Sonntag, 29. September 2019

29. September 2019

Menden heute:

Ein in allen Höhen gut ausgeprägtes Tief zog heute von England über das deutsche Küstengebiet zur Nordsee. Seine Regengebiete überquerten im wesentlichen das nördliche Deutschland. Auf den Nordseeinseln regnete es zum Teil mehr als 40 mm. Viele Wetterstationen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen meldeten mehr als 20 mm.
Bei uns hielt sich der Niederschlag mal wieder in Grenzen. Hemer war die sonnenscheinreichste Wetterstation NRWs - nicht zum ersten Mal.
Der Süd- bis Südwestwind war den ganzen Tag stramm und böig. Der Trog des Tiefs (die nach 
Süden gerichtete Ausbeulung) zieht gegen Mitternacht über uns hinweg. Dann dürfte es die stärksten Böen geben. Bisher hielt sich noch alles in Grenzen.

Tageshöchsttemperatur: 16,8 °
Tagestiefsttemperatur: 13,4 °
Tagesmitteltemperatur: 14,9 °
Sonnenscheindauer: 2:09 Stunden
Regen: 14,6 mm
Stärkste Windböe: 40 km/h (6 Bft) um 19:10 Uhr


Entwicklung:

Montag: Das Tief zieht heute Nacht weiter Richtung Polen. Um den Tageswechsel herum müssen wir die stärksten Windböen erwarten. Mit Durchschwenken des Troges dreht der Wind unter Verstärkung von Südwest auf West. Morgen im Laufe des Vormittags entwickelt sich bei steigendem Luftdruck ein schwacher Zwischenhochkeil. Langsam flaut der Wind ab. Die Wolken lockern zögernd auf. Schauer sind kaum noch zu erwarten. Nachts 13 °, nachmittags 16 °.

Dienstag zieht bereits das nächste Tief von England kommend über Norddeutschland hinweg nach Osten. In der Nacht überquert uns die Warmfront mit leichtem Dauerregen. Nachmittags folgt die Kaltfront mit zum Teil kräftigen Schauern. Gewitter sind nicht ausgeschlossen. Dazwischen kommt immer mal kurz die Sonne durch. Nachts 12 °, nachmittags 17 °. Der Wind bleibt spürbar, aber nicht mehr problematisch.

Mittwoch dreht der Wind auf Nordwest. Von Skandinavien kommen trockenere Luft zu uns. Es ist ziemlich kalt bei wechselnder, oft nur lockerer Bewölkung. Regen gibt es nicht. Nachts 7 °, am Nachmittag 12 °.

Donnerstag, am Tag der Deutschen Einheit, breitet sich in der kalten Luft ein schwacher Hochkeil von Westen nach NRW aus. Vormittags sind noch schwache Schauer möglich. Die Wolken bekommen immer größere Lücken. Es wird aber nicht viel wärmer. Nachts 7 °, nachmittags 13 °.


Glaskugelbereich: Ab Freitag wird die Lage unübersichtlich. Das liegt am Ex-Hurrikan Lorenzo, der in unser Wettergeschehen eingreift. Mit solchen Ex-Tropenstürmen können unsere Wettermodelle so recht nicht anfangen. Jedes Modell sieht eine andere Zugbahn oder Auswirkung. So sind Vorhersagen Glückssache.

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