Menden heute:
Das berühmte Tief ELLI hat heute Nachmittag die Niederlande erreicht und zieht nur noch sehr langsam weiter nach Osten. Es soll uns mit seinem Zentrum um Mitternacht erreichen. Bei Plusgraden regnete es leicht.
Selten kann man die Wirkung eines relativ schwachen Sauerlandföhns so eindrucksvoll sehen wie auf diesem Satelliten- und Radarbild von WetterOnline in der Nacht von Donnerstag auf Freitag. Während es nördlich und südlich eines schmalen Gebietes zwischen Dortmund und Iserlohn schneite, regnete es im Föhnbereich. Wenn die Warnmeldungen für den Märkischen Kreis vor Schneefall warnen, liegen sie für einen großen Teil des Kreises richtig, nicht aber für Menden und Umgebung. Schon ein halbes Grad mehr oder weniger ändert den Aggregatzustand des Niederschlags.
Sie machen alles richtig, wenn Sie meinen Blog lesen, der ausschließlich Menden und Umfeld ins Auge fasst. Mein Unverständnis über den frühen Anruf heute Morgen mit der Frage, ob man sorglos nach Iserlohn fahren könne, da ja Blitzeis angekündigt sei, hat sich nach Lektüre der Verlautbarungen aus dem Rathaus in der Westfalenpost gelegt. Da wurde Dramatisches angekündigt. Dabei war eigentlich seit vorgestern klar, dass Menden aller Wahrscheinlichkeit nach nicht sonderlich betroffen ist.
Wir bekommen immer wieder worst-case-Szenarien aufgetischt, weil sich niemand vorwerfen lassen will, er habe nicht rechtzeitig gewarnt. Der eine oder andere reagiert fast panisch und geht nicht aus dem Haus, die meisten stumpfen ab und nehmen Warnungen nicht mehr ernst. Auch heute Vormittag gab der Deutsche Wetterdienst für die Zeit ab 12 Uhr eine Schneefallwarnung für den Märkischen Kreis mit dem Hinweis auf eine geschlossene Schneedecke heraus. Das Thermometer zeigt um 16 Uhr in Menden einen Wert von 3,5 °. Da schneit es nicht.
Ganz anders sieht es in Norddeutschland aus. Hamburg-Fuhlsbüttel meldete heute um 11 Uhr eine Schneedecke von 53 cm. Vermutlich müssen die Hamburger bis 1979 zurückblicken, um ähnliches erlebt zu haben. Allerdings dürfte der Wert durch eine Schneeverwehung entstanden sein. So viel Niederschlag ist nicht heruntergekommen.
Tageshöchsttemperatur: 5,4 °
Tagestiefsttemperatur: 1,1 °
Tagesmitteltemperatur: 2,8 °
Sonnenscheindauer: 16 Minuten
Niederschlag: 3,1 mm
Bodentemperatur in 25 cm Tiefe in Halingen: 1,5 °
Schneedecke heute Morgen: Reste
Entwicklung:
Samstag: ELLI liegt nach Mitternacht ziemlich genau über uns. Es regnet weiter leicht mit längeren Unterbrechungen. Dann wandert ELLI weiter nach Südosten. Damit kommen wir auf seine kalte Rückseite und die Temperatur geht deutlich zurück. Etwa um 4 Uhr unterschreitet sie den Gefrierpunkt und der Niederschlag geht in Schnee über. Allzu viel wird nicht mehr herunterkommen. Mittags ist der Niederschlag durch und die Wolken lockern auf. Bei leichtem Nordostwind ist es nachmittags -4 °.
Sonntag haben wir mit ELLI nichts mehr zu tun. Über Deutschland liegt ein Hochdruckgebiet. Nachts klart es auf und es wird mit -8 ° bis -10 ° richtig kalt. Am Tag ist es heiter bis wolkig bei -3 °. Nachts wird es vor einer herannahenden atlantischen Warmfront schon wieder wärmer.
Montag: Die Warmfront und die nachfolgende Kaltfront eines Randtiefs bestimmen das Wetter. Gegen 4 Uhr soll es zu schneien beginnen. Bei rasch ansteigenden Temperaturen geht der Schnee bald in Schneeregen oder Regen über. Ab Mittag soll es meist trocken sein. Nachmittags folgt nochmals ein Trog mit einem Regengebiet. Nachmittags 4-5 °. Mäßiger bis frischer südlicher Wind.
Dienstag ist es im Vorfeld eines atlantischen Troges meist trocken. Es ist stark bewölkt. Bei schwachem bis mäßigem südlichem Wind ist es nachts 5 °, nachmittags 8 °.
Glaskugelbereich:
Mittwoch überquert uns ein Trog des Tiefdrucksystems über dem Atlantik. Es ist wechselnd, meist stark bewölkt mit leichten Schauern. Nachts 6 °, nachts 8 °. Donnerstag ist es nur leicht unbeständig mit einigen Auflockerungen und nur einigen leichten Schauern. Nachts 3 °, nachmittags 7 °.

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