohe Bewölkung vor der hereinziehenden Warmfront dem freundlichen Wetter ein Ende. Bald darauf beginnt es leicht zu regnen. Nachts folgt die Kaltfront des westlich Schottlands liegenden Tiefs mit weiterem Regen.
Nachts 13 °, am Tag 19 °.

Freitag ist die Kaltfront abgezogen. Ein neuer Frontenzug bleibt noch westlich von uns. Zwar ist der Wettertyp "unbeständig". Es wird aber wechselnd wolkig sein und zeitweilig kommt die Sonne durch. Dabei besteht immer eine latente Gefahr eines leichten Schauers. Auf der Südostseite des bis in große Höhen gut abgebildeten Tiefs über GB bleiben wir in einer südwestlichen Strömung. Nachts 13 °, nachmittags 18 °.

Samstag: Die Hemeraner Herbsttage Ende September sind eigentlich immer vom Wetter verwöhnt. So wie es heute aussieht, wird das in diesem Jahr nicht so sein. Wir geraten in eine relativ windige und unbeständige Wetterlage. Zwar ist noch nicht ausgemacht, wann und wieviel es regnen wird. Einige Modelle sehen sehr wenig Regen, andere einen regnerischen Tag. Warten wir noch bis morgen für etwas mehr Sicherheit. Nachts 11 °, am Tag 17 °.

Glaskugelbereich: Auch Sonntag unbeständig bei ähnlicher Temperatur. Danach wird es doch sehr unsicher.

Montag, 23. September 2019

23. September 2019

Menden heute:

Nach Durchzug der Kaltfront am frühen Morgen regnete es noch leicht bis zum Mittag. Dann war es stark bewölkt. Nach 15 Uhr kamen mit Aufbau eines schwachen Hochkeils zögernd einige Sonnenstrahlen vom Himmel. Es blieb trocken.


Tageshöchsttemperatur: 20,4 ° (um 0:40 Uhr)
Tagestiefsttemperatur: 13,0 ° (um 23:45 Uhr)
Tagesmitteltemperatur: 16,1 °
Sonnenscheindauer: 1:21 Stunden
Regen: 5,6 mm


Entwicklung:

Dienstag schwächt sich der Zwischenhochkeil rasch ab. Nachmittags kommen von Westen die Fronten des Ex-Hurrikans Humberto nach Deutschland herein. Bis gegen 15 Uhr ist es wolkig, gelegentlich auch heiter und trocken. Humberto führt relativ warme Luft zu uns. Sie kommt aus Süden und auch der Sauerlandföhn springt an. So geht es nachmittags auf 20 ° hoch, bevor ab etwa 15 Uhr die Wolken die Herrschaft am Himmel übernehmen. Gegen 17 oder 18 Uhr beginnt es leicht zu regnen. Der Regen hält bis Mitternacht an. Nachts 10 °.

Mittwoch bleiben wir den ganzen Tag im Einflussbereich des über England liegenden Ex-Hurrikans. Es ist wechselnd wolkig mit einzelnen leichten Schauern, die nachmittags nachlassen. Dann ist auch häufiger die Sonne zu sehen. Mit nachts 12 ° und nachmittags 18 ° bleibt es relativ mild. Normal ist zu dieser Zeit eine Höchsttemperatur von knapp 15 °.

Donnerstag ziehen nachts und abends weitere Fronten über uns hinweg. Dazwischen, etwa von 8 Uhr bis 15 Uhr, ist es trocken und gelegentlich scheint die Sonne. Danach verdichten sich die Wolken mit Annäherung der Warmfront rasch und es beginnt anhaltend meist leicht zu regnen. Nachts 12 °, nachmittags 19 °.

Freitag überquert uns die Kaltfront des Tiefs. Vormittags ist es meist stark bewölkt mit Schauern. Nachmittags klingen die Schauer ab. Nachts 13 °, nachmittags 18 °.


Glaskugelbereich: Der Samstag soll der schönere Tag werden. Sonntag können immer wieder Schauer fallen. Es wird langsam kühler. Nur noch 16 °.


Sonntag, 22. September 2019

22. September 2019

Eisbedeckung der Arktis:


Dies ist eine Satellitenauswertung von gestern, 21.09.2019. Weiß ist die Fläche der derzeitigen Eisbedeckung im Polarmeer. Die orangefarbene Linie ist die Grenze der durchschnittlichen Eisbedeckung am gleichen Tage der Jahre 1981-2010. Während zu jener Zeit die Nordostpassage für Schiffe von Europa entlang der russischen Nordküste nach Ostasien kaum möglich war, ist heute die Durchfahrt möglich. Der erhebliche Rückgang der Eisbedeckung ist auf diesem Bild sehr eindrucksvoll zu sehen. Die Rekordschrumpfung des Jahres 2012 hatte die Temperatur  Mitte August 2019 noch getoppt. Es sah danach aus, als würde 2019 das Jahr der geringsten Eisbedeckung.  Jetzt ist etwas mehr Eis vorhanden als in dem besonders warmen Polarjahr 2012.


Rückblick:

Der September war bisher durchschnittlich warm, sehr trocken und sonnenscheinreich.

bisheriges Monatsmittel: 14,5 ° (langjährig 13,8 °, seit 2000 14,4 °)
bisherige Regenmenge: 21,0 mm (langjährig 69 mm; bisher 30,4 % erreicht)
bisherige Sonnenscheindauer: 132 Stunden (seit 2000  149 Stunden; davon bisher erreicht: 88,6 %)


Menden heute:

Der kalendarische Sommer verabschiedete sich standesgemäß mit einer neuen Monatshöchsttemperatur. Bis gegen 18 Uhr strahlte die Sonne von einem azurblauen Himmel. Dann zogen Altokumulus (Schäfchenwolken) als Schlechtwetterboten von Westen am Himmel auf und es bezog sich anschließend mit hohen Schichtwolken. Diese konservierten aber die angenehme Temperatur, indem sie die Abstrahlung in die Atmosphäre verhinderten. So ist es um 22 Uhr noch 20,5  ° draußen.
Von Westen zieht eine Frontengirlande aus Warm- und Kaltfronten heran, die vom Nordmeer bis zu den Kanaren reicht. Unser Hoch ist zum Mittelmeer und zum Schwarzen Meer zurückgewichen.
Es sorgte mit einer vor den Fronten verstärkten Südströmung dafür, dass heute die höchsten Temperaturen in Deutschland auf der Nordseite (Leeseite) der nördlichen Mittelgebirge gemessen wurden. So in Tönisvorst nördlich der Eifel mit 29,0 °, in Werl mit 28,6 °, Arnsberg-Neheim mit 28,3 °, Hemer mit 27,7 ° und Menden mit 27,6 °.

Tageshöchsttemperatur: 27,6 °
Tagestiefsttemperatur: 11,3 °
Tagesmitteltemperatur: 19,2 °
Sonnenscheindauer: 10:27 Stunden
Regen: 0 mm


Entwicklung:

Montag: Wenn wir Montagfrüh aufstehen, hat sich das Wetter völlig verändert. Etwa ab 2 Uhr heute Nacht beginnt es bei Herannahen der Front zu regnen. Mal leicht, bei unmittelbarem Durchgang der Front etwa zwischen 6 und 8 Uhr auch kräftiger. Vormittags bleibt es zunächst regnerisch. Dann geht der Regen bei meist starker Bewölkung in Schauer über. Gegen 14 Uhr ist die Front durch. Zunächst bleibt es noch meist bewölkt. Später können die Wolken zögernd auflockern. Obwohl es für September gar nicht so kühl ist, erleben wir einen Temperatursturz von 10 °. Nachts 14 °, nachmittags 18 °.

Dienstag profitieren wir von einem schwachen Zwischenhoch, bevor abends die Ausläufer des Ex-Hurrikans Humberto auf Westdeutschland übergreifen. Es ist zunächst freundlich mit viel Sonne. Erst ab etwa 16 Uhr werden die Wolken langsam dichter. Abends müssen wir mit etwas Regen rechnen. Es bleibt recht warm. Nachts 9 °, nachmittags 20 °.

Mittwoch bis Freitag ist es leicht unbeständig mit leichten Regenschauern, aber auch sonnigen Abschnitten. Es bleibt noch verhältnismäßig warm. Nachmittags 17-19 °.















Samstag, 21. September 2019

21. September 2019

Menden heute:

Hoch Bulgarien, Tief Nordostatlantik. Frei ist die Bahn für Warmluft aus Süden. Wolkenloser Himmel von morgens bis abends, leichter, nur selten auflebender Ost- bis Südostwind.

Tageshöchsttemperatur: 25,1 ° (damit erster Sommertag des Monats)
Tagestiefsttemperatur: 7,3 °
Sonnenscheindauer: 11:40 Stunden
Regen: 0 mm


Entwicklung:

Sonntag: Das Hoch hat sich bis zum Schwarzen Meer zurückgezogen. Vom Ostatlantiktief verläuft eine wellende (und damit langsam ziehende) Front über Frankreich nach Spanien. Sie kommt erst am Abend nach NRW. Vor dieser Front verstärkt sich die Zufuhr von Warmluft aus Süden. Es ist sonnig, nachmittags auch leicht bewölkt und trocken. Wir bekommen einen richtigen Sommertag. Morgens 8 °, nachmittags mit Unterstützung des Sauerlandföhns 27 °. Um 20 Uhr noch 20 °.

Montag: Vormittags überquert uns dann die Kaltfront mit Schauern. Nachmittags lässt die ohnehin nur leichte Schauertätigkeit langsam nach. Es bestehen nur geringe Chancen auf längere Wolkenlücken. Nachts 13 °, nachmittags 17 °. Das nennt man Temperatursturz. Es ist ja auch Herbstanfang.

Dienstag nimmt der Ex-Hurrikan Humberto Einfluss auf das Wetter in Westeuropa. Bei uns herrscht Zwischenhocheinfluss. Es ist wolkig bis heiter und trocken. Nachmittags etwa ab 16-17 Uhr verdichten sich die Wolken und es beginnt vor Durchzug der Front leicht zu regnen. Frühmorgens 10 °, nachmittags 19 °.

Mittwochmorgen ist die Front durchgezogen und es hört auf, leicht zu regnen. Nach einer Regenpause mit Wolkenauflockerungen kommt nachmittags eine weitere schwache Front hereingezogen. Es regnet zeitweise. Morgens 12 °, nachmittags 17 °.


Glaskugelbereich: Auch Donnerstag sollen wir vormittags eine Regenpause bekommen. Ab Mittag ist wieder leichter Regen angesagt. Mit 19 ° bleibt es recht warm.