Menden heute:
Als ich heute Nachmittag eine Warnung vor Schneeverwehungen in Menden aufs Handy bekam, habe ich mich sehr gewundert. Die ständigen Warnmeldungen führen auf der einen Seite zu Panik, auf der anderen Seite zur Abstumpfung.
Das Wetter hat sich heute ziemlich genau an die Vorhersage gehalten. Der Hochkeil zog sich langsam nach Süden zurück. Bis 15 Uhr schien aber noch häufig die Sonne. Dann erreichte uns die Mischfront des Tiefs über der Nordsee mit leichten Schneeschauern. Bis jetzt um 23:45 ist am Kapellenberg 1 cm zusammengekommen, die Untergrenze dessen, was ich gestern angenommen habe.
Tageshöchsttemperatur: 0,3 ° (2023: 11,7 °)
Tagestiefsttemperatur: -3,9 ° (keine tiefere Temperatur am 7.1. in den letzten 6 Jahren)
Tagesmitteltemperatur: -2,1 °
Sonnenscheindauer: 3:39 Stunden
Niederschlag: 1 mm (vorläufig)
Schneedecke heute Morgen: 6 cm
Entwicklung:
Donnerstag: Nachts gibt es noch einige Schneeschauer aus der abziehenden Mischfront. Aus einer Wellenstörung hat sich über dem Ostatlantik rasch ein kleines Tief gebildet, das mittags über Cornwall liegt. Dessen Warmfront hat mittags Frankreich erreicht. Sie zieht langsam über Südwestdeutschland zu uns. Im Laufe des Tages steigt die Temperatur bis auf 2 oder 3 ° an. Etwa um 21 oder 22 Uhr beginnt es zu schneien. Sehr schnell geht der Niederschlag in Regen über. Schwacher bis mäßiger Südwestwind.
Freitag wird es ausgesprochen schmuddelig. Das Tief ist von England nach Deutschland gezogen. Sein Zentrum soll mittags bei Aachen oder an der holländischen Grenze liegen. Nachmittags liegt nach dem deutschen Modell das Zentrum ziemlich genau über uns. Damit bliebe es bei uns windschwach. Es regnet anhaltend mit einigen Pausen. Nachts 1 °, nachmittags 5 °. Das amerikanische und auch das kanadische Modell sehen den Tiefschwerpunkt vor der niederländischen Küste. Das würde deutlich stärkeren Südwind bedeuten. Diese Unsicherheit sehen wir bei manchen Wetter-Apps und deren Windvorhersagen. Die Kanadier haben dafür nachmittags Sonnenschein im Programm.
Abends wird es spannend. Das Tief zieht langsam weiter nach Osten und die Strömung dreht auf Nordost bis Nord. Die Temperatur sinkt wieder unter den Gefrierpunkt und der Niederschlag geht in Schnee über. Das sieht der DWD bereits ab 21 Uhr.
Samstagmittag hat das Tief bereits Österreich erreicht und löst sich langsam auf. Der leichte Schneefall endet am Vormittag. Ob die Sonne herauskommt, ist noch nicht ausgemacht. Es wird allerdings richtig kalt. Am kältesten ist es nach den deutschen Modellen mit mittags -7 °. Die Amerikaner sehen +1 °. Die Europäer haben Schneefall und -5 ° auf dem Schirm. Was soll ich armer Amateur sagen. Am besten nichts. Jedenfalls bleibt der Winter.
Sonntag - man kann es kaum glauben - liegt ein Hoch mitten über Deutschland. Nachts kann die Temperatur bei Aufklaren auf -11 ° zurückgehen. Am Tag ist es sonnig bei nachmittags -2 °.
Glaskugelbereich:
Montagvormittag erreicht uns eine atlantische Front mit einem Schneefallgebiet. Etwa ab Mittag soll die Temperatur in den Plusbereich ansteigen und leichtes Tauwetter setzt ein. Mäßiger Südwestwind. Dienstag soll die nächste Warmfront von Südwesten kommen und dem Schnee geht es an den Kragen. Nachmittags 5-6 °.
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