Eisregenlage:
Eisregen gibt es in Menden selten. Ich habe das bereits mehrfach erklärt. Es liegt an der bei heranziehenden Warmfronten entstehende Südlage. Der Wind überströmt das Sauerland und es entsteht ein mehr oder weniger ausgeprägter Föhneffekt (Sauerlandföhn). Der führt dazu, dass sich einerseits der eintreffende Regen etwas verzögert (im Regenradar sichtbar durch eine Bucht, in der es noch nicht regnet) und andererseits die Temperatur am Boden durch den Föhneffekt ansteigt. Oft ist der Boden beim Eintreffen des Regens bereits frostfrei. Dann kann sich kein Eis bilden.
Das ist dieses Mal wohl anders.
In der ersten Nachthälfte wird bereits in mittelhohen Luftschichten von Westen Warmluft herantransportiert. Am Boden bleibt es noch kalt (19:30 Uhr: -3,6 °). Hier verzögert sich der Übergang in den Plusbereich. Erst zwischen drei und fünf Uhr steigt die Temperatur über den Gefrierpunkt. Etwa gleichzeitig soll leichter Niederschlag einsetzen. Er wird zunächst als Schnee fallen, aber nur sehr kurze Zeit. Denn aus mittelhohen Luftschichten fällt bereits Regen, der entweder noch gefriert, bevor er den Boden erreicht hat, oder mit Auftreffen auf den eiskalten Boden unverzüglich zu Eis wird. Dann wird es spiegelglatt.
Um 10 Uhr soll die Temperatur auf 2-3 ° angestiegen sein. Dann ist der Spuk voraussichtlich vorüber.
Menden heute:
Nach einer eiskalten Nacht strahlte heute den ganzen Tag die Sonne. So schaffte es das Thermometer so eben in den Plusbereich. Der Boden war so kalt, dass trotz Sonneneinstrahlung die Straße Am Kapellenberg nicht antaute.
Ein Hoch über Deutschland hat nachts bei Aufklaren einen Kältesee erzeugt, der es in sich hatte:
Faßberg in der Lüneburger Heide: -18,6 °
Eslohe im Sauerland: -17 °
Neheim: -12,3 °
Auf dem Kahlen Asten und in Bad Berleburg liegen um die 40 cm Schnee. So viel liegt auch in Hamburg-Fuhlsbüttel.
Tageshöchsttemperatur: 0,6 ° (2023: 10,4 °)
Tagestiefsttemperatur: -8,6 ° (Freizeitzentrum Biebertal: -12 °, Lendringser Platz: -10 °)
Tagesmitteltemperatur:
Sonnenscheindauer: 6:53 Stunden
Niederschlag: 0 mm
Schneedecke am Morgen: 0,5 cm
Entwicklung:
Montag: Zur Glatteislage habe ich oben genug geschrieben. Vormittags gibt es eine Regenpause. Die Warmfront hat mittags bereits die Elbe überquert. Nachmittags erreicht uns eine Wellenstörung mit weiterem leichtem Regen. Der hält mit Unterbrechungen bis zum späten Abend an. Nachts -2 °, nachmittags 5 °. Schwacher bis mäßiger südlicher Wind.
Dienstag kommen wir auf der Ostseite eines von der Biskaya über England zur Nordsee ziehenden Tiefs unter schwachen Zwischenhocheinfluss. Es ist stark bewölkt mit möglichem geringen Regen um die Mittagszeit. Auflockerungen sind nicht wahrscheinlich. Nachts 5 °, nachmittags 8 °. Schwacher bis mäßiger Südwind.
Mittwoch überquert uns die Kaltfront dieses Tiefs mit gelegentlichem leichtem Regen. Es ist stark bewölkt oder bedeckt mit wenigen Chancen für die Sonne. Nachts 7 °, nachmittags 8 °. Schwacher bis mäßiger, von Süd auf Südwest drehender Wind.
Donnerstag: Erneut schafft es ein kleiner Zwischenhochkeil, für einen Tag ohne wesentlichen Regen zu sorgen. Auflockerungen sind möglich. Nachts 3 °, nachmittags 8 °. Mäßiger Südsüdwestwind.
Glaskugelbereich:
Freitag zieht erneut ein Tief knapp westlich an uns vorbei nach Nordnordwest. Es kann hin und wieder ein bisschen regnen. Zwischendurch lugt aber auch die Sonne durch. Nachts 5 °, nachmittags 9 °. Samstag ändert sich bei geringen Luftdruckgegensätzen über Deutschland wenig. Nachts 4 °, nachmittags 8 °.
Trend:
Nach den aktuellen Karten ist ein Wintereinbruch in den nächsten 14 Tagen nicht zu erwarten.
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