Mittwoch, 7. Januar 2026

06. Januar 2026

 Rückblick:

Der Dezember war deutlich zu warm, sehr trocken und ausgesprochen sonnig.

Monatsmitteltemperatur: 5,0 °  (Dezembermittel 1999-2023: 3,3 °; Abweichung +1,7 °)

Damit tritt der Dezember in die Fußstapfen der letzten ebenfalls zu milden Dezembermonate. Wir müssen bis ins Jahr 2014 zurückblättern, um mit 3,2 ° einen Dezember  unter dem Mittel der letzten 25 Jahre  (3,3 °)  zu finden. 

Der Dezember hatte zwei völlig unterschiedliche Hälften. Die erste Hälfte war sehr warm mit einer mittleren Temperatur von 7,2 °. Die zweite Hälfte war zu kühl mit 2,8 °. Es gab 7 Frosttage. Im Mittel der letzten 25 Jahre gab es 10,4 Frosttage, von 1972 bis 2019 im Mittel 11,7 Frosttage. 

Monatl. Niederschlagssumme: 33,0 mm (Mittel 1999-2023: 80,8 mm; davon erreicht 40,8 %)

Es gab seit 1973 nur einen Dezember mit weniger Regen: 2016 mit 27,2 mm. Da auch der Oktober und November zu trocken ausgefallen sind, hat das Herbstvierteljahr ein veritables Defizit.

Monatl. Sonnenscheindauer: 79:08 Stunden (Mittel 2002-2023: 45:36 Stunden; erreicht: 173 %). Es gab erst ein Jahr seit Aufzeichnugsbeginn 2002 mit noch mehr Sonnenstunden: 2016 mit 88:48 Stunden. Der Dezember 2016 war also nicht nur der trockenste, sondern auch der sonnigste.


Menden heute:

Ein Azorenhochkeil sorgte für einen ruhigen Wintertag. Der Baubetrieb der Stadt erbarmte sich, Salz auf das spiegelglatte Gefälle der Straße Am Kapellenberg zu verteilen. Dafür herzlichen Dank. Lobbe hatte keine Chance gehabt, die Mülleimer zu leeren. 

Tageshöchsttemperatur: -0,3 °

Tagestiefsttemperatur: -2,2 °

Tagesmitteltemperatur: -1,3 °

Sonnenscheindauer: 51 Minuten

Niederschlag: 0 mm

Schneehöhe heute Morgen: 7 cm


Entwicklung:

Mittwoch wird der Hochkeil von einem kleinen Tief über der Nordsee nach Süden verdrängt. Die Mischfront des Tiefs liegt mittags an der holländischen Küste. Sie erreicht uns am frühen Nachmittag mit einem unergiebigen Schneefallgebiet. Es kann 1-3 cm Neuschnee geben. Nachts -4 °, nachmittags -1 °. Mäßiger bis frischer Südwind.

Donnerstag bildet sich im Seegebiet westlich Irlands ein neues Tief, das rasch nach Osten zieht und mittags Cornwall erreicht hat. Seine vorlaufende Warmfront greift von Südwesten auf Deutschland über. Sie führt deutlich mildere Luft heran. Uns erreicht das Regengebiet nach den derzeitigen Karten erst kurz vor Mitternacht. Anfänglicher nasser Schnee geht rasch in Regen über. Nachts -2 °, nachmittags 2 °, zum Tageswechsel 3 °. Schwacher bis mäßiger südlicher Wind.

Freitag: Für das Wetter am Freitag kommt es auf die genaue Zugbahn und Lage des von den Niederlanden hereinziehenden Tiefs an. Die derzeitigen Modelle des DWD sehen das Tief mit seinem Zentrum mittags bei Aachen und abends über dem Bergischen Land. Wir lägen ganz nah beim Zentrum des Tiefs und damit in einer eher windschwachen Situation. Es würde zeitweise regnen. Der höchstens mäßige Wind käme aus südlichen, später nordöstlichen Richtungen. Es würde nicht so mild wie gestern noch angenommen. Nachts 1 °, nachmittags 3 °.

Samstag zieht das Tief nach Bayern. Wir kommen auf seine kalte nordöstliche Seite. Nachts geht die Temperatur unter den Gefrierpunkt zurück. Der dann noch zu erwartende Niederschlag fällt als Schnee. Nachts -2 °, nachmittags soll es eher kälter werden. Schnee fällt dann nicht mehr. Schwacher bis mäßiger Nordostwind.

Epilog: Dieser für uns wenig dramatische Ablauf des Tiefdurchzugs ist nicht in Stein gemeißelt. Er setzt genau diese Zugbahn voraus. Von Dienstag bis Freitag kann sich noch einiges ändern.


Glaskugelbereich:

In der Nacht zum Sonntag wird es ziemlich kalt. -6 ° oder noch kälter. Am Sonntag ist es zunächst heiter bis wolkig. Erst zum Abend verdichten sich die Wolken vor der Warmfront eines weiteren Atlantiktiefs. In der Nacht soll Schnee aufkommen, der in Regen übergeht. Montag beruhigt sich das Wetter unter einem schwachen Zwischenhochkeil. Das ist aber nicht die Meinung anderer Wetterdienste.

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