Dienstag, 3. November 2020

02. November 2020

 Menden heute:

Ein zum Teil heftiger warmer Wind aus Südwest. der Sauerlandföhn und ein paar kurze Aufheiterungen am späten Vormittag haben zu einer für Anfang November äußerst ungewöhnlichen Wärme beigetragen. Den von mir bisher als Menden-Rekord für November genannten Wert des 1. November 2014 von 20,7 ° haben wir erreicht. Aber der tatsächliche Rekord stammt vom 4. November 2011. Er beträgt 20,9 ° und bleibt bestehen. 

Bisher gab es zwei Tage im November seit Beginn meiner Messungen 1972 mit einer Höchsttemperatur über 20 °. Jetzt gibt es drei.

Die subtropische Luft hatte der ehemalige Hurrikan Zeta im Gepäck. Er liegt jetzt als ganz normales Tief im europäischen Polarmeer. Wir befanden uns heute in seinem Warmsektor vor der vom Ärmelkanal heranziehenden Kaltfront. Sie beschleunigte den Wärmetransport,  bevor sie uns heute Abend gegen 18 Uhr mit Schauern überquerte. Die waren bis 21 Uhr durch. Die Temperatur nahm die Rolltreppe nach unten.


Tageshöchsttemperatur: 20,7 ° (Worms 23,9 °, Lippstadt 21,3 °, Neheim 21,0 °, Hemer 20,0 °)

Tagestiefsttemperatur: 11,3 ° (um 23:45 Uhr; letzte Nacht wurde es nicht kälter als 16,1 °)

Tagesmitteltemperatur: 16,8 °

Sonnenscheindauer: 1:42 Stunden

Regen: 5,0 mm

Stärkste Windböe: 51 km/h (7 Bft.)


Entwicklung: 

Dienstag: Die Kaltfront zieht nach Südosten ab. Sie brachte uns für diese Woche vermutlich den letzten Regen. Der Front folgt ein schwacher Zwischenhochkeil, der in der einfließenden frischen und relativ trockenen Luft für einen freundlichen Tag mit einem Wechsel von Quellwolken und heiteren Abschnitten sorgt. Abends zieht nördlich von uns ein Trog durch. Das führt zu einem  Auffrischen des ansonsten wenig auffälligen Südwestwindes. Es ist merklich kühler geworden. Nachts 6 °, nachmittags 13 °.

Mittwoch kräftigt sich zwar der Hochkeil, doch die Strömung dreht auf West und es wird noch kälter. Wieder scheint häufig die Sonne bei wolkigem bis heiterem Himmel. Nachts 3 °, nachmittags nur 10 °.

Donnerstag klart es auf und die Temperatur geht bis auf 1 ° zurück. Wir müssen mit Bodenfrost rechnen. Am Tag ist es wieder wolkig mit größeren Aufheiterungen. Allerdings könnten die in Norddeutschland liegenden Wolkenfelder einer Warmfront der atlantischen Westdrift einen Schönheitsfehler verursachen. Das wissen wir morgen besser. Es bleibt jedenfalls trocken. Wärmer als 10 ° wird es nicht. 

Freitag verlegt sich der Schwerpunkt des inzwischen kräftigen mitteleuropäischen Hochs etwas nach Osten. Der Wind dreht auf Ost, später Südost. Nach 2 ° am frühen Morgen wird es bei viel Sonnenschein wieder etwas wärmer: 12 °.


Glaskugelbereich: 

Das Wochenende wird unter Hochdruckeinfluss sehr schön mit viel Sonne vor allem am Samstag. Die Temperaturen gehen wieder deutlich nach oben. 17 ° sind für einen 8. November ein ungewöhnlicher Wert.

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